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Im Land der weißen Büffel

Eine internationale Kurzhaarprüfung besonderer Art

Es war auf einer der großen Kurzhaarprüfungen, als wir gefragt wurden, ob wir uns als Verbandsrichter für eine IKP in South Dakota zur Verfügung stellen. Die IKP findet alle zwei Jahre in Deutschland oder in angrenzenden europäischen Ländern statt. Nach einem Verbandsbeschluss von 2013 räumte man den amerikanischen Klubs, die sich ausschließlich unserer Zucht- und Prüfungsordnung verpflichten, aus Kostengründen ein, in den USA eine IKP durchzuführen. So kam es also zu der ersten IKP in South Dakota (Nord-Amerika), ausgerichtet vom CDKA (Continental Deutsch-Kurzhaar Association)

Unsere Reise begann in Düsseldorf und führte uns über London nach Denver. Von dort ging es mit einer Inlands-Airline weiter nach Pierre. Nach ca. 16 Stunden Flugzeit erreichten wir sie, die Hauptstadt von South-Dakota mit ihren 13.000 Einwohnern. Empfangen wurden wir von der Präsidentin des Klubs Vanita Skinner und ihrem Mann Tom. Pierre liegt am Missouri-River, der zweitgrößte Fluss in USA, wo auch unser Hotel lag. Vor der Zuchtschau und Prüfung hatten wir die Möglichkeit, uns Pierre und Umgebung anzusehen.

South Dakota ist das Land der Büffel, den Bestand schätzt man auf ca. 35.000 Stück und ist das Symboltier der nordamerikanischen Prärie. Sie leben im Grasland, gespickt mit Gletscher-Seen und unterbrochen durch hügeliges Mittelgebirge mit tiefen Canyons. Einmal im Jahr findet im September ein Buffalo Round-up statt, eine Art Viehzählung. Da treiben die Wrangler, (Viehtreiber), auf Pferden mit Lasso und Colt ausgerüstet, die Herden zusammen, damit die Brandzeichen gesetzt werden können. Ein riesiges Spektakel, ein Volksfest mit Hot-Dog, Whisky, Bier und Indianer Wildwest-Kunst. Zwischen dem fruchtbaren Farmland z. T. mit Wald im Osten und dem Mittelgebirge im Westen erstreckt sich die endlose Prärie. Die Weite dieses Graslandes ist unbeschreiblich und kaum ein Gebäude steht dem Sonnenuntergang im Weg. Nur 780tausend Menschen wohnen in South Dakota und fast jeder Zwölfte ist ein Indianer. Wie aus Ehrfurcht vor der Weite drängeln sich die meisten rings um die zwei größten Städte an den entgegengesetzten Ecken des Staates, Sioux Falls und Rapid City.

Besondere Mythen ranken sich um den „Weißen Büffel“. In allen Indianer-Stämmen geht es immer wieder um eine Sage, um den Geist der weißen „Büffel-Frau“. Er sagt in seiner Botschaft die Unterstützung in Zeiten großer Gefahren voraus. Entweder sollen sich alle Völker (Indianer) spirituell vereinen, oder Chaos bricht aus mit Katastrophen, Krankheiten und Tränen in den Augen aller Verwandten. Verhindern kann all dies nur die Rückkehr des „Weißen Büffels“. Tatsächlich wurde dann 2002 ein weißes Büffel-Kalb in North Dakota geboren und drei weitere folgten. Dieses Phänomen weckte das Interesse des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums. Eine Untersuchung ergab, dass es sich hierbei nicht um ein Albino, sondern um ein reinrassiges Wildbison handelt. Die Geburt der weißen Büffel bewirkte bei vielen von Alkohol und Drogen beeinflussten Indianern eine Rückbesinnung auf spirituelle und geistige Werte ihrer Kultur.

Neben Büffel beheimatet die Prärie aber auch noch andere Wildarten, z. B. Pronghorn-Antilopen, Weißwedel, Koyoten, Pumas und neben Murmeltiere auch Dachse. Dazwischen grasen riesige Kuhherden mit ihren Kälbern, die völlig freilaufen und sich das ganze Jahr ohne irgendeinen Schutz dort aufhalten. Die große Überraschung für uns aber war das enorme Aufkommen von Fasanen und Grous. South Dakota ist eines der besten Fasanen Gebiete in den USA. In einer Statistik war zu lesen, dass 1945 noch 7,4 Millionen Fasanen erlegt wurden, allerdings ging im Laufe der Jahre auch hier der Bestand zurück. Im Jahre 2017 wurden aber immerhin noch ca. 900tausend Fasanen geschossen und es gibt große gemeinsame Anstrengungen, den Besatz wieder aufzubauen.

Natürlich reichte unsere „Freizeit“ nicht aus, alles zu sehen, aber wir bekamen doch einen Einblick in ein für uns völlig fremdes Land.

Die Prüfungstage der IKP begannen mit der Formwert-Überprüfung. Mit einer Ausnahme gab es keine besonderen Überraschungen. Die eigentliche Überraschung war die doch recht magere Beteiligung der amerikanischen Kurzhaarfreunde. Eine nicht gerade schmeichelhafte Bestätigung für die enormen Anstrengungen die der noch recht junge Klub unternommen hatte. Alles war bis auf den Punkt vorbereitet, mit viel Liebe zum Detail. Schade, dass diese Anstrengungen so wenig Beachtung fanden. Die anschließende Richterbesprechung klang aus mit einem gemeinsamen Essen und guten Gesprächen.

Der erste Prüfungstag sorgte gleich für eine „eisige“ Überraschung. Bei unserer Ankunft hatten wir noch Sonne und ca. 6-8° C. Allerdings machte sich auch da schon ein kräftiger Wind bemerkbar. In der Nacht gab es dann einen Temperatursturz und Schnee bedeckte weite Teile des Landes. Das Thermometer zeigte zwar Minusgrade, aber noch kälter wirkte der Wind, die gefühlte Kälte trieb uns die Röte und Tränen ins Gesicht.

Trotz dieser Umstände zeigten die Hunde erstaunliche Leistungen. Anfänglich hatten wir Bedenken, ob sie das Wild bei dieser Witterung überhaupt festmachen konnten. Bald wurden wir aber eines Besseren belehrt. Wir sahen tolle Arbeiten während der Suchen, trotz Wind und Schnee, die Nasen immer in den Wind, festmachen, umschlagen und festes Vorstehen. Natürlich half dabei das enorme Wildvorkommen. Fasanen und Grouse in jedem Suchengang. Hier konnte der Praktiker zeigen, wozu seine Nasenleistung fähig ist. Auch unsere Annahme, die amerikanischen Hunde seien an das Klima gewöhnt und zeigten deshalb diese Bilder, erwies sich als nicht richtig. Zwei Hunde aus Deutschland waren ebenfalls Teilnehmer dieser Prüfung und zeigten Bilder, die wir in dieser Vollendung selten gesehen haben. Ein fast 9jähriger Rüde (KS Oskar vom Theelshof mit seinem Führer Tobias Kawlath) spielte seine ganze Erfahrung aus und bekam dafür in der Suche und im Vorstehen 4h. Eine perfekte Vorstellung und dazu nochmal Glückwunsch an Tobias Kawlath. Der zweite Rüde aus Deutschland (Kyril aus dem Königswald mit seinem Führer Reiner Seidel) war übrigens der V 1 Rüde im Zuchtschau-Ring. Leider erfuhren wir nach unserer Rückkehr, dass er auf seiner ersten Treibjagd nach der langen Reise in Deutschland von einem Auto überfahren wurde. Unser Mitgefühl gilt Rainer Seidel, mit dem wir schöne Tage in Pierre verbringen konnten.

Wasserwild ist ebenso stark vertreten wie Fasanen oder Grouse. Tausende Enten und vor allem Gänse sammelten sich am Missouri-River und in den zum Teil riesigen Gewässern, die überall im Land verteilt sind. Meterdicke Schilfstreifen säumen diese und forderten den Hunden all ihr Können ab. Kleinere Teiche in ungünstigen Lagen waren zugefroren, an anderen aber konnten sehr anspruchsvolle Wasserarbeiten gezeigt werden. Trotz eisigem Wind und Kälte versagte kein Hund bei diesen Arbeiten. Ausgeprägter Finderwille und Durchhaltevermögen zeichneten diese Hunde aus, wohl unterstützt durch intensive Witterung, die sie überall vorfanden.

Für Führer und Richter war das ebenfalls kein Sonntags-Spaziergang, aber der Einsatz hat sich gelohnt. Erstklassige Leistungen der Hunde an beiden Tagen, Harmonie unter den Teilnehmern, ein Wildaufkommen von dem wir nur träumen können. Hier konnten die Hunde zeigen was sie können, oder auch bestätigen, was sie noch lernen müssen. Pierre und Umgebung wäre auch ein Platz für eine wirkliche „Zuchtauslese“. Für uns waren es neue Eindrücke, schöne Tage bei Freunden und Kontakte mit Führern und Hunden vom anderen Kontinent.

20. 11. 2018 FS + MB

….frisch an’s Werk

so ging es auch bei der VGP II um Bad Essen zu. Die Nachtemperaturen lagen plötzlich bei unter 0° C und ein strammer Wind blies aus Nord-Nord/Ost. Gut gelaunt und mit vollem Optimismus waren wieder 12 Gespanne angetreten, die bevorstehende Prüfung zu „meistern“. Der Sammelpunkt war heute das Hotel Deutsch-Krone in Bad Essen, wo sich die z. T. weit angereisten Teilnehmer erst einmal mit Kaffee und Tee erwärmen konnten. Nach den üblichen Regularien verließen dann die drei Gruppen das Quartier um in den nächsten zwei Tagen das Ziel VGP zu erreichen. Dank der guten Vorbereitung und der erstklassigen Reviere konnten die Hunde beweisen, ob sie dafür „reif“ waren. Eine VGP ist erst mit dem letzten Fach beendet – ob bestanden oder nicht. Erfreulich war auch heute, dass es wieder einige „Erstlings-Führer/innen“ versuchten, dieses hoch gesteckte Ziel zu erreichen. Die Verbandsrichter hatten zu ihren eigentlichen Aufgaben auch noch zwei Richter-Anwärter zu betreuen. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, da Richter-Anwärter durch praktische Arbeit bei verschiedenen Prüfungen auf ihre spätere Aufgabe vorbereitet werden. Schriftliche Berichte darüber dienen später als Grundlage für die anstehenden Prüfungen. Wir sind froh, dass wir in den letzten Jahren erstklassig ausgebildete Nachwuchsrichter in unseren Reihen haben, die durch die Prüfungsleitung an entsprechenden Stellen auch immer wieder eingesetzt werden. Heute konnten sie das „ganz große Rad“ drehen, da eine VGP immerhin über 30 verschiedene Fächer beinhaltet, die nacheinander abgearbeitet werden müssen.

Für die ordnungsgemäße Durchführung dieser Prüfung ergeht unser Dank an die Prüfungsleitung und an die vielen Helfer im Hintergrund. Ganz besonderer Dank aber gebührt den Revierinhabern/Pächtern, die uns seit vielen Jahren unterstützen. Nicht zuletzt haben auch die Revierführer einen guten Anteil am Gelingen dieser beiden Tage, auch dafür ein herzliches „Dankeschön“ und ein kräftiges Ho-Rüd-Ho.

Nachstehend die Prüfungsergebnisse dieser beiden Tage:

Gruppe I

Dinka III vom Spanger-Forst, Deutsch-Drahthaar Dr. Hartwig Rolle, Georgsmarienhütte 334 Pkt. I. Preis
Ernesto vom Meller Bruch, Labrador DRC-L Viktoria Brüning-Sudhoff Münster 319 Pkt. I. Preis
Simba II vom Isendorf, Deutsch-Drahthaar Dr. Kerstin Cohausz-Terfloth, Telgte 322 Pkt. I. Preis
Wotan II vom Bußhof, Großer Münsterländer Karl-Heinz Kröger, Ladbergen 327 Pkt. I. Preis

Gruppe II

Grando Tecklenburg, Deutsch-Kurzhaar Anne Menger, Ahlen 295 Pkt. II. Preis
Geralt z Brilicke Zatoky, Deutsch-Kurzhaar Iwona Porebska, Markelo NL 311 Pkt. II. Preis
Chocolate von der Eickser Höhe, Deutsch-Kurzhaar Dr. Volker Jansen, Halle 290 Pkt. III. Preis
Baja von der Madlage, Deutsch-Kurzhaar Dr. med. vet. Luisa Weber, Geseke ohne Preis

Gruppe III

Balu vom Gattberg, Deutsch-Kurzhaar Bastian Lindner, Melle 318 Pkt. I. Preis
Büxe III vom Spanger-Forst, Deutsch-Drahthaar Volker Winkelmann, Wrestedt 328 Pkt. I. Preis
Benzo III vom Spanger-Forst, Deutsch-Drahthaar Rüdiger Tellmann, Bissendorf 317 Pkt. I. Preis

Allen Teilnehmern wünschen wir für die bevorstehende Jagdsaison viel Freude mit ihren Hunden und verabschieden uns mit einem dreifach kräftigen Ho-Rüd-Ho.

F.S.

die Meisterprüfung …

VGP an zwei Tagen um Coesfeld

So wird sie oft genannt, die Verbands-Gebrauchs-Prüfung (VGP). Andere nennen sie die „Angst-Prüfung“ und einige sogar die „Monsterprüfung“.

Aber so schlimm ist das alles nicht, kann man gut sagen, wenn man nicht selber führt. Warum also tut man sich das an? Man tut sich nichts an, im Gegenteil – jeder darf stolz sein, wenn er die „Meisterprüfung“ geschafft hat. Es ist eine Bestätigung für Ausbilder, Führer und Hund, das alles richtig gemacht wurde. Allerdings ist das ein langer Weg. Genauso wie in der Lebens/Berufsausbildung auch. Es beginnt mit der Grundschule und klettert immer höher (wenn man etwas dafür tut), sonst bleibt man auf der Stelle stehen. Nach Abschluss der Ausbildung streben dann einige nach der „Meisterprüfung“. So auch bei der VGP. Schafft man diese Prüfung, ist das die Bestätigung für den Hund, dass er jagdlich voll eingesetzt werden kann. Das geht von der Waldarbeit über Arbeiten im Feld bis zur Wasserarbeit. Genau hier aber beginnt die Schwierigkeit dieser Prüfung. An zwei Tagen muss der Prüfling ständig „umschalten“ und so über 30 verschiedene Fächer abarbeiten. Das ist keine Hexerei, wenn der Hund auf diese Prüfung gut vorbereitet ist. Darum gehen die „Anlagen-Prüfungen“ vorweg. Hier werden die Hunde sorgsam aufgebaut und letztlich vorbereitet auf den krönenden Abschluss, die „Meister-Prüfung“.

Genauso wichtig wie die Vorbereitung der Hunde, ist die sorgsame Vorbereitung der Prüfung selbst. Das beginnt schon bei der Planung, wo sind entsprechende Reviere verfügbar, wie ist der Wildbesatz, sind alle Bedingungen der gültigen PO (Prüfungs-Ordnung) zu erfüllen, usw. usw. Besonders gefordert sind dann auch die Betreuer vor Ort, die Revierführer. Sie haben oft schon Tage vorher notwendige Arbeiten vorbereitet und sich intensiv um alles gekümmert. Das beginnt beim Ausgehen der Schweißfährten, Besorgung aller notwendigen Utensilien, Bau der Hindernisse für die Arbeiten mit dem Fuchs, Bemühungen um das richtige Gewässer, Selektion der Feldreviere usw. Arbeiten, die nur die kennen, die sie selbst schon mal gemacht haben. „Hut ab“ und ein großes „Danke schön“ für all diese Hilfen im Verborgenen. Für Hundeführer/innen und Richter ist es immer wieder eine Freude, wenn man sich persönlich bei den Helfern im Hintergrund bedanken kann. Das Umfeld und die Harmonie innerhalb einer Prüfungsgruppe an diesen beiden Tagen hilft auch, Nerven zu behalten oder manchmal auch zu beruhigen. Betroffen davon sind natürlich die „Erstlings-Führer/innen, aber auch „alte Hasen“ springen manchmal im Dreieck. Umso schöner ist es, wenn man sich gegenseitig Trost zusprechen kann und gelegentlich mit dem einen oder anderen Hinweis hilft. Deshalb – überall wird nur mit Wasser gekocht – und warum sollte man das nicht auch schaffen.

Wie bei dieser Prüfung – immerhin waren es 12 Gespanne, die sich den Aufgaben stellten. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. So waren zum Beispiel in der Gruppe II 4 Erstlings-Führer/innen. Alle haben die VGP bestanden. Zwei Geschwister sogar aus einem Zwinger „Von der Steverquelle“. Eine Hündin, ein Rüde, beide herausragend bei der Arbeit im Wasser. Beide Hunde erhielten für Stöbern ohne Ente 4h (für hervorragend). In einer anderen Gruppe stellte der Zwinger „Vom Kalkrieser Berg“ ebenfalls zwei Hunde, die mit Bestnoten bestanden, einmal sogar mit 4h in der Nase. Darüber freuen sich in erster Linie die Führer/innen, aber auch die Züchter. Für sie ist es die Bestätigung, dass hier die richtigen Gene in der Zucht zusammen kamen.

Nachstehend nun die Ergebnisse der beiden Prüfungstage:

Gruppe I

  • Pinta vom Dinkelhof, Gustav Sendner, Telgte 331 Pkt. I. Preis
  • Marlene v. Kalkrieser Berg, D. Guder, Bramsche 326 Pkt. I. Preis
  • Debbie II v. Spanger Forst DD, G. Sendner, Telgte 334 Pkt. I. Preis Nase 4h
  • Olga v. Kalkrieser Berg, Simone v. Dreele, Bramsche 321 Pkt. II. Preis Nase 4h

Gruppe II

  • Bilbo vom Gattberg, Daniela Sasse, Westerkappeln 322 Pkt. I. Preis Nase und Vorstehen 4 h
  • Azuri v. d. Steverquelle, Christa Postert, Bielefeld 309 Pkt. II. Preis Stöbern ohne Ente 4 h
  • Asco v. d. Steverquelle, Frank Wilhelmer, Telgte 330 Pkt. I. Preis Stöbern ohne Ente 4 h
  • Amtmann am Buchenbogen, Stefan Foullois, Münster 315 Pkt.I. Preis Stöbern ohne Ente 4 h

Gruppe III

  • Seppi II v. Heeker Eichengrund, KLM H. Amshove, Heek 323 Pkt. I. Preis
  • Cara v. Hülster Holt, Britta Kohlwey, Reken 323 Pkt. I. Preis Stöbern ohne Ente 4 h
  • Anni v. d. Schwieteringsburg, Chr. Woltering, Neuenk. 332 Pkt. I. Preis Stöbern ohne Ente 4 h

In allen Gruppen ein Leistungsstand auf ganz hohem Niveau. Das spricht für eine sorgfältige und systematische Ausbildung, wobei die Anlagen schon vorhanden sein müssen.

Ein gemeinsames Essen mit Preisverteilung schloss diese beiden Prüfungstage ab. Glückwunsch an alle Teilnehmer, besonders an die Erstlingsführer/innen.

F.S.

Herbstsonne und viel Schilf

So präsentierte sich die Dr. Kleemann Zuchtauslese-Prüfung in Viöl vom 11. bis 14. Oktober. Blauer Himmel und Tagestemperaturen von 25° C waren auch für die Bewohner dieser stillen und doch so schönen Gegend zwischen Küste und Nordsee ein Ausnahme Herbst. Geprägt ist dieser Landstrich normalerweise und zu dieser Jahreszeit von starkem Wind und gelegentlich auch Regen. Für die zum Teil weit angereisten Teilnehmer also beste Bedingungen.

Mit der Organisation vor Ort hat der Vorsitzende des Klub Kurzhaar Schleswig-Holstein e. V. Hubertus Krieger und sein Team beachtliches geleistet. An allen Tagen gab es eine straffe Organisation, die keine Lücken hinterließ. Trotz der in kurzer Zeit eintreffenden Teilnehmer nahm alles seinen gewünschten Verlauf.

Der Höhepunkt dieses ersten Tages war die Überprüfung des mitgebrachten Formwertes. In jeweils 2 Ringen für Hündinnen und Rüden fand zunächst die Gebiss und Identitäts-Kontrolle statt. Dann stellten sie sich den Zuchtrichtern und mancher Teilnehmer war doch überrascht, dass der mitgebrachte Formwert nicht bestätigt werden konnte. Über die Ursachen lässt sich streiten, dennoch geben sie Anlass darüber nachzudenken. Mit der sich anschließenden Richterbesprechung und dem „Grünen Abend“ beim gemütlichen Beisammensein endete der Tag.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Feld- und Wasserarbeiten. Die z. T. recht weitläufigen Suchen-Reviere boten den Hunden alle Möglichkeiten, ihr Können zu zeigen. Der Wildbesatz zeigte von der Bekassine bis zum Rehwild alles. Besonders zu erwähnen bleibt hier noch die hervorragende Betreuung durch die örtlichen Revierführer. Sie gaben sich alle Mühe, es den Hunden und Führern gerecht zu machen.

Das alte Sprichwort „Am Wasser scheiden sich die Geister“ traf auch hier zu. Ganz hervorragende Gewässer mit dichtem Schilf machten es den Hunden nicht einfach. Erfahrene und wasserfreudige Hunde konnten hier zeigen, zu welchen Leistungen sie fähig sind und andere mussten schnell erkennen, dass sie damit überfordert waren. Hier trennte sich die „Spreu vom Weizen“. Dennoch zeigten einige Hunde hervorragende Leistungen in allen Fächern, was mehrfach mit 4h zum Ausdruck kam.

Eine weitere Überraschung zeigte sich den Teilnehmern und Zuschauern am nächsten Tag. Statt der üblichen Schausuche im Feld wurden alle Hunde, die bestanden hatten, im Ring gezeigt. Einzeln wurden sie dann mit Herkunft, Leistung und Blutaufbau besprochen. Ein neuer, aber informativer Weg, der allgemein akzeptiert und für die Zukunft gewünscht wurde.

Die Teilnehmer, die die abschließende Hubertusmesse in der kleinen, aber ehrwürdigen Kirche in Viöl nicht besuchen konnten, verpassten eindrucksvolle und tiefgreifende Worte des örtlichen Pfarrers. Unterstützung fand er dabei durch ein Bläsersextett, das durch Klangreinheit und Können den Gottesdienst bereicherte.

Der Festabend, ohne lange Begrüßungsreden, mit gemeinsamen Essen fand seinen Höhepunkt in der Preisverteilung mit eingeschlossener Verlosung. Ebenfalls ein Novum, das es in dieser Form bisher nicht gab. Jeder Teilnehmer, ob bestanden oder nicht bestanden, zog bei der Zeugnisübergabe ein Los. Zahlreiche Sponsoren hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und so kamen beachtliche Präsente zum Vorschein. Die Krönung war eine Blaser R 8, es gab ein hochwertiges Druckjagdglas und zu jedem Pokal auch kleinere Geschenke bis hin zum Sack Hundefutter.

Viele Freundschaften wurden hier wieder belebt, andere neu geschlossen. Zusammenfassend kann folgendes Fazit gezogen werden. Es war eine der Dr. Kleemann Zuchtauslese-Prüfungen, die uns allen lange in Erinnerung bleiben wird. Beste Organisation, lückenloser Ablauf der gesamten Veranstaltung, tolle Reviere sowohl Feld als auch Wasser, eindrucksvolle Hubertusmesse und ein geselliger Abschlussabend mit der Preisverteilung. In dieser Runde war der Erfolg die Krönung, aber auch der Misserfolg bald vergessen.

Unsere Teilnehmer hatten beides. Dr. med. vet. Luisa Weber konnte die Prüfung mit voller Punktzahl bestehen und errang damit für ihre Hündin „Aska vom Vöhteich“ das begehrte KS für Kurzhaar-Sieger, wobei die Wasserarbeit Stöbern ohne Ente mit hervorragend 4h bewertet wurde. Eine großartige Leistung, herzlichen Glückwunsch !!

Glück und Pech hatte auch Frau Dr. med. vet. Martina Schafmayer mit ihrem Rüden „Jimbo vom Weserland“, der als schönster Rüde mit V 1 (Vorzüglich an erster Stelle)– herausgestellt wurde. Trotz seiner Suche mit 4h (also vorzüglich) konnte er in zwei Fächern nicht überzeugen und damit nicht bestehen.

Paul Bockhold erging es ebenso. Sein Rüde „Nero II vom Dinkelhof zeigte in allen Fächern eine „Sehr gute“ Leistung. Nur beim Stöbern ohne Ente konnte er nicht restlos überzeugen.

Karl-Friedrich Mählmann führte seine Hündin „Aischa von der Nienburg“, die in allen Fächern mit „Sehr Gut“ brillierte, an diesem Tage reichte aber die Nasenleistung und die Suche nicht den Anforderungen einer Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung.

Aber so ist das im Leben, mal spielt das Glück mit, mal steht man ganz alleine da. Aber ein Trost bleibt allen, der Hund ist nach der Prüfung derselbe wie vor dem Test, er ist und bleib der „Beste“.

F.S.

Mit Ho-Rüd-Ho und Hörnerklang

Bernd Hönemann zum 80. Geburtstag

.so begann das Fest zu Ehren des Jubilars aus Anlass seines 80. Geburtstages.

Von Nah und Fern kamen sie, die Gratulanten. Gemeinsam mit seiner lieben Frau Gisela begrüßte Bernd Hönemann jeden einzelnen Gast, dazu immer einen passenden Spruch auf den Lippen, so, wie wir ihn schon lange kennen. Geschenke, mal groß mal klein, darüber freut sich jeder, aber die persönliche Anwesenheit seiner Gäste war für ihn der schönste Ausdruck der Verbundenheit.

Bei solchen Anlässen gibt es immer wieder mal einen Rückblick auf das was einmal war und wie sich alles entwickelt hat – so auch heute.

Als junger Mann warb er hartnäckig um eine ebenso junge und liebe Frau, bis er sie endlich heiraten konnte. Das Ergebnis zeigte sich am heutigen Tag in Form einer intakten, zusammenhaltenden Familie, auf die beide sehr stolz sein können.

Über seine Frau Gisela kam Bernd Hönemann auch zum Deutsch-Kurzhaar. Sein Schwiegervater war Willy Blömer, ein bekannter Gastwirt und Deutsch-Kurzhaar Züchter. Sein Zwinger „Von der Wulfenau“ hat viele bekannte und leistungsstarke Jagdgebrauchshunde hervor gebracht. Selbstverständlich wurde der Jungjäger Bernd ein eifriger Mitstreiter seines Schwiegervaters. Viele Kurzhaar hat er ausgebildet und auf nationalen und internationalen Prüfungen geführt. Schönheit war ihm auch bei Hunden wichtig, aber wichtiger war für ihn Leistung, Gehorsam und Arbeitsfreude – eben ein richtiger Jagdhund. Seine Kompetenz und Erfahrungen kamen auch der Kreisjägerschaft Vechta zugute, die ihn zum langjährigen Hundeobmann ernannten. Als Pächter stellt er seit vielen Jahren sein sehr gut besetztes Niederwild-Revier zur Verfügung und half außerdem, vor allem Jungjäger und Erstlingsführern, bei der Ausbildung der Hunde.

Schon früh erkannte unser Jubilar, dass zur Jagd auch das Brauchtum gehört. Mit Gleichgesinnten entschloss er sich, eine Bläsergruppe zu gründen, die auch den Festabend mitgestaltete. Dazwischen liegen lange 60 Jahre, was auch entsprechen gewürdigt wurde. Gewürdigt wurden auch seine besonderen Verdienste um Deutsch-Kurzhaar. Der Geschäftsführer des Klub Artland-Emsland André Schiebener fand lustige und rührende Worte für seine Verdienste. Als stellvertretender Vorsitzender bekam Bernd Hönemann bereits 1995 die Ehrennadel in Gold vom Deutsch-Kurzhaar-Verband für seine besonderen Leistungen. Ganz besonders stand dabei die Organisation und Durchführung der Zuchtrüden-Vorstellung Dinklage im Mittelpunkt, die weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt ist. Er wies auch darauf hin, dass in der langen Zeit der über 40jährigen Mitgliedschaft so viel geleistet wurde, dass dafür die Zeit des Festabends nicht ausreicht. Reichen sollte die Zeit am heutigen Abend aber für die Ernennung zum Ehrenmitglied des Kurzhaar-Klub Artland-Emsland e. V. Dazu auch an dieser Stelle unsere herzlichen Glückwünsche.

Alle Gäste wünschten dem Jubilar noch schöne, genussvolle Jahre in Zufriedenheit mit der Familie, der Jagd, dem Hund und dem Brauchtum. Ho-Rüd-Ho !

F.S. 8.10.2018

Titel wie Trophäen

Frau Dr. med. vet. Luisa Weber

Unsere jüngste Verbandsrichterin hat’s nun auch geschafft. Anl. der diesjährigen Solms-Prüfung erhielt sie ihren Verbands-Richter-Ausweis aus den Händen unsere Geschäftsführers André Schiebener.

Dabei ist es noch nicht lange her, dass wir über ihre größte Errungenschaft berichten konnten – ihren Doktor Hut.

Wir sind stolz und froh, eine so arrangierte und eifrige Führerin und Züchterin in unseren Reihen zu haben.

Ihren jüngsten Nachwuchs „Baja von der Madlage“ stellte sie auf der Zuchtschau mit „Sehr gut“ in der Jugendklasse vor und war nun auch erfolgreiche Teilnehmerin auf der diesjährigen Dr. Kleemann Zucht-Ausleseprüfung in Viöl (Schleswig-Holstein). Mit ihrer Hündin „Aska vom Vöhteich“ erreichte sie die volle Punktzahl (Sehr gut in allen Fächern) und dazu noch ein 4h (vorzüglich) im Fach „Stöbern ohne Ente“.

Dazu „Herzlichen Glückwunsch“ von uns allen, verbunden mit dem Wunsch, das sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen auch an Neulinge in unseren Reihen weitergibt. Für die Arbeit als Verbandsrichterin wünschen wir ihr eine gute Hand und für ihre eigene Zucht viel Erfolg.

F.S.

Im Glanz der Herbstsonne

Solms II um Bad Essen 2018

Heute meinte es der Wettergott ganz besonders gut mit Hund und Führer/in. Mit großen Erwartungen waren 12 Paare zur diesjährigen II. Solms um Bad Essen gemeldet. Schon bei der üblichen Kontrolle (Chip-Nr., Augen- und Zähne) schickte die Sonne ihre ersten Strahlen durch das schön gefärbte Laub der umstehenden Bäume.

Die Einteilung der Gruppen und Bekanntgabe der zugeteilten Verbandsrichter war schnell erledigt. Da diese Prüfung aus zwei Teilen (Feld und Wasser) besteht, begann eine Gruppe zunächst am Wasser, die beiden anderen begannen mit der Feldarbeit. Erfreulich war die große Beteiligung der „Erstlings-Führer“, also Hundeführer/in, die erstmals an einer Solms-Prüfung teilnahmen.

Der gute Wildbesatz in allen Revieren war eine gute Basis für die zum Teil noch recht jungen Hunde. Hier konnten sie ihre Anlagen unter Beweis stellen – oder auch deutlich machen, dass es bei dem einen oder anderen Leistungsfach noch Lücken gab. Eine alte Erfahrung besagt – „am Wasser scheiden sich die Geister“. So mussten auch heute einige Richter feststellen, dass die gezeigten Arbeiten leider nicht ausreichten. Das ist bedauerlich, aber deswegen gibt ein Hundeführer nicht auf. In der Ausbildung des Hundes einen Schritt zurückgehen und dann neu aufbauen. Im nächsten Jahr ist der Hund gefestigt und kann dann erneut seine Leistung zeigen.

Nachstehend die Leistungen der Hunde, die heute bestanden haben:

Gruppe I

Otto v. Kalkrieser Berg geführt von Frau Dr. Vivian Pindur, Bochum I. Preis

Anders v.d.Schwieteringsburg geführt von Markus Mohs, Neuenkirchen I. Preis

Gustel ‚Tecklenburg geführt von Paul Ehring, Remscheid II. Preis

Gruppe II

Rosa vom Dinkelhof geführt von Markus Brinkkötter, Steinfurt ohne Preis

Rudi II vom Dinkelhof geführt von Bernhard Müter, Heiden ohne Preis

Gringo Tecklenburg geführt von René Millert, Steinfurt ohne Preis

Gina Tecklenburg geführt von Mathis Fricke, Bad Essen I. Preis

Gruppe III

Carlo von der Eickser Höhe AZP geführt von Carsten Börs, Bad Iburg I. Preis

Jule von der Königsleite geführt von K.Friedr. Mählmann, Stemwede III. Preis

Anni von der Schwieteringsburg geführt von Christian Wolterink, Neuenkirchen I. Preis

Bei der abschließenden Preisverteilung und dem gemeinsamen Essen gab es anregende Gespräche und „gute Ratschläge“. André Schiebener bedankte sich als Prüfungsleiter bei den Revierinhabern und Pächtern für die Nutzung der Reviere und verabschiedete die Beteiligten in ein sonniges Wochenende.

F.S. 7.10.18

Ein Ereignis ganz besonderer Art

Dr. Kleemann Zuchtauslese Prüfung

Ja, das ist es – die nach dem Namen des Sanitätsrates Dr. Paul Kleemann 1939 ins Leben gerufene Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung. Eine Prüfung die alle zwei Jahre durchgeführt wird. In diesem Jahr findet sie in dem Land zwischen den Meeren in Viöl, Schleswig-Holstein. vom 11. bis 14. Oktober statt.

Jeder Hundeführer eines Deutsch-Kurzhaar träumt sicher davon, einmal einen Hund auf dieser ganz besonderen Prüfung vorzustellen. Besonders deswegen, weil es ein langer, steiniger Weg ist, bis man überhaupt die Zulassung zu dieser Auslese bekommt. Die Voraussetzungen sind vielfältig, so muss der Kandidat erste Preise auf der Jugendsuche Derby, auf der Herbstzuchtprüfung Solms und auf der VGP (Verbands-Gebrauchs-Prüfung) nachweisen. Darüber hinaus muss er auf einer DK-Zuchtschau der Altersklasse mindestens den Formwert Sehr-gut erhalten haben. Eine weitere Voraussetzung ist eine bestandene Verlorenbringer-Prüfung oder die Verbands-Schweißprüfung.

Das liest sich wie eine Olympiade für Deutsch-Kurzhaar-Jagdhunde.

Wenn diese Hürden geschafft sind, geht’s richtig zur Sache. Eröffnet wird der erste Tag, (wohl eine der schwersten Hundeprüfungen der Welt), mit der Überprüfung des Formwertes. Anerkannte Zuchtrichter sind dafür zuständig.

Die Prüfungsarbeiten teilen sich auf in Feld- und Wasserarbeiten. Alle Details dazu nachzulesen in der Prüfungsordnung des DK-Verbandes. Besonderen Wert wird bei dieser Ausnahmeprüfung auch auf den Gehorsam gelegt. Nachprellen bei abstreichendem Federwild quittiert das Richtergremium mit einem „Nicht bestanden“ ebenso der zweimalige Ungehorsam am ablaufenden Hasen.

Von den hier vorgestellten Hunden erwartet man Erfahrung, williger Einsatz im Feld und Durchhaltewillen im Wasser. Die Selbständigkeit bei der Ausführung aller Arbeiten ist oberstes Gebot. Streng sind die Richtlinien, klar die Prüfungsordnung und gerecht zu beurteilen die Aufgabe der Verbands-Richter.

Zu dieser Prüfung sind 136 Paar gemeldet. Die überwiegende Zahl sind deutsche Teilnehmer, aber es gibt auch eine erfreuliche internationale Beteiligung mit Österreich, Spanien, Kroatien, Slowenien, Ungarn und den USA.

Erfreulich ist auch – und darauf sind wir ganz besonders stolz, das 4 Paare aus unserem Klub an dieser Ausleseprüfung teilnehmen.

  1. Paul Bockhold aus Heek mit seinem Rüden Nero II vom Dinkelhof
  2. Karl-Friedrich Mählmann, Stemwede mit seiner Hündin Aischa v. d. Nienburg
  3. Frau Dr. Martina Schafmayer, Oelstorf mit ihrem Rüden Jimbo v. Weserland
  4. Frau Dr. med. vet. Luisa Weber, Geseke mit ihrer Hündin Aska v. Vöhteich

Sie alle haben ihre Hunde mit viel Liebe, großem Zeitaufwand und Geduld zu Höchstleistungen gebracht und können sich nun glücklich schätzen, Teilnehmer dieser Zuchtausleseprüfung zu sein.

Klar, die Anforderungen sind groß, aber nicht zu groß, als das sie nicht zu bewältigen wären. Im Vorfeld ist alles getan und nun hängt es auch an dem bisschen Glück, den Test mit Erfolg zu bestehen. Bestanden dürfen sie sich dann mit dem Titel KS für „Kurzhaar-Sieger“ schmücken. Eine Auszeichnung die jeden Deutsch-Kurzhaar besonders macht und die der Hundeführer gerne vor sich herträgt.

Wir drücken alle fest die Daumen und wünschen dem Team Erfolg, Glück und angenehme Stunden unter Gleichgesinnten.

FS 9/18

Solms I um Coesfeld 2018

…mit Höhen und Tiefen

Dieser Prüfungstag begann schon in aller Frühe. Bedingt durch die große Teilnehmerzahl hatte die Prüfungsleitung ihre liebe Mühe, den genauen Zeitplan für die Wasser- und Feldreviere einzuhalten. Durch die perfekte Vorbereitung, dank Paul Bockhold aus Heek, und der exakten Planung von André Schiebener war alles bestens organisiert und so nahm der Tag seinen Lauf.

Nach der langen Vorbereitungszeit der Hunde durch ihre Führer/innen waren die Erwartungen entsprechend hoch. Trotzdem war der eine oder andere Prüfling am Schluss doch mehr als enttäuscht, wenn das Ergebnis ganz anders aussah, als erhofft.

Diese Anlagenprüfung im Herbst bringt für die jungen Hunde manche Überraschung, der sie dann doch nicht gewachsen sind. Die Umgebung ist eine andere, die Gruppenteilnehmer sind fremd, das Wasser und die Feldreviere sind fremd usw. Bei einigen Hunden hat das einen derart großen Eindruck hinterlassen, dass es zu völlig unerwarteten Fehlleistungen kam. Nur die wirklich gut durchgearbeiteten Hunde konnten diese Anforderungen mit Bravour meistern und bekamen zum Abschluss ihr wohl verdientes Zeugnis.

Gruppe I

Rieke vom Dinkelhof, H. Derling, Vreden I. .Preis
Rosa vom Dinkelhof, M. Brinkkötter Steinfurt ohne . Preis
Saco vom Dinkelhof, Andreas Bähre, Essen I. Preis
Stella vom Dinkelhof, Thomas Boyer, Lingen I. Preis

Gruppe II

Sapo vom Dinkelhof, R. Heuing, Heek I. Preis
Siska vom Dinkelhof, S. Bockhold, Heek I. Preis
Sepp vom Dinkelhof, Paul Bockhold, Heek I. Preis
Bilbo vom Gattberg, D. Sasse, Westerkappeln I Preis
Balko vom Gattberg, Julia Klemann, Belm I. Preis

Gruppe III

Rudi II vom Dinkelhof, B. Müter, Heiden ohne Preis
Gustel Tecklenburg, P. Ehring, Remscheid ohne Preis
Otto vom Kalkrieser Berg, Dr.V. Pindur, Bochum ohne Preis
Vulkan vom Kronsberg, Diana Berning, Grevenbroich I. Preis

Gruppe IV

Ally v.d. Schwieteringsburg, P. Denning, Neuenkirchen I. Preis
Amy v.d. Schwieteringsburg, A. Lammerding Neuenk. I Preis
Anton v.d.Schwieteringsburg, F. Reckers, Salzbergen I. Preis
Becki vom Steinbrink, A. Feldmann, Neuenkirchen I. Preis

Gruppe V (Derby und HZP)

Erny vom Brinkbusch, Ph. Overhaus, Lüdinghausen I. Preis

HZP – Hunde

Kora von Averbeck, DL H. Bendfeld, Heek 162 Pkt.
Grille IV v. Bökenhagen DD, A. Wortmann, Ochtrup 153 Pkt.
Arrax vom tiefen Veen, DL, Chr. Hanser, Nottuln 172 Pkt.

Bei aller Anstrengung und auch Enttäuschung konnte sich heute ein Derby-Teilnehmer ganz besonders freuen. Der jährlich vergebene Wanderpreis für die beste Wasserarbeit konnte sich heute Alexander Feldmann aus Neuenkirchen erstreiten. Seine Hündin Becki vom Steinbrink zeigte den Verbandsrichtern eine tadellose, selbständige Arbeit mit viel Finderwillen und Ausdauer. Eine besonders auffällige und zielstrebige Arbeit, die mit dem begehrten Wanderpreis belohnt wurde. Dazu auch an dieser Stelle nochmal unseren herzlichen Glückwunsch, auch an alle Teilnehmer, die das Glück hatten, den Prüfungstag mit Zeugnis und Urkunde zu verlassen.

Die Prüfungsleitung und natürlich unserer fleißiger Helfer vor Ort bedanken sich auch auf diesem Wege nochmal besonders bei den Revierinhabern und/oder Pächtern für die Reviere, die uns an diesem Tag zur Verfügung gestellt wurden. Wir wurden herzlich aufgenommen und hoffen, dass wir auch mal wieder anklopfen dürfen.

Mit anregenden Gesprächen und Diskussionen ging ein herbstlicher Prüfungstag zu Ende – Ho-Rüd-Ho

F.S. 16.9.2018

Richterschulung 2018

Mit der neuen Prüfungsordnung für die Zuchtprüfungen (VJP und HZP), die ab dem 01.01.2018 gültig ist, werden sich ein paar Sachen im neuen Prüfungsjahr ändern.

Aus diesem Grund fand am 08.07.2018 fand im Hotel Deutsch Krone in Bad Essen eine Richterschulung mit dem Referenten Ferdinand Schlattmann statt. Es fanden sich Verbandsrichter und Richteranwärter, als auch ein paar Hundeführer am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr im Tagungsraum ein, um gespannt und interessiert den neuen Änderungen zu lauschen. In reger Diskussion wurden alle neuen und wichtigen Aspekte der VZPO angesprochen und in Fallbeispielen erläutert.

Einige wichtige Punkte sind hier zusammengefasst:

  • Vor Beginn:
    Zur Nennung einer Prüfung ist eine Kopie der aktuellen Ahnentafel beizulegen

  • Die Richterbesprechung
    im Vorfeld der Prüfung soll offen, also mit den Hundeführern, stattfinden

  • Neue Reihenfolge:
    Die Reihung punktgleicher Hunde erfolgt auf diese Weise: Härte – Laut (Spur-, Sichtlaut) – Gehorsam – Alter

  • Nicht lautes Jagen
    muss dokumentiert werden

  • Verhaltensbeurteilung:
    ab sofort muss über den gesamten Prüfungstag das Verhalten des Hundes dokumentiert werden

  • Im Fach Nase
    wurde die „Kleinvogelwitterung“ mit aufgenommen

  • Einwirken beim Fehlverhalten
    beim Bringen ist möglich, jedoch mit Punktabzug

Viele Punkte wurden heiß diskutiert; im Gespräch wurde deutlich, dass es an einigen Stellen doch noch offene Punkte gibt, die unterschiedlich ausgelegt werden können. Einen großen Dank an Ferdinand Schlattmann, der mit seiner jahrelangen Erfahrung im Verbandsrichterwesen den ein oder anderen guten Rat mitgeben konnte und die Fragen aus dem Publikum sicher beantworten konnte.

Nun können alle Richter gestärkt und mit frischen Wissen in die Herbstprüfungssaison starten!

Vielen Dank auch an Helmut Dierker und dem Kurzhaarklub Artland-Emsland für die tolle Organisation und Bewirtung während der Veranstaltung!

LW

Mein Hut der hat 3 Ecken …..

aber dieser, um den es hier geht, ist etwas ganz besonderes – es geht um den „Doktor-Hut“. Den hat sich unser Mitglied Luisa Weber erarbeitet und redlich verdient. Nach dem Studium und Ausbildung zur Tierärztin hat sie promoviert und nun den ersehnten Doktor-Hut mit dem Titel erworben. Dazu gratulieren wir ganz herzlich und sind stolz auf eine so aktive Frau Dr. med. vet. Luisa Weber in unseren Reihen.

Wir kennen sie als aktive Hunde Ausbilderin und Führerin mit ganz hohen Zielen. Nichts bleibt da dem Zufall überlassen, alles muss bis auf den Punkt stimmen, das ist ihr Anspruch. Mit dieser Anforderung an sich selbst ging sie im letzten Jahr auch zur Internationalen Kurzhaar-Prüfung (IKP) nach Ungarn. Mit dabei Ihre Hündin „Aska vom Vöhteich“. Im Gespann bewältigten sie die international hohen Anforderungen und bestanden die Prüfung mit voller Punktzahl im ersten Preis (darüber haben wir separat bereits berichtet).

Das ist aber nur eine Seite von Luisa Weber. Seit 2014 hat sie auch einen eigenen Deutsch-Kurzhaar-Zwinger „Vom Eichendorf“ und ist bestrebt, umsichtig und mit Sachverstand die Arbeiten ihres Großvaters und Vaters weiter zu führen. Dabei steht ihr Sven Vollmer stets zur Seite, der mit seinem Rüden „Nikolaus vom Pittental“ schon ähnliche Erfolge erzielen konnte. Er unterstützt seine Luisa, wo immer er kann. Um den noch recht jungen Zwinger zu festigen, versucht Luisa Weber mit dem richtigen Blut eine fundierte Mutterlinie aufzubauen und auch dabei wünschen wir Ihr viel Glück und eine gute Hand. Gerade hat sie mit einer neu erworbenen Junghündin „Baja von der Madlage“ auf der Zuchtschau im Rheinland einen hervorragenden 1. Platz mit „Sehr gut“ erreicht. Ein weiterer Schritt, das Fundament im Zwinger „Vom Eichendorf“ zu festigen.

So kennen wir sie, immer fröhlich gestimmt, immer lustig, freundlich und zielstrebig – immer im Fokus, das nächste Ziel zu erreichen.

Das nächste Ziel steht für sie schon fest – mit ihrer Hündin „Aska vom Vöhteich“ die Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung zu bestehen. Vom 11. bis 14. Oktober stellt sie sich in Viöl (Schleswig-Holstein) den hohen Anforderungen dieser Ausleseprüfung. Um allein die Zulassung zu dieser Prüfung zu bekommen, müssen erstklassige Leistungen auf vorausgegangenen Prüfungen dokumentiert sein. Ein weiter Weg und ein hohes Ziel, aber auch die Chance, sich ggf. mit dem Titel „KS – Kurzhaasieger“ zu schmücken. Dazu wünschen wir ihr schon heute, wie auch den anderen Teilnehmern, viel Glück und Erfolg.

F.S.

….als die Römer frech geworden

dieses alte Studentenlied war eines der Signale, die die Jagdhornbläsergruppe im Hegering Engter vortrugen. Unter der Leitung von Markus Zahn eröffneten Sie die heutige Zuchtschau auf dem schönen Anwesen der Familie Groß-Klußmann in Kalkriese. Das Zuchtschaugelände dort ist eingebettet und umrandet von alten Buchenwäldern, satten Wiesen und Feldern, ein hervorragendes Ambiente für diese Veranstaltung.

Der Hausherr und gleichzeitig Zuchtwart des Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V. Ludwig Groß-Klußmann begrüßte dann die zahlreichen Gäste von nah und fern, besonders aber die Hundeführer/innen mit ihren Hunden. Ein besonderer Willkommens-Gruß galt dem heutigen Zuchtrichter Hubertus Krieger. Er war aus dem hohen Norden angereist und hatte bereits über 4Stunden Autofahrt bewältigt, um bei uns fast 40 Hunde zu bewerten. Ihm zur Seite standen Ferdinand Schlattmann und als Zuchtrichter-Anwärterin Frau Marion Bertling aus Salzbergen.

In 4 Gruppen (Jugendklasse Rüden, Altersklasse Rüden, Jugendklasse Hündinnen und Altersklasse Hündinnen) wurden die Deutsch-Kurzhaar-Hunde vorgestellt. Die Bewertung unterliegt der Zuchtordnung des Deutsch-Kurzhaar-Verbandes und damit der Ordnung des VDH (Verband für das deutsche Hundewesen).

Die gemeldeten Hunde mussten sich zunächst einer Augen-und Gebisskontrolle unterziehen. Mögliche Fehler werden dabei festgestellt und dokumentiert. Hunde aus den schon genannten Gruppen wurden einzeln aufgerufen und im abgesteckten Feld (Ring) vorgestellt. Zu bewerten sind dann der Gesamteindruck des Hundes, die Größe (Hündinnen 58-63 cm, Rüden 62-66 cm), die Bewegung in verschiedenen Gangarten, die gezeigte Ruhe/Ausgeglichenheit, das Haarkleid und noch viele Details aus der schon genannten Verordnung.

Mit viel Sachverstand und Wissen um Deutsch-Kurzhaar gelang es Hubertus Krieger in verständlichen Worten diese Besonderheiten heraus zu filtern und dem Publikum verständlich zu machen. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, wenn man sehr aufmerksames und fachkundiges Publikum um sicher herum weiß.

Aufgelockert wurde das gesamte Programm immer wieder durch die Bläsergruppe, die in gekonnter Manier Signale und Fanfaren in sauberer Klangart vortrugen. Eine große Bereicherung für die jährlich wiederkehrende Veranstaltung, die von der Zuchtschauleitung mit großem Dank bedacht wurde.

Zur Annehmlichkeit dieser Veranstaltung gehört auch die Versorgung mit Imbiss und Getränken, die die kurzweilige Veranstaltung begleiten.

Die überwiegende Zahl der erschienenen Hunde konnte mit dem Formwert „Sehr gut“ den Ring verlassen. Einige, besonders auffällig schöne und nahezu fehlerfreie Hunde, wurden mit dem Formwert „Vorzüglich“ bedacht. Insgesamt ein breites, formschönes Feld von jungen und älteren Hunden, wobei besonders die Jugend als Basis für die Fortsetzung der Zucht von besonderer Bedeutung ist.

In seinen Schlussworten sprach Ludwig Groß-Klußmann den Züchtern des Klub Artland-Emsland e. V. seinen besonderen Dank aus. Sie sind es, die in liebevoller Arbeit den Fortbestand einer gesunden Zucht sichern. Als sichtbares Zeichen dafür konnten aus dem Zwinger „Vom Dinkelhof“ zwei vielversprechende Zuchtgruppen vorgestellt werden, die das 50jährige Zwinger-Jubiläum besonders zum Ausdruck brachten. Hierfür bekam Paul Bockhold als Inhaber/Gründer dieses geschützten Zwingers einen besonderen Applaus und unseren „Glückwunsch“.

Ein extra „Leckerli“ hat dem Vorstand des Klubs besonders gut geschmeckt – die neuen Mitglieder. Junge Nachwuchs-Führer/innen, die ihren ersten Hund neben den Leistungsprüfungen nun auch auf ihrer ersten Zuchtschau vorstellten. Auch das spricht für die Harmonie und den Zusammenhang. Beides ist eine der wichtigen Aufgaben in der Vorstandsarbeit. An dieser Stelle nochmals „Herzlich Willkommen“ den neuen Mitgliedern im Kreis des Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V.

Diese sehr gut besuchte Zuchtschau klang aus mit einer eigens dafür organisierten Grill-Party im Garten der Familie Groß-Klußmann – „herzlichen Dank“ dafür von allen Beteiligten, besonders für die vielen Helfer im Hintergrund.

4. 6. 2018 F.S.

Jahreshauptversammlung 2018

Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V.

Wie in den vergangenen Jahren auch, trafen sich die Mitglieder des Klubs zur ausgeschriebenen Jahreshauptversammlung nach der Zuchtschau in Bramsche-Kalkriese.

In seiner Eröffnungsansprache begrüßte der Vorsitzende Helmut Dierker die Anwesenden, besonders aber die neuen Mitglieder. Sein Tätigkeitsbericht beschränkte sich auf Besonderheiten des Verbandes Deutsch-Kurzhaar und auf Erneuerungen in der Zucht- und Prüfungsordnung. Da diese Veränderungen in Teilen von großer Bedeutung sind, hat der Vorstand eine Richterschulung ausgeschrieben, die am 8. Juli 2018 im Hotel Deutsch-Krone um 9.00 Uhr stattfindet. Wegen der Wichtigkeit ist die Teilnahme der eigenen Richter vorgeschrieben.

Auch die Beiträge der anderen Vorstandsmitglieder wurden bewusst kurz gehalten wegen der bevorstehenden Wahlen. André Schiebener berichtete über die finanzielle Situation und bekam auf Antrag der Kassenprüfer die einstimmige Entlastung.

Ludwig Groß-Klußmann präsentierte stolz das Zuchtaufkommen der vergangenen Jahre und wies darauf hin, dass der Klub Artland-Emsland seit Jahrzehnten immer unter den ersten 3 bis 5 Klubs im Zuchtaufkommen des DK-Verbandes liegen. Erfreut war er auch über die gute Zusammenarbeit mit den Züchtern und lobte die besichtigten Zwingeranlagen, z. T. vom „Feinsten“.

Detlef Henke gab einen Abriss seiner Arbeiten und stellte dabei besonders die Zuchtrüden-Vorstellung 2017 Dinklage in den Vordergrund. Der dafür neu gestaltete Katalog fand große Zustimmung und wird auch heute noch als Nachschlagewerk angefordert. Abschließend wies er noch auf die neue Datenschutz-Gesetzgebung hin. Sie erfordert eine Überarbeitung verschiedener Informationsquellen und ggf. auch eine Überarbeitung unserer Satzung. Aus diesem Grunde ist unsere Internetseite z. Zt. off-line. Wir hoffen aber, dass ausstehende Berichte bald veröffentlicht werden können.

Abschließend erhielt der Gesamtvorstand die einstimmige Entlastung der anwesenden Mitglieder.

Neu zu wählen war der erste Vorsitzende, der stellv. Zuchtwart und der stellv. Geschäftsführer.

Im Vorfeld hatte Helmut Dierker sich bereit erklärt, im Falle einer Wiederwahl die Arbeit für eine weitere Periode fortzuführen. Der stellv. Zuchtwart Walter Galisch aus Osnabrück stand auch zur Wiederwahl an. Der bisherige stellv. Geschäftsführer Carsten Boers aus Bad Iburg bat aus beruflichen Gründen um Entlastung.

Hier nun das Ergebnis der Teilerneuerung des Vorstandes:

  1. Vorsitzender Helmut Dierker, Bad Essen Stellvertreter: Bernhard Hönemann, Dinklage
  2. Geschäftsführer André Schiebener, Nordhorn Stellvertreter: Marion Bertling, Salzbergen
  3. Zuchtwart Ludwig Groß-Klußmann, Kalkriese Stellvertreter: Walter Galisch, Osnabrück
  4. Öffentlichkeitsarbeit Detlef Henke, Lemförde

Teilerneuerung deshalb, weil lt. Satzung immer nur ein Teil des Vorstandes zur Wahl steht und im Notfall der verbleibende Vorstand weiterarbeiten kann. Carsten Boers erhielt für seine Vorstandsarbeit anhaltenden Beifall und wir alle hoffen, dass er uns auch als weiterhin als erfahrener Verbandsrichter zur Verfügung steht.

Als neues Mitglied im Vorstand steht nun Frau Marion Bertling aus Salzbergen als stellvertretende Geschäftsführerin André Schiebener zur Seite. Wir wünschen ihr viel Freude an der neuen Aufgabe, gute Zusammenarbeit und starke Nerven. Ihre bisherigen Aufgaben hat sie immer mit Bravur gemeistert. Sie führt nicht nur, sie ist seit Jahren Leistungs-Richterin, Verbands-Schweiß-Richterin, hat inzwischen auch auf internationalen Prüfungen gerichtet und steht nun kurz vor der Prüfung als Zuchtrichterin für Deutsch-Kurzhaar. In ihr haben wir eine Frau gefunden, die Freude am Deutsch-Kurzhaar hat und die ihre Aufgaben mit größter Zuverlässigkeit erledigt.

Zum Abschluss der diesjährigen Hauptversammlung wurde André Schiebener noch mit großem Lob bedacht. Seit vielen Jahren verrichtet er seine Arbeit, deren Umfang hier kein Platz findet. Nach eigener Aussage macht vieles auch Spaß, sonst würde wohl kaum jemand so eine Aufgabe übernehmen. Manchmal aber geht auch so manches in die falsche Richtung – und da kann jeder von uns mithelfen, das zu ändern. Es muss ja nicht sein, dass oft schon dafür bekannte Führer den Nennschluss vergessen, aber darauf bestehen, angenommen zu werden. Was das an zusätzlicher und unerfreulicher Arbeit mit sich bringt, kann nur der ermessen, der es selber mal gemacht hat. Nenngelder müssen mit der Anmeldung überwiesen werden, so steht es in der Ausschreibung. Leider sieht der Alltag ganz anders aus, auch das muss nicht sein. Hier können wir alle mithelfen, ihm die Arbeit etwas zu erleichtern. Der öffentliche, besondere Dank für André Schiebener war also mehr als überfällig und wir hoffen, dass er mit seiner neuen Unterstützung weiterhin die vielfältigen Aufgaben erledigen kann.

In gemütlicher Runde mit Kaffee und Kuchen endete die diesjährige Jahreshauptversammlung 2018.

F.S.

Versicherung von Jagdhunden

Gemäß einer Anfrage an die Landesjägerschaft können wir folgendes bestätigen:

Sehr geehrter Herr Schlattmann,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Der Versicherungsschutz gilt für alle nach landesrechtlichen Vorgaben (Niedersachsen) als brauchbar anerkannten Jagdhunde von Mitgliedern der Landesjägerschaft Niedersachsen.
Selbstverständlich gilt dies auch für Hunde, die z.B. die HZP/ Solms plus Zusatzfächer oder die VGP mit Übernachtfährte bestanden haben.

Mit freundlichen Grüßen
und Waidmannsheil,

Stephan Johanshon
Geschäftsführer 

Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.
Schopenhauerstraße 21
30625 Hannover

Tel.:0511-530430
Fax:0511-552048

sjohanshon@ljn.de
www.ljn.de
www.facebook.com/ljnds

Derby III – Sonne pur – im Grünen

Ungewöhnlich warm war dieser April Tag. Die Natur explodierte förmlich und zeigte sich im schönsten, saftigen Grün, das eigentlich dem Monat Mai zugeschrieben wird. Schon früh morgens brachte die Sonne angenehme Wärme für die versammelten Hundeführer/innen mit ihren Hunden aus verschiedenen Rassen. Das heutige Derby III war auch für die VJP (Verbands-Jugend-Prüfung) ausgeschrieben.

Die überwiegende Zahl der Deutsch-Kurzhaar Hunde wurde bereichert durch Deutsch-Drahthaar und Kleine Münsterländer.

Da für den heutigen Tag Temperaturen von weit über 20 ° C angesagt waren, hatte die Prüfungsleitung mit André Schiebener alle Voraussetzungen geschaffen, damit die einzelnen Gruppen schnellstens mit der Suchenarbeit beginnen konnten. Der plötzliche Wärmeanstieg machte auch den Hunden zu schaffen. Suchengänge von jeweils ca. 15 Minuten im flotten Tempo verlangt auch Hunden, die noch über wenig Kondition verfügen, alles ab. Bei den ersten Wildberührungen war das Interesse der Hunde dann besonders hoch und so konnten auch die weniger erfahrenen „Erstlings-Führer“ zum Teil tolle Leistungen ihrer Vierbeiner vorweisen. Dieser Erfolg ist aber auch nur dann möglich, wenn entsprechender Wildbesatz vorhanden ist. Ohne Wild kann der bestens veranlagte Hund keine Leistung zeigen.

Das die gesamte Prüfung bereits in den Vormittagsstunden zu bewältigen war, lag nicht zuletzt auch an den hervorragenden Kenntnissen der Revierführer. Sie haben den Hunden, aber auch den Führern/innen sehr geholfen und dafür gibt’s nur ein Wort: Danke!

Ohne das große Verständnis der Revierinhaber und Pächter für eine waidgerechte Vorbereitung und Prüfung unserer Hunde wäre alle Arbeit umsonst. Diese jungen Hunde sind es, die uns Jägern und auch Züchtern für den Jagdbetrieb der nächsten Jahre zur Verfügung stehen. Das ist „Waidgerechtigkeit“ – nur mit jagdlich brauchbaren Hunden zu jagen. Das ist unsere Aufgabe und dafür tun wir viel, manchmal zu viel aus Sicht unseres Umfeldes. Ohne das große Verständnis der Familie, der Frau, Freundin, Freund oder Partner ist es in der heutigen Zeit kaum möglich, unsere Hunde auf ihre späteren Aufgaben richtig vorzubereiten. Auch dafür sagen wir an dieser Stelle einmal „Danke“.

Nachstehend die Leistungen und Ergebnisse der einzelnen Gruppen:

Gruppe I

Seppi II vom Heeker Eichengrund KLM für die VJP geführt von Herrn Heinz Amshove, Heek mit 67 Punkten
Rieke vom Dinkelhof
DK geführt von H.Derling, Vreden I. Preis
Alpha vom Tinnershof
DK geführt von H. Gerleve, Nottuln I. Preis
Baxter vom Steinbrink
DK geführt von M. Wolters, Ahlen I. Preis

Gruppe II

Sepp vom Dinkelhof DK geführt von Paul Bockhold, Heek I. Preis
Siska vom Dinkelhof
DK geführt von Sigrid Bockhold, Heek I. Preis
Sapo vom Dinkelhof
Dk geführt von R. Heuing, Heek I. Preis Suche 4h (hervorragend)
Rudi II vom Dinkelhof
DK geführt von B. Müter, Heiden I. Preis

Gruppe III

Nele vom Schultenort DD geführt von Ulrich Scho, Ochtrup 69 Pkt.
Erny vom Brikbusch
Dk geführt von Ph. Overhaus, Lüdingh. II. Preis
Quilla del valle de Carranza
geführt von M. Koslowski I. Preis aus Grevenbroich, Nase 4h (hervorragend)
Cara vom Hülster Holt
DK geführt von B. Kohlwey, Reken I. Preis Vorstehen 4h (hervorragend)

Gruppe IV

Rosa vom Dinkelhof DK geführt von M. Brinkkötter, Steinfurt II. Preis
Stella vom Dinkelhof
DK geführt von Th. Boyer, Lingen I. Preis
Aika vom Tinnershof
DK geführt von Hubert Fels, Nottuln I. Preis
Saco vom Dinkelhof
DK geführt von Andreas Bähre, Essen I. Preis

Allen Teilnehmern/innen herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Anlage-Prüfung Derby und zur bestandenen VJP (Verbands-Jugend-Prüfung)

Nach einem gemeinsamen Essen und der Preisverteilung wurde in kleineren Gruppen fleißig diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

Der Prüfungsleiter André Schiebener verabschiedete alle mit dem Hinweis auf rechtzeitige Anmeldung zur diesjährigen Zuchtschau am 3. Juni in Bramsche-Kalkriese. Nennschluss ist der 19. Mai 2018

21. April 2018 Ferdinand Schlattmann

Hervorragend – bei Wind und Wetter

….so verlief der Tag des II. Derbys um Bad Essen. Diese Prüfung war auch ausgeschrieben als VJP (Verbands-Jugend-Prüfung). Gemeldet waren 15 Hunde, 13 Deutsch-Kurzhaar, 1 Deutsch-Drahthaar und ein Weimaraner.

Beim morgendlichen Sonnenschrein trafen sich die Teilnehmer am Hotel Deutsch-Krone in Bad Essen. Zwar schien die Sonne schon recht früh, der Wind war allerdings sehr stramm und gefühlt „eisig kalt“. Das änderte sich zwar im Laufe des Tages und gegen Mittag zeigte das Thermometer bereits über 20° C. Von dem starken Wind mal abgesehen, beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Prüfungstag. Nach der Registrierung der Hunde mit ihren Führer/innen begann dann die Augen und Gebisskontrolle. Einige Hunde fanden das gar nicht so gut, wenn da ein „Fremder“ an die Zähne will. Die überwiegende Zahl hatte damit überhaupt kein Problem, da sie das offenbar auch geübt hatten. Wer da noch Bedarf hat, sollte mit der Übung bald beginnen, denn auf der bevorstehenden Zuchtschau am 3. Juni in Bramsche-Kalkriese wird jeder Hund durch einen Spezial-Zuchtrichter nochmal kontrolliert. Die übrigen Formalitäten waren schnell erledigt und so konnten drei Gruppen mit jeweils 5 Hunden ihre Arbeit im Feld beginnen.

Diese Frühjahrsprüfungen Derby/VJP sind „Anlage-Prüfungen“. Überprüft wird hier, ob und wie der Hund sich auf seine künftige Arbeit auf der Jagd einstellt. Ob er suchen und finden will, ob und wie er die Witterung von Wild wahrnimmt, ob und wie er durch „Vorstehen des Wildes“ seinen Führer aufmerksam macht usw. Eine überaus spannende Angelegenheit für Führer/innen und auch für die Verbandsrichter, die die Arbeiten zu bewerten haben. Notwendig sind dafür allerdings Reviere, die über einen entsprechenden Wildbesatz verfügen. Das war in den heute zur Verfügung stehenden Revieren ausgezeichnet und dafür gilt unser Dank besonders den Revierinhabern und auch den Revierführern. Das ist eine gute, aber auch notwendige Voraussetzung, damit die Hunde zeigen können, wo ihre Stärken, oder evtl. auch ihre Schwächen liegen. Das Ergebnis zeigt das überdurchschnittliche Niveau der heute vorgestellten Hunde. Ein Erfolg unserer verantwortungsvollen Züchter, die durch wohl bedachte Planung bei der Anpaarung dieses Ziel erreichen konnten.

Die Führer/innen sollten sich aber auf diese Ergebnisse nicht „ausruhen“. Intensive und fachgerechte Weiterbildung steht nun auf dem Programm, denn die nächsten Prüfungen im Herbst stehen schon vor der Tür. Da wird sich dann zeigen, ob die Anlagen weiter entwickelt und gefördert wurden.

Der heutige Prüfungstag war ein voller Erfolg und das zeigt sich in den nachstehenden Ergebnissen:

Gruppe I

  • Danja vom Brunnen Weimaraner-Hündin VJP 70 Punkte geführt von Fritz Mithöfer, 49324 Melle
  • Balu vom Gattberg DK Deutsch-Kurzhaar-Hündin I. Preis Benotung 3 x 4h (für Nase, Suche und Vorstehen hervorragend) geführt von Bastian Lindner, 49326 Melle
  • Balko vom Gattberg geführt von Julia Klemann, Belm I. Preis
  • Betty vom Gattberg geführt von Christa Huser, Bissendorf I. Preis
  • Bosse vom Steinbrink geführt von Detlef Henke, Lemförde I. Preis

Gruppe II

  • Dinka III vom Spanger-Forst Deutsch-Drahthaar-Hündin 74 Punkte geführt von Dr. Hartwig Rolle, 49124 Georgsmarienhütte
  • Gina Tecklenburg DK geführt von Mathis Fricke, Bad Essen I. Preis
  • Inka vom Esterhof DK geführt von Stefan Hilgemann, Ladbergen 3 x 4h (für Nase, Suche, Vorstehen hervorragend) I. Preis
  • Anton v. d. Schwieteringsburg DK gef. von Franz Reckers, Salzbergen Benotung 4h für die Nasenleistung I. Preis
  • Cox vom Mölder DK geführt von Martin Jenske, 59557 Lippstadt 3 x 4h (für Nase, Suche, Vorstehen hervorragend) I. Preis

Gruppe III

  • Charly v. Goldensberg DK gef. von M. Blankmann, Dohren I. Preis
  • Jakito v. Knappen Ort DK gef. von M. Schwietert, Belm III. Preis
  • Anders v. d. Schwieteringsburg, M. Mohs, Neuenkirchen II. Preis
  • Gringo Tecklenburg DK gef. René Millert, 48565 Steinfurt I. Preis
  • Nanga z Buchowca DK R. Scheggetman, Haaksbergen NL I. Preis

Allen Teilnehmern/innen „Herzlichen Glückwunsch“ zur Leistung ihrer Hunde und weiterhin viel Freude damit.

F.S.

Wichtige Mitteilung zur Versicherung von Jagdhunden

Mit Beginn des neuen Jagdjahres tritt für Jagdhunde von Mitgliedern der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) ein neuer Versicherungsschutz in Kraft. Danach sind diese bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr – ­sofern sie eine Brauchbarkeitsprüfung absolviert haben oder sich bis zum zweiten Lebensjahr in der Ausbildung befinden – auf Drück- und Treibjagden gegen Unfälle versichert..

Die LJN hat darüber mit der Versicherung VGH einen Rahmenvertrag abgeschlossen. Der Unfallschutz erstreckt sich auf Unfallereignisse in Niedersachsen und in den angrenzenden Bundesländern. Leistungen aus der Versicherung gibt es bei Tod, Nottötung und Verletzung des Hundes infolge eines Unfalles während einer Gesellschaftsjagd. Die vereinbarte Versicherungssumme beträgt höchstens 4000 Euro, bei Tod ­maximal 2000 Euro pro Hund und Schadensfall. Pro Schadensfall gilt eine Selbstbeteiligung von 150 Euro. Für Jagdhunde während der Ausbildung halbiert sich die Versicherungssumme. Kommerziell eingesetzte Hundemeuten sind nicht versichert. Die Versicherung wird aus Mitteln der Jagd­abgabe gefördert. mh

Versicherung_2018Jagdhunde sind ab sofort in Niedersachsen auf Drück- und Treibjagden gegen Unfälle verschert.

Foto: Michael Stadtfeld

Wichtig für Richteranwärter und Obleute

Auf der Hauptversammlung des JGHV am 18.03.2018 wurde auf Antrag nachfolgende Änderung der „Ordnung für das Verbandsrichterwesen“ beschlossen.

Zukünftig wird der Richteranwärterausweis am Prüfungstag vom Richterobmann unterschrieben. Der Richteranwärterausweis wird nicht -wie bisher- mit dem Richteranwärterbericht mitgeschickt, sondern verbleibt beim Richteranwärter.

Nachfolgend der Text des §4 der Verbandsrichterordnung

(3) b) Über jede Prüfung ist innerhalb von 2 Wochen ein Richteranwärterbericht doppelt zu erstellen und an den Richterobmann, bei Fachrichtergruppen an die Richterobleute zu senden. Ein kommentiertes Exemplar schickt der RO (…) an den RA zurück.
(3) c) Die Bestätigung auf dem Richteranwärterausweis durch den RO ,…, erfolgt direkt nach Beendigung der Prüfung…………….

Ein Auftakt nach Maß

Derby I um Bakum 11. 3. 2018

Verwöhnt waren wir ja nicht mit dem Wetter in den zurück liegenden Monaten. Für den heutigen Tag kündigte der Wetterbericht dennoch Temperaturen im zweistelligen Bereich an. Allerdings hatte man uns den stark von Osten einfallenden Wind vorenthalten, der das Ganze wiederum ungemütlich machte. Trotzdem verstanden es unsere Jährlinge, ihre Anlagen z. T. in Vollendung zu zeigen. Wenn es dennoch mal zu einem „Patzer“ kam, war das auch kein Beinbruch – die Bedingungen für die Einarbeitung der jungen Garde war eben nicht gut, hinzu kommt noch der z.T. erhebliche Mangel an Niederwild. Damit hatten wir hier, in dem schönen Revier Bakum keine Probleme. Wie alljährlich empfing uns unser stellv. Vorsitzender Bernd Hönemann mit seinen Gehilfen zum ersten Derby, das schon aus Tradition hier durchgeführt wird. Was Hege und Pflege eines Reviers ausmacht, ist hier immer wieder zu sehen und das macht richtig Freude. Hier kann man den Hunden noch Wild zeigen, sehr zur Freude der Führer und Richter. An dieser Stelle noch einmal „Herzlichen Dank“ von uns allen, Bakum ist die längste Anreise wert.

Gemeldet waren 16 Hunde, aufgeteilt in drei Gruppen. Die Prüfungsvorbereitung und die Leitung der heutigen Veranstaltung hat ebenso schon Tradition. Unser Geschäftsführer André Schiebener ist immer auf den Punkt vorbereitet und sorgte mit Umsicht und Ruhe für den reibungslosen Ablauf dieser Prüfung. Dabei helfen ihm natürlich auch die vorher benannten Verbandsrichter, denen gerade bei Anlageprüfungen eine große Verantwortung zukommt. Der große Abschluss bildet dann das gemeinsame Essen. Auch das hat schon Tradition im Hause Brennerei Meistermann. In diesem Haus, mit viel Flair und Atmosphäre fühlen wir uns seit Jahrzehnten bestens aufgehoben und hoffen, dass das noch lange so bleiben kann. An dieser Stelle auch einmal ein großes „Dankeschön“ an die Küche, die uns immer bestens versorgt.

Gesättigt und gut gelaunt nahmen die Führerinnen und Führer ihre Zeugnisse entgegen. Als kleines Beiwerk gab es noch eine Erinnerungsplakette oder auch eine „grüne DK Artland-Emsland Mütze“ Damit ging wieder ein schöner Prüfungstag zu Ende, aber der nächste steht schon vor der Tür 7. 4. 2018 um Bad Essen. F.S.

Nachstehend die Ergebnisse Derby I um Bakum

Gruppe I

  • Anni von der Schwieteringsburg, Führer Chr. Woltering, Neuenkirchen I. Preis
  • Ally von der Schwieteringsburg, Führer Peter Denning Neuenkirchen I. Preis
  • Amy von der Schwieteringsburg, Führer A. Lammerding, Neuenkirchen I. Preis
  • Anders v. d. Schwieteringsburg, Führer Markus Mohs, Neuenkirchen o. Preis
  • Becki vom Steinbrink, Führer Alexander Feldmann, Neuenkirchen I. Preis

Gruppe II

  • Grando Tecklenburg, Führerin Anne Menger, 59227 Ahlen I. Preis
  • Gustel Tecklenburg, Führer Paul Ehring, Remscheid I. Preis
  • Greta Tecklenburg, Führerin Anne Rickes I. Preis
  • Gauner Tecklenburg, Führerin Christine Kleier I. Preis
  • Batmann vom Gattberg, Führer S. Brunhöver, Lingen I. Preis
  • Bilbo vom Gattberg, Führerin Daniela Sasse, Westerkappeln I. Preis

Gruppe III

  • Jule v. d. Königsleite, Führer Karl F. Mählmann, Stemwede I. Preis
  • Britt v. d. Niederheide, Führer Willy W. Immken, Gehlenberg I. Preis
  • Janka v.d. Königsleite, Führer Markus Putthoff, Damme o.Preis
  • Jubilee vom Mausberg, Führer Karl F. Mählmann, Stemwede I. Preis
  • Baja von der Madlage, Führerin Luisa Weber, Geseka I. Preis

Wichtige Mitteilung an unsere Mitglieder Richterschulung neue VZPO

Vorsorglich weisen wir schon heute darauf hin, dass wir eine offizielle Richterschulung zum Thema VZPO

               am Sonntag, 8. Juli 2018

in Bad Essen anbieten.

Die Teilnahme für unsere Verbandsrichter ist Pflicht, da doch sehr viele Änderungen gegenüber der alten PO zu diskutieren sind. Alle Hundeführer laden wir ebenso herzlich ein, damit Sie auf der nächsten Prüfung keine böse Überraschung erleben.

Aus organisatorischen Gründen melden Sie sich bitte per e-mail bei André Schiebener an

             andreschiebener@t-online.de

Von ihm erfahren Sie dann auch nähere Details.

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk …

wurde unserem Mitglied Marcel Driezes zuteil. Wer das soeben eingetroffene Kurzhaarblatt aufmerksam gelesen hat konnte feststellen, dass Marcel mit seinem Rüden „Gerald z Brilicke Zatoky“ einen beachtlichen 3. Platz im Rüdenfeld einnehmen konnte. Sein Rüde brachte auf der diesjährigen IKP in Ungarn „Sehr gute“ Leistungen in allen geforderten Fächern. Besonders hervorzuheben ist dabei die Suche, die mit „hervorragend“ 4h bewertet wurde. Ausführlich haben wir darüber bereits im Oktober d. J. auf unserer web-site berichtet. Einen dritten Platz unter den ersten 10 Rüden auf einer Internationalen Kurzhaar-Prüfung, mit insgesamt 206 geprüften Hunden zu belegen, ist schon eine besondere Auszeichnung. Hinzu kommt noch, dass Marcel mit seinem Rüden für die Schausuche vorgeschlagen wurde. Damit aber noch nicht genug – bei der Formwertbeurteilung am ersten Tag dieser großen Prüfung erhielt der Rüde die Bestnote „Vorzüglich“. In gekonnter Manier hat Iwona Porebska/Driezes den Rüden im Ring vorgestellt. Es ist schon etwas Besonderes zu sehen, wie sie es fertig bringt, einen Hund mit all seinen Vorzügen ins rechte Licht zu stellen. Sie versteht es ausgezeichnet, auch jedes Detail so zu platzieren,  dass es seine Wirkung nicht verfehlt. Zu dieser besonderen Leistung und Auszeichnung gratulieren wir ganz herzlich und sind stolz auf ein so leistungsstarkes Team, das uns auf der diesjährigen IKP in Ungarn vertreten hat.

Der Vorstand Artland-Emsland e. V.

VGP II um Bad Essen am 28.-29.10.2017

…zum guten Schluss…

Der Wettergott hatte zum Glück Gnade mit den angereisten Hundegespannen und der Richtergruppe. Das Wetter war deutlich schlechter angesagt- zum Glück konnten alle die beiden Tage – auch wenn es teilweise ziemlich starke Böen waren- zumindest trocken überstehen. Wobei vom Überstehen nicht die Rede sein kann. Beide Hundeführer hatten ihre Hunde wirklich sehr gut auf diese Meisterprüfung vorbereitet. Und das ist sie wahrhaftig, eine Meisterprüfung. Denn die Hunde müssen sich in über 30 Fächern beweisen und ihre Arbeiten unter Beweis stellen. Das macht man nicht mal eben so. Früh morgens machten wir uns zunächst auf die Suche nach den Fasan, brauchen wir diese doch für die Vorstehleistung und das Benehmen am eräugten Federwild. Zum Glück kamen wir auch recht zügig an das Wild, was jedoch dem ein oder anderen Hund animierte, erstmal „jagen“ zu gehen – so oft hat man ja heutzutage leider nicht mehr so einen guten Niederwildbesatz wie wir es hier in den Revieren um Wimmer vorgefunden haben. Als dann aber alle wieder am Bord waren, ging es weiter zur Schweißarbeit. Wie sagt man so schön, Schweißarbeit ist Fleißarbeit. Da kam doch ein Führer mächtig ins Schwitzen, aber es hat sich auch hier gezeigt, man muss seinem Hund vertrauen. Bei unserem Damengespann gab es keinerlei Probleme, die beiden fanden „wie im Flug“ zum Stück. Damwild tot klang es dann aus dem Jagdhorn. Nach und nach wurden die weiteren Waldfächer abgearbeitet. Mit kleinen Punktverlusten haben sich beide Kandidaten aber gut geschlagen. Weiter ging es dann mit der Feldarbeit. Schleppen ziehen, Freiverlorensuche und die weiteren Feldfächer mussten geprüft werden. Auch hier zeigten die beiden Gespanne sehr gute Leistungen, die Führer hatten die Hunde wirklich gut vorbereitet. Da war es auch nur noch ein Klacks, die Gehorsamsfächer abzuarbeiten. Somit konnten am ersten Prüfungstag die Fächer kurz und knackig abgearbeitet werden und man konnte am Sonntag – dank der Zeitumstellung – auch eine Stunde länger schlafen. Ausgeruht und topfit ging’s dann zur Wasserarbeit und den restlichen Prüfungsfächern. Trotz der niedrigen Temperaturen waren auch diese Fächer für die beiden Hunde kein Problem. Die zwei VGP-Tage endeten dann in gemütlicher Runde und einem Abschlussessen mit zwei glücklichen Hundeführern, die nun wahre „Meisterhunde“ am Strick haben. Wir wünschen allen nochmals herzlichen Glückwunsch ein kräftiges Waidmannsheil zur bestanden Prüfung.

Hier die Ergebnisse:

Alma vom Osterbeck geführt von Klaus Oertmann, bestanden in einem 1. Preis mit 292 Punkten

Lotte vom Kalkrieser Berg geführt von Anna Heidemann, bestanden in einem 1. Preis mit 313 Punkten

Luisa Weber

VGP I um Coesfeld am 21.-22. 10. 2017

……mit den Launen der Natur

Recht sollte er haben, der Wetterdienst. Wasser wie aus dem Kübel, so sah es morgens, noch ganz früh, aus. Aber pünktlich zur Zusammenkunft der gemeldeten 4 Gespanne zur diesjährigen VGP lichtete sich der Himmel. Sehr zur Freude der Teilnehmer und der angereisten Verbands-Richter. Freundlich wurden wir auf dem Dinkelhof der Familie Bockhold in Heek empfangen und zum deftigen Frühstück eingeladen. Die üblichen Regularien waren schnell erledigt und somit ging es zur ersten Aufgabe der zweitägigen Prüfung. Es ist schon eine enorme Aufgabe für Hund und Führer, über 30 verschiedene Aufgaben in dieser Zeit zu erledigen. Aber immerhin geht es bei der VGP um die „Meisterprüfung“ unserer Jagdhunde. Hier müssen und können sie zeigen, was sie in den letzten Jahren gelernt und nicht vergessen haben. In den schönen Waldungen der Salm-Salm‘schen Forstverwaltung im Borkener Raum empfing uns dann der zuständige Revierförster Udo Hüing. Selbst ein leidenschaftlicher Jäger und Hundeführer, in dessen Revier wir schon zum wiederholten Mal sein durften. Inzwischen meinte es auch der Wettergott gut mit uns und schickte die ersten Sonnenstrahlen durch das herbstliche Laub der zum Teil über 100jährigen Buchen. Als erste Aufgabe waren die Waldfächer zu erledigen. Die Schweißfährten, über Nacht gestanden und 400 m lang, trieben dann die ersten Schweißperlen bei dem einen oder anderen Hundeführer auf die blanke Haut und damit ganz schnell durch Hemd und Jacke. Die Verleitungen durch anderes Wild (Hase, Reh, Rot- und Schwarzwild) waren für manchen Hund interessanter als die künstlich hergestellte Schweißfährte. Alle 4 Prüflinge kamen zwar zum ausgelegten Stück, aber mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die erste Hürde war genommen, aber schon wartete das nächste Schreckgespenst – die Arbeit mit dem Fuchs. Fuchs-Schleppe und Bringen von Fuchs über Hindernis, schreibt sich einfach, ist aber für einige Hunde eine ekelige, weil stinkige Angelegenheit. Einer der Aspiranten verweigerte beide Aufgaben und konnte somit nicht weitergeprüft werden. Ja, so streng sind hier die Prüfungsanforderungen, sehr zum Leidwesen des betroffenen Führers mit seinem Hund. Aber jeder, der Hunde ausbildet und auch führt, kennt diese Situation – auch der Hund darf mal einen schlechten Tag haben – und zweimal am Tag „stinkender Fuchs“, wer mag das schon. Bis zum späten Nachmittag waren dann auch die restlichen Waldfächer geprüft, ohne besondere Vorkommnisse für die verbliebenen drei Gespanne. Der zweite Tag war für die Arbeiten Wasser und Feld reserviert. Wasser gab’s reichlich, zum Teil „strichweise“ zum Teil heftig, aber immerhin. Bei diesen Arbeiten gab es zwar auch unterschiedliche Leistungen, aber jeder Hundeführer wusste durch das „offene Richten“, wo er stand und wo er sich ggf. noch verbessern konnte. Besondere Anforderungen stellt die Prüfungsordnung an den Gehorsam. Hunde, die zur VGP antreten, müssen beweisen, dass sie auch in Ausnahme Situationen ihre Nerven beherrschen und stellen dann oft mit Erschrecken fest, dass Herrchen nervlich völlig „am Ende ist“. Aber so ist sie, die „Meisterprüfung“ – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die Zusammenarbeit Hund und Führer soll so sein, wie sie auch im praktischen Jagdbetrieb gern gesehen wird – harmonisch und einvernehmlich. So endeten dann auch zwei VGP – Tage, die mit einem gemeinsamen Essen ihren Abschluss fanden. Besonderen Dank an dieser Stelle nochmals der Familie Bockhold für den freundlichen Empfang und die schmackhafte Versorgung, Heinz Amshove und Jörg Krabbe für die Vorbereitungen und natürlich dem Revierförster Udo Üing – allen ein kräftiges Ho-Rüd-Ho.

Hier die Ergebnisse:

Hund Nr. 1 Nero II vom Dinkelhof DK geführt von Paul Bockhold 1. Preis mit 312 Punkten

Hund Nr. 2 Quelle von Heek DL geführt von Heinz Amshove, Heek 1. Preis mit 334 Punkten

Hund Nr. 3 Queen II vom Dinkelhof DK geführt von Th. ten Elzen ohne Preis

Hund Nr. 4 Mona v. Kalkrieser Berg DK geführt von Rolf Lindwehr 2. Preis mit 319 Punkten

Uns freut besonders, dass Rolf Lindwehr mit seiner Hündin Mona vom Kalkrieser Berg als „Erstlings-Führer“ dieses Ergebnis erzielen konnte – Waidmannsheil.

Ferdinand Schlattmann

Solms II um Bad Essen

So`n schie…. Wetter

Regen und starker Wind bei der Solms II um Bad Essen

Diese Prüfung stand unter keinem guten Stern. Wolkenbehangen, dunkel und ungemütlich war`s, als sich die Teilnehmer der 2. Solms in Bad Essen trafen. Gemeldet waren 9 Hunde, erschienen dann aber 7. Nach den üblichen Regularien ging die Gruppe II zunächst ans Wasser, die I. Gruppe zunächst ins Feld. Zur Wassergruppe gehörten 3 Hunde, die ihre Aufgaben lt. Prüfungsordnung zu erledigen hatten. Das zunehmend schlechte Wetter machte letztlich auch den Hunden zu schaffen. Es fehlte bei einigen der Vorwärtsdrang, der Trieb, Beute zu machen, es fehlte die Selbständigkeit – es fehlte einiges, was Führer und Richter hier zu verarbeiten hatten. Aber wer selber führt, kann sich in die Situation eines Führer versetzen, es ist zum „verzweifeln“. Dennoch ist zu bedenken, dass auch der Hund gute und schlechte Tage haben kann. Er ist kein Wecker, den wir am Prüfungstag einfach ablaufen lassen. Erfahrene Führer kennen das Spiel, schade nur, wenn es gerade einen „Erstlingsführer“ trifft, der dann enttäuscht nach Hause geht. Das Hunde es trotz der widrigen Umstände können, bewies die andere Gruppe, die mit sehr guten Ergebnissen diese Arbeiten beenden konnten. Aber so ist es eben – der Eine hat einen guten, der Andere einen schlechten Tag erwischt. Ähnlich verhielt es sich bei den Feldarbeiten. Mit viel Wasser in der Nase und starkem Wind lässt sich Wild nur schwer festmachen. Auch hier zeigten sich unterschiedliche Leistungen, was sich dann auch in der Benotung für die einzelnen Arbeiten bemerkbar machte. Erfahrene Verbandsrichter sind hier gefragt, die gezeigten Anlagen der zum Teil noch jungen Hunde richtig einzuordnen und zu bewerten.

Nachstehend die Ergebnisse der beiden Gruppen:

Gruppe I:

Olga v. Kalkrieser Berg, Führerin Simone von Dreele, Bramsche bestanden mit I. Preis

Lotte v. Kalkrieser Berg, Führerin Anna Heidemann, Bielefeld bestanden mit I. Preis

Cleo von der Eickser Höhe, Führer Maik Vornholt, Wallenhorst bestanden mit II. Preis

Chocolate von der Eickser Höhe, Führer Dr. Volker Jannsen, Halle bestanden mit I. Preis

Gruppe II:

Merle vom Dinkelhof, Führer Paul Bockhold, Heek bestanden mit II. Preis

Queen II vom Dinkelhof, Führer Theo ten Elzen, Haaksbergen NL ohne Preis

Caila von der Eickser Höhe, Führer Hermann Kellersmann, Hilter bestanden mit I. Preis

Erfreulich, dass sich unter den 7 Führern 4 „Erstlingsführer“ befanden. Wir wünschen allen Führern weiterhin eine glückliche Hand und viel Freude mit ihren Hunden.

Trotz der etwas widrigen Umstände erhellten sich die Gesichter bei der Preisverteilung, mit der die Veranstaltung abgeschlossen wurde.

Die nächsten Prüfungen sind zwei VGPen, 21. und 22. 10. um Coesfeld und am 28. und 29. 10. 2017 um Bad Essen.

Ferdinand Schlattmann

Neue Club-Jacken

 Öffentlichkeitsarbeit mal anders …..

Wie wär`s denn mal mit einer schicken Club-Jacke? Diese Frage stellte sich unser Mitglied Marion Bertling aus Salzbergen. Als Fachfrau kümmerte sie sich und stellte auf der diesjährigen Zuchtrüden Schau in Dinklage das erste Exemplar vor. Eine leichte, schicke Softhell-Jacke, in einem ansprechenden Grün gehalten. Der Rücken zeigt, woher man kommt, und vorne sieht man, wem sie gehört. Eine gute Idee die ganz spontan angenommen wurde.

Auf der IKP in Ungarn wurden die ersten „Grünen“ nun an die Käufer/innen ausgegeben. Eine wirklich gelungene Sache, schick, leicht, trotz dem Wind und auch gegen Regen ist sie resistent.

Wer nicht in Dinklage sein konnte kann immer noch Kontakt mit Marion Bertling aufnehmen marion.bertling@web.de und Details mit ihr absprechen. Oder man trifft sich auf den nächsten Prüfungen oder auf der Jagd – wer weiß.

Die neuen Club-Jacken

Die neuen Club-Jacken

IKP 2017 in Ungarn

Die Puszta rief – und alle kamen

Über 200 Deutsch-Kurzhaar waren zur diesjährigen IKP (Internationale Kurzhaar-Prüfung) nach Ungarn gekommen. Einige per Flugzeug, andere mit dem Auto und hatten etwa 1300 bis 1500 km vor der Brust. Eine Strapaze für die Hunde und natürlich auch für die Fahrer. Spätestens bei der Ankunft im Prüfungsbüro in Fülöpsálas, in der Nähe der bekannten Stadt Kecskemét, waren alle Anstrengungen vergessen. Einige Teilnehmer waren schon Tage vorher angereist um die Hunde an die neue Umgebung zu gewöhnen und in ausgesuchten Revieren noch etwas zu üben. Angekündigt waren durch die Ungarn gutes Vorkommen an Rebhühnern und Fasanen, sowie gelegentlich auch Hasen. Die Anmeldung im Prüfungsbüro war am Freitag, 29. September 2017. Um 13.00 Uhr erfolgte dann die offizielle Begrüßung mit standesgemäßem Hörnerklang – ein Genuss. Danach folgte dann die spannende Formwertbeurteilung. In 4 Ringen wurden die Hündinnen und Rüden vorgestellt und durch jeweils 3 Zuchtrichter in jedem Ring beurteilt. Hier galt es festzustellen, ob der mitgebrachte Formwert auf internationaler Basis bestätigt werden konnte. Einige Hunde konnten ihren Formwert nicht halten und wurden herabgestuft, einige hatten aber Glück und wurden im Formwert verbessert. Leider konnten auch einige Hunde nicht geprüft werden, da der Formwert „Gut“ festgestellt wurde, was zum Ausschluss führt. Ebenso erging es einigen Hunden, die nervlich nicht in Ordnung waren und damit ausschieden. Insgesamt zeigte sich aber ein sehr schönes Feld von Rüden, bei den Hündinnen war es schon mal besser. Traditionell erfolgte dann die Richterbesprechung, an der auch die Teilnehmer zugelassen waren. Hauptsächlich dient sie dazu, möglich einheitliches Richten zu gewährleisten.

Die Prüfung begann dann am Samstag, 30. September. In Gruppen von 3 bis 5 Hunden wurden 39 Einheiten um 7.30 Uhr an den verschiedenen Treffpunkten erwartet. Einige Gruppen arbeiteten zuerst im Feld, andere erst am Wasser. Das Wetter meinte es gut mit allen Teilnehmern, morgens war es teils sehr kühl, den ganzen Tag über dann aber Sonnenschein mit Temperaturen von 20 bis 24 °.

Die Puszta ist ein großflächiges, weites Land, kaum Baumbesatz, dafür aber, man glaubt es kaum, Weingärten auf ebener Erde. Hier wird unter anderem der gute Tokaja produziert – gefährlich, wenn es mal ein Glas zu viel wird.

In diesen großen Flächen konnten sich unsere Hunde richtig los lassen und zeigen, was sie gelernt hatten. Einige kamen mit der z. T. unbekannten Spezies „Rebhuhn“ nicht zurecht und hatten dann Probleme, die Prüfung zu bestehen.

Bei der Wasserarbeit gab es andere Schwierigkeiten. Zum Teil waren die Gewässer riesig groß, andere Kanal ähnlich, wohl mit Schilf bewachsen aber sehr dicht. Das bereitete nicht nur den Hunden Probleme, sondern auch den Enten, die das dichte Schilf nicht annahmen. Von vergleichbaren Bedingungen konnte man hier in der Tat nicht sprechen. So hatte der eine Suchen-Glück, der andere Pech. Alles in Allem war diese IKP aber bestens vorbereitet und alle Beteiligten hatten sich viel Mühe gemacht.

Unsere Teilnehmer hatten das Glück auf ihrer Seite. Alle 4 Hunde haben diese IKP 2017 bestanden, drei sogar mit einem 1. Preis, ein Hund bekam einen 2. Preis. Der mitgebrachte Formwert wurde bei allen Hunden bestätigt. Erfreulich, dass unsere z.T. jungen Führer/in zum ersten Mal an einer großen, internationalen Prüfung teilnahmen. Sie haben aber bewiesen, dass die gute, intensive Vorbereitung die Basis für diesen Erfolg war.

So konnte die einzige Frau in unserem Team, Luisa Weber aus Geseke mit ihrer Hündin „Aska vom Vöhteich“ die Prüfung mit einem I. Preis und volle Punktzahl mit 136 Pkt. bestehen.

Ebenso Andreas Pecuch aus Bünde, der seinen Rüden „Watson von der Fuchshöhe“ mit einen zweiten Preis und 127 Pkt. durch die Prüfung brachte.

Auch Malte Wolter hatte das Glück mit seinem Rüden „Caligula Contiomagnus“, er erreichte einen I. Preis mit 132 Pkt.

Den Vogel schoss dann Marcel Driezes aus Markelo (Niederl.) mit seinem Rüden „Geralt z Brillicke Zatoky“ ab. Er bekam ebenfalls eine I. Preis mit voller Punktzahl 136 Pkt. und auf der Zuchtschau den Formwert „vorzüglich“

Unsere Teilnehmer können auf ihren Erfolg stolz sein. Für sie war es der erste internationale Test und hoffentlich nicht der letzte.

In einer gemütlichen, fröhlichen Runde wurde der Erfolg gefeiert, auch mit einigen Mitgliedern von uns, die als „Zaungäste“ mitgereist waren. Sie haben sich vor Ort ein Bild machen können und haben ein weiteres Ziel vor Augen, die Teilnahme an der nächsten IKP.

Es waren schöne, erfolgreiche Tage in Ungarn und Ansporn für das, was noch auf uns zukommt – die Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung 2018 in Schleswig-Holstein.

Der Klub Artland-Emsland e. V. ist froh über aktive, junge Führer und schickt jedem IKP-Teilnehmer herzliche Glückwünsche. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg bei den vor uns liegenden Niederwildjagden und den Hunden viel Wild. In diesem Sinne ein kräftiges „Ho-Rüd-Ho“ und Waidmannsheil.

F. S.

…nichts als Mais

die erste Solms 2017 um Coesfeld

war wieder bestens vorbereitet. Paul Bockhold hatte all´seine Kontakte genutzt, um einen möglichst reibungslosen Prüfungsverlauf vorzubereiten. Feld- und Wasserreviere mit gutem Wildbesatz in der vorgeschriebenen Größe zu finden, ist nicht einfach. Sie sind aber notwendig, um den Hunden gerecht zu werden. Die Führer haben viele Monate der Vorbereitung benötigt und kommen dann mit hohen Erwartungen zur Prüfung. Die beste Planung nutzt aber nichts, wenn das Wild, überwiegend Fasane, den Mais als Deckung annimmt. Trotz aller Bemühungen der Suchenleitung und der Revierführer war es schwierig, Hunde ans Wild zu bringen. Die Lösung liegt dann oft nebenan – bei den Kaninchen. Diese grauen Flitzer bevorzugen kleine Gebüsche, Strauchwerk und Hecken. So konnten einige Hunde daran ihre Vorstehleistung in bester Manier zeigen. Natürlich geht nichts über das schöne Vorstehbild aus der flotten Feldsuche heraus, aber leider macht uns der Mais immer wieder Probleme, weil er die gefangenen Fasane nicht freigibt. Eine mögliche Lösung liegt vielleicht in einem späteren Prüfungstermin, da dann die meisten Maisfelder abgeerntet sind. Das macht aber auch nur Sinn, wenn der z. Zt. schlechte Fasanenbesatz sich hoffentlich mal wieder erholt.

Sehr gute Leistungen konnten die Hunde dann in dem großflächigen Gewässer mit erstklassigem Bewuchs und Deckung zeigen. Die beste Leistung wurde mit einem Wanderpreis ausgezeichnet. Als neutrale Beobachter waren Paul Bockhold (als Wasserobmann) und Heinz Amshove abgestellt. Sie konnten die Leistungen aller Hunde einordnen und machten dann den Vorschlag für die Vergabe des Wanderpreises.

Die Suchenleitung lag wiederum in den bewährten Händen unseres Geschäftsführer André Schiebener. Allein die Vorbereitung der Prüfung kann schon mal eine Zerreisprobe sein. Da kommen unvollständige Angaben zum Hund oder zum Führer an, falsche Chip-Nummern oder Nachmeldungen, die den ganzen Plan wieder zerpflücken – eine ärgerliche Situation, die verhindert werden kann, wenn jeder etwas mitdenkt und die ohnehin schon exakt vorbereiteten Vordrucke nur sorgfältig ausfüllt. Jeder, der schon einmal eine Prüfung vorbereitet hat, kann davon ein Lied singen. Gerade aus diesem Grund ein ganz „herzliches Dankeschön“ an unseren langjährigen Geschäftsführer André Schiebener.

Mit der Preisverteilung in angenehmer Runde schloss diese erste „Solms-Prüfung“ mit nachstehenden Ergebnissen:

Gruppe I.

Vivant vom Hinschen-Hof, Führer: Ralf Heye, Belm II. Preis

Cox vom Mölder, Führer: Martin Jenske, Lippstadt I. Preis

Balu vom Gattberg, Führer: Bastian Lindner, Melle I. Preis

Merlin v. Kalkrieser Berg, Führer: Carsten Schulze I. Preis

Gruppe II.

Aida v. d. Steverquelle, Führer: W. Beckmann, I. Preis

Asco v. d. Steverquelle, Führer: F. Wilhelmer, Telgte I. Preis

Amtmann vom Buchenbogen, Stefan Foullois, Münster I. Preis

Tarkus Silesia, Führerin: Inga Buse, Ostercappeln ohne Preis

Ferdinand Schlattmann

Jubiläums-Zuchtrüdenvorstellung in Dinklage

Hoch dekoriert ….

und auf Hochglanz poliert 

so präsentierten sich 34 Deutsch-Kurzhaar Rüden am 11. Juni 2017 auf der diesjährigen Jubiläums- Zuchtrüden-Vorstellung in Dinklage.

In seiner Begrüßungsrede gab der Zuchtwart Ludwig Groß-Klußmann auch einen kurzen Abriss über die Entstehungsgeschichte dieser Veranstaltung, die sich in diesem Jahr zum 20. Mal wiederholte. In über 40 Jahren hat sich Dinklage als idealer Mittelpunkt für diese Zusammenkunft aller Deutsch-Kurzhaar- Interessenten gehalten und ständig weiter entwickelt. Eine ideale Informationsquelle für alle Züchter, Jäger und Hundefreunde.

Unterstützt wurde die Begrüßung durch die Jagdhorn-Bläsergruppe Hegering Dinklage unter der Leitung von  Frau Gudrun Kröger und dem musikalischen Leiter Konrad Brockmann. Auch das ist schon Tradition. Seit Jahrzehnten verschönern  sie dieses Event und tragen auch damit zum Gelingen und Wohlfühlen bei.

Unter den Ehrengästen befand sich u. a. auch das Präsidiumsmitglied des Deutsch-Kurzhaar-Verbandes e. V. Herr Harald Beyer aus Ansbach, der den weiten Weg nach Dinklage nicht gescheut hat und so manches Gespräch am Rande der Veranstaltung führen konnte. Ebenso herzlich war auch die Begrüßung an eine Tschechische Delegation, die wohl die weiteste Anreise auf dem Landweg hatte. Auf dem Luftweg waren einige Gäste aus den USA, Finnland und Polen nach Dinklage gekommen, um sich neue Eindrücke und Informationen über den aktuellen Stand der Kurzhaar-Zucht zu beschaffen. Auch hieran lässt sich erkennen, wie wichtig, auch im Ausland, diese Züchterinformation angesehen wird.

In dem auf Hochglanz polierten Katalog sind 34 Zuchtrüden abgebildet. Das neue DIN A4 Querformat  bietet außerdem die Ahnentafel in Originalgröße und ist in der Aussage sicher ein willkommener Helfer bei der Anpaarung verschiedener Blutgruppen. Darauf gingen auch die beiden Kommentatoren Marcel Krenz aus Walchow  (Präsidiums – Mitglied des DK-Verbandes e. V.) und Ferdinand Schlattmann aus Salzbergen (Ehren-Vorsitzender des Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V.)  ein. Im Dialog unterstrichen sie die Besonderheiten der vorgestellten Rüden und gaben ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in lockerer Art an den Zuhörerkreis zum Besten.

Alle vorgestellten Rüden sind zuchttauglich und haben Verbands- als auch Zuchtprüfungen mit dem Mindestabschluss VGP bestanden. Einige hatten darüber hinaus die Internationale Kurzhaar-Prüfung oder sogar die Dr. Kleemann-Zuchtausleseprüfung bestanden. Insgesamt ein hoch interessantes Feld, das viele schöne Bilder im Ring bot. Besonders interessant wurde es, wenn die Nachzucht aus verschiedenen Eltern mit vorgestellt wurde.

Am Schluss der Veranstaltung bedankte sich der Vorsitzende des Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V.  Helmut Dierker bei allen, die im Vorfeld aktiv waren und mit dazu beigetragen haben, dass es immer wieder möglich wird, in Abständen von 2 Jahren diese Veranstaltung durchzuführen.  Ein besonderer Dank richtete er an die Familie Hönemann. Bernhard Hönemann  als sein Stellvertreter ist seit Beginn der Vorstellung in Dinklage  dabei und organisiert alles was notwendig ist. Dabei findet er besondere Unterstützung  in seiner Frau Giesela und inzwischen auch in seinem Enkelsohn.

Bei bestem Sommerwetter und guter Stimmung schloss die 20. Zuchtrüden-Vorstellung am Nachmittag in Dinklage. Ein kleines Gastgeschenk an die Teilnehmer soll an diesen Tag erinnern und  wird vielen  sicher in guter Erinnerung bleiben und für anregende Gespräche in Züchterkreisen sorgen.

Kataloge zum Selbstkostenpreis von 5,00 € plus Port können bei der Geschäftsstelle des Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V. Herrn André Schiebener andreschiebener@t-online.de bestellt werden.

Ferdinand Schlattmann

Wie die Zeit vergeht …..

Paul Bockhold zum 70. Geburtstag

PaulB-70

Wer kennt ihn nicht, Paul Bockhold, ein Ur-Gestein der Deutsch-Kurzhaar-Zucht. Wer kennt sie nicht – derer „Vom Dinkelhof“. Weit über die Landesgrenzen hinaus sind sie bekannt und beliebt, die „braunen“ – ruhig, gelassen, verträglich – und doch, wenn’s zur Jagd geht, immer bereit.

Aber zunächst zum Anfang. Der elterliche Hof, nahe der vorbei fließenden Dinkel, eingebettet in saftige Wiesen, Felder und Auen war schon immer ein Eldorado und bot in dem Eigenjagdbezirk ideale Voraussetzungen für Jagd und Hund. Schon früh wurde Paul durch seinen Vater Heinrich damit vertraut gemacht. Der führte damals einen Deutsch-Drahthaar, aber Paul hatte schon sehr früh Kontakt zum Lieblingshund Deutsch-Kurzhaar gefunden. 1967 kam dann auch der erste DK „Betti“ Zb-Nr. 22517/68 auf den Dinkelhof. Eine rein braune Hündin, (Tochter des damals bekannten Vererbers „KS Bill von der Herrenmühle“) die wohl als Stamm-Hündin vom Dinkelhof bezeichnet werden darf. Sie war es wohl auch, die den Grundstein für viele braune „Dinkelhofer“ legte. Seit 1971 ist der Zwinger „Vom Dinkelhof“ geschützt. Damit begann dann auch die züchterische Tätigkeit. Geschickt und mit Unterstützung erfahrener Züchter paarte er Hündinnen und Rüden mit einem Ziel: gesunde Erbanlagen, klar im Kopf, verträglich im Umgang und leistungsstark auf der Jagd. So entwickelte sich im Laufe der Jahre eine breite Basis, die er immer wieder durch leichte Zuführung von Fremdblut erweitern konnte. Jährlich kommen viele Kurzhaar-Interessenten und Welpenkäufer mit Freunden und Bekannten auf den Dinkelhof. Durch geschickte Auswahl der Welpen für die Weiterführung der Zucht konnte Paul ein Höchstmaß an Leistung und Formwert erreichen. Welpen für den eigenen Gebrauch wurden sorgsam aufgebaut und ausgebildet. Dabei kam ihm das ausgezeichnete Biotop um den Dinkelhof mit eigenem Übungsgewässer und erstklassigen Suchengelände zugute. Diese Möglichkeiten bot und bietet er auch seinen Welpenkäufern und unterstützte sie bei der Aus- und Weiterbildung. Wichtig war und ist ihm immer noch, dass die gut ausgebildeten Hunde jagdlich geführt werden und nicht auf dem Sofa landen. Er selbst legte ein hohes Maß an, was Leistung und Formwert betraf. Das brachte viele „Vom Dinkelhof“ ganz nach vorne. Viele seiner Hunde haben erstklassige Ordensschnallen aufzuweisen und für Paul hört die Arbeit mit der VGP nicht auf. Auf vielen internationalen Prüfungen hat er seine Hunde geführt und wurde mehrfach für bestandene Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfungen ausgezeichnet. Durch diese Aktivitäten wurden die „Vom Dinkelhof“ immer bekannter, auch international. Viele der von ihm gezüchteten Hunde fanden dann auch den Weg ins Ausland, z. B. Österreich, Kanada und andere benachbarten Länder. Inzwischen belegt sein Zuchtbuch, dass das Alphabet mehr als zweimal durchgezüchtet wurde. Gerade der hohe Anspruch an Auswahl und Verantwortung war es, dass er seinen Jagdfreund Dr. Dr. Rainer Börsting mit ins Boot nahm. Seit 1997 gibt es nun die „Züchtergemeinschaft Bockhold/Börsting“ die sicher auch in Zukunft noch viele „Dinkelhofer“ präsentieren werden. Viele Auszeichnungen schmücken die gemütliche Kaminecke im Dinkelhof, die immer wieder zu vielen Anlässen einlädt. Möglich wurden diese Errungenschaften aber nur durch die gute Fee im Hintergrund. Seine liebe Frau Waltraud ist nicht nur seine „bessere Hälfte“, sondern auch seine Berater- und Unterstützerin in allen wichtigen Fragen und Entscheidungen. Paul Bockhold ist aber nicht nur Züchter und Ausbilder, er ist seit vielen Jahrzehnten anerkannter Verbandsrichter, auch für das Spezialfach Schweiß. Als Richter steht er nicht nur seinem Heimatverein ständig zur Verfügung, viele umliegende  Jagd-Gebrauchshund und Zuchtvereine sehen ihn gerne als gerechten, aufrichtigen und sachgerechten Verbandsrichter. Auch auf internationalen Prüfungen und  bei der Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung ist er als Richter mit seiner großen Erfahrung immer wieder gern gesehen. Unserem Jubilar wünschen wir noch viele gesunde Jahre im Kreise seiner Familie und ebenso viel Freude an Jagd und Hund. Ho-Rüd-Ho und Waidmannsheil.

Ferdinand Schlattmann

für den Vorstand Kurzhaarklub-Artland-Emsland e. V.

2. Juni 2017

Verbands-Schweißprüfung VSwP 2017 im Raum um Coesfeld/Ahaus

Schweiß ist nicht ……

                         gleich Schweiß

und hat gelegentlich doch auch mit „schwitzen“ zu tun. Das konnten auch die Teilnehmer der diesjährigen Verbands-Schweiß-Prüfung um Coesfeld erfahren.

Zur 20-Stunden Fährte hatten sich zunächst 5 Gespanne angesagt, gemeldet und gekommen sind dann drei. Neben zwei Deutsch-Kurzhaar nahm auch ein Pudel-Pointer an dieser Prüfung teil. In den herrlichen, großen Waldungen der Salm-Salm’schen Forstverwaltung durften wir auch in diesem Jahr wieder diese besondere Prüfung durchführen. So war es uns möglich, naturgetreue Fährten mit 20Stunden Stehzeit nach der neuen Prüfungs-Ordnung für Verbands-Schweißprüfungen zu legen und zu arbeiten. Wenn auch bei der Vorbereitung der einzelnen Fährten zum Teil Regen angesagt war, so herrschten doch am Prüfungstag beste Bedingungen.

Nach einem kräftigen Frühstück in der Gaststätte Hermann Schlichtmann in Ahaus-Ammeln konnte unser Geschäftsführer André Schiebener die Teilnehmer, die Verbands-Richter und Helfer sowie Gäste herzlich begrüßen. Sein besonderer Gruß galt der finnischen Teilnehmerin Frau Helena Behm, die mit ihrer Deutsch-Kurzhaar-Hündin bereits einige Tage vorher angereist war. Ein ebenso herzlicher Gruß galt ihrem Freund und Begleiter Marcel Krenz, der am nächsten Tag als Kommentator bei der Jubiläums-Zuchtrüden-Vorstellung in Dinklage eingesetzt war. Für die großzügige Unterstützung bei der Revierbeschaffung galt ein besonderer Dank dem Revierförster Udo Hüing. Er selber ist ein begeisteter Rüdemann und legt großen Wert auf das „waidgerechte Handwerk“, wozu auch die Nachsuche auf krankes Wild zählt. Für die Vorbereitungen vor Ort sorgten wie immer unsere Mitglieder Paul Bockhold und Heinz Amshove. Zuverlässig in der Aus- und Durchführung sind sie seit vielen Jahren unsere wertvollsten Helfer um Coesfeld/Ahaus.

Zu ziehen waren anschließend Lose für drei der gelegten vier Fährten, da die 4. Fährte als Reservefährte nach der neuen PO (Prüfungsordnung) ebenfalls mit verlost werden musste.

Die Programm-Nr. 1 Quintus vom Wittenmoor, ein Pudel-Pointer mit seinem Führer Hans-Peter Nöcker aus Lüdinghausen zog das Los für die Fährte Nr. I.

Die Programm-Nr. 2 Aika von Schlot’s Kotten mit ihrem Führer Andreas Weiling aus Dülmen zog das Los für die Fährte Nr. III.

Programm-Nr. 3 Usta vom Theelshof mit ihrer Führerin Helena Behm aus Huhmari/Finnland konnte mit der Los-Nr. II starten.

Die Ergebnisse:

Hans-Peter Nöcker aus Lüdinghausen mit PP Quintus vom Wittenmoor auf der 20- Stunden Fährte bestanden mit I. Preis

Frau Helena Behm aus Huhmari/Finnland mit DK Usta vom Theelshof auf der 20-Stunden Fährte bestanden mit I. Preis

Andreas Weiling aus Dülmen mit DK Aika von Schlot’s Kotten konnte die Bedingungen leider nicht erfüllen – ohne Preis

Eine Verbands-Schweiß-Prüfung auf der 20-Stunden Fährte ist kein Honigschlecken. Dazu gehört eine sorgfältige, konzentrierte Vorarbeit und Vorbereitung bei Hund und Führer. Auch wenn alles im Vorfeld stimmig ist, kann am Prüfungstag allerlei passieren. Da können Spaziergänger die Arbeit stören oder auch mal ein Reh oder eine Wildsau in Anblick kommen und schon ist die Konzentration des Hundes gestört. Bei einer so schwierigen, aber wichtigen Prüfung nicht ans Ziel zu kommen ist keine Schande, zumal zur rechten Zeit die Prüfung wiederholt werden kann. Für die waidgerechte Jagd ist es aber unablässig, sehr gute, brauchbare Hunde auszubilden und zu prüfen, bevor sie in den jagdlichen Dienst gehen.

Der Prüfungstag wurde wieder in vielen Bildern festgehalten. Besonders dankbar sind wir Klaus Heisterborg aus Heek, der selber Jäger und begeisteter Fotograf ist.

Nach dem gemeinsamen Essen und Verteilung der Prüfungszeugnisse konnte unser Suchenleiter André Schiebener die Teilnehmer aus der angenehmen Runde verabschieden.

Ferdinand Schlattmann

 

DERBY III um Coesfeld

Das Ende trägt die Last …

heute nicht, das Derby III  rund um Coesfeld fand seinen krönenden Abschluss. Gemeldet waren 7 Hunde, 6 erschienen und konnten alle mit 1. Preis ihre Anlagen bestätigen.

Das lag sowohl an den gut vorbereiteten Hunden, – obwohl eine Gruppe nur aus „Erstlingsführern“ bestand –  als auch an dem guten Wildbesatz. Das typische Aprilwetter hatte eine Pause eingelegt und bescherte den Hunden und Führern erstklassiges Suchenwetter. Die erfahrenen Verbandsrichter hatten bei den gezeigten Leistungen keine Probleme, die Anlagen richtig zu erkennen und einzuordnen.  Die wiederholten Arbeiten in der Suche boten dann auch detaillierte Hinweise auf unterschiedliche, aber dennoch erstklassige Anlagen der noch jungen Hunde. Das zeigte sich in der planmäßigen Suche, im Finderwillen, im gewünschten Tempo bei sehr guter Kopfhaltung, immer dem Gelände angepasst, in der Wahrnehmung jeglicher Witterung und letztlich im festen Vorstehen und Nachziehen am gefundenen Wild. So machte Führen und Richten Spaß, ein richtig guter Tag für alle Beteiligten.

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

Gruppe I:

Caila von der Eickser Höhe  geführt von Frau Marion Bertling, Salzbergen, 1. Preis   (Suche 4h und Vorstehen 4h)

Una vom Kronsberg, geführt von Hendrik Dirkwinkel, Rietberg , 1. Preis

Arturo del Lago Turchese, geführt von André Knapheide, Osnabrück, 1. Preis (mit Haltabzeichen und Andreas Stern)

Esa von der Tannenburg, geführt von Martin Heiduk, Bippen konnte die Bedingungen für die  BTR (Bringtreue Prüfung) erbringen.

Gruppe II:

Ulf vom Holtvogt, geführt von Henryk Wenner, Steinfurt, 1. Preis

Ulla vom Holtvogt, geführt von  Martin Eckelmeier, Steinfurt, 1. Preis

Abby vom Goldensberg, geführt von Bernhard Wältring, Altenberge, 1. Preis

Zum Abschluss gab’s ein  gemeinsames Essen mit Preisverteilung und Aushändigung der Zeugnisse.

Der besondere Dank dieses Tages galt den Revierinhabern, unserem immer verlässlichen Organisator Paul Bockhold und nicht zuletzt unserem Geschäftsführer André Schiebener für die viele Arbeit vor und nach jeder Prüfung. Ein schöner Abschluss der diesjährigen Derby-Anlage Prüfungen für Deutsch-Kurzhaar.

F. S.

Derby II in Bad Essen

Der frühe Vogel ….

…..fängt den Wurm – dieses Sprichwort machten sich auch die Kurzhaar Freunde des  Derby II zu Nutze. Sofort nach Sonnenaufgang trafen sich die Teilnehmer schon um 7 Uhr in Bad Essen. In den großflächigen Revieren rund um Bad Essen war die Vegetation in diesem Jahr teils schon „kniehoch“. In der Frühe  sind die Fasanen noch unterwegs und trocknen ihr Federkleid in der ersten Morgensonne. Damit machen sie sich sichtbar und verraten ihre Anwesenheit. Die erfahrenen Revierführer Helmut Dierker und Johannes Cord-Klostermann kannten natürlich die besten Plätze und boten damit eine große Unterstützung für die Hundeführer/in. In mehreren Suchengängen konnten die teils noch recht jungen Hunde ihre Anlagen zeigen und machten es auch den Verbandsrichtern leicht, die Arbeiten richtig zu bewerten. Diese Vorteile kamen sicherlich auch den „Erstlings-Führern“ zu Gute. Gerade sie sind es, die ihre Hunde besonders gut auf den Prüfungstag vorbereiten und zeigen manchmal auch den „alten Hasen“, wie man’s richtig macht. Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, wie sich gerade auch junge Jäger und Jägerinnen mit dem Hund beschäftigen und sich dann auch der Prüfung stellen. Darüber war auch der Prüfungsleiter André Schiebener bei der abschließenden Zeugnisübergabe sehr erfreut. Er bedankte sich besonders bei den Revier Inhabern für ihre Unterstützung, die wir in diesen Revieren schon über Jahre hinweg erfahren. Das hohe Leistungsniveau der heute vorgestellten Hunde zeigte sich  dann auch Einzelergebnisse wie folgt:

Gruppe I

Edo Contiomagus  Führer Sascha Schmitt, Lüdersburg, I. Preis, Nase und Vorstehen 4 h

Kiki vom Gerstener Weh   Führer Erpo Ismer, Wagenfeld, I. Preis, Nase und Vorstehen 4h

Festa Contiomagus   Führer Sascha Schmitt, Lüdersburg, I. Preis

Pinocchio aus dem Königswald  H.W. Schröder, Herzebrock, I. Preis, Vorstehen 4h

Aaron vom Steinbrink  Führer Gerd Meyer, Bohmte, I. Preis

Gruppe II

Nada vom Kalkrieser Berg  Ludwig Groß-Klußmann, I. Preis

Odette vom Kalkrieser Berg Lars Mithoff, Bohmte, I. Preis

Urmel vom Kronsberg   Führerin Frau Ulrike Meyer, Syke, I. Preis, Suche 4h

Cleo von der Eickser Höhe  Maik Vornholt, Wallenhorst, I. Preis

Cara von der Eickser Höhe  Thomas Graes, Nottuln, I. Preis

Anregender Gedankenaustausch in gemütlicher Runde beendete diesen Prüfungstag. Im Schlusswort  wies André Schiebener noch auf die bevorstehende Zuchtschau am 28. Mai in Kalkriese hin und ebenso auf unsere „Jubiläums-Zuchtrüden-Vorstellung“ am 11. Juni 2017 in Dinklage.

F. S.

Drei frisch ernannte Verbandsrichter

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Dorothee Guder aus Kalkriese, Dr. Hartwig Rolle aus Georgsmarienhütte und Thorsten Allendorf aus Drensteinfurt haben es geschafft. Durch Weiterbildung und Anwartschaften, sowie den bestandenen Sachkundenachweis haben die drei am 12.03.2017 die Berechtigung als Verbandsrichter/in erhalten.

Hierzu unseren Glückwunsch!

Waidmannsheil

Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V.

Derby I am 13. März 2017 in Bakum

Im Märzen der Bauer ……

nein, nicht die Rösslein, heute waren es die „DK – Jungspunde“ mit ihren Führerinnen und Führern, die angespannt auf ihren ersten Prüfungstag zu steuerten. Heute sollten sie ihre jagdlichen Anlagen zeigen. Die Voraussetzungen waren nicht schlecht, der Wettergott hatte sein Bestes getan. Strahlender Sonnenschein schon am Morgen, allerdings bei sehr starkem Ostwind. Die anfänglichen 6-7° C steigerten sich dann kurz vor Mittag auf immerhin 12°. Unser 2. Vorsitzender Bernd Hönemann (vor Ort) hatte, was sein Revier betraf, wieder alle Register gezogen. Ein auffallend sehr guter Besatz an Fasanen und Hasen, wie auch schon in den vorherigen Jahren, erleichterten die Arbeiten für Hund, Führer und Verbandsrichter.

Nach den üblichen Vorbereitungen schickte unser Geschäftsführer André Schiebener die gemeldeten 18 Hunde (erschienen waren 17) aufgeteilt in drei Gruppen in die Reviere. Erfreulicherweise waren auch heute  wieder „Erstlingsführer“ dabei, die ihre Hunde, aber auch sich selbst in bester Manier präsentierten. Gut vorbereitete Hunde, ein sehr gut besetztes Niederwild-Revier und ideale Voraussetzungen machten es den erfahrenen Verbands-Richtern leicht, die Anlagen der jungen Hunde richtig zu erkennen und einzuordnen. So war es auch nicht überraschend, dass einige Hunde mit ganz hervorragenden Ergebnissen diese erste Anlagenprüfung abschlossen. Insgesamt endete dieses erste Derby mit Bestnoten auf ganz hohem Niveau. Nachstehend die Einzelergebnisse:

Gruppe I.

Gesa vom Lordsee, Führer Erwin Wallmann, Tecklenburg           1. Preis (Nase 4h – Vorstehen 4h)

Glen vom Lordsee, Führerin Anne Rickes, Halle                           1. Preis

Chocolate von der Eickser Höhe, Dr. Volker Janssen, Halle       1. Preis

Andra vom Holtruper Wald, Bernhard Spliethoff, Beelen        1. Preis

Ayko vom Holtruper Wald, Frank Burchert, Ennigerloh               3. Preis

Gruppe II.

Aida von der Steverquelle, Führer Walter Beckmann, Nottuln  1. Preis

Asco von der Steverquelle, Frank Wilhelmer, Telegte               1. Preis

Azuri von der Steverquelle, Christa Postert, Bielefeld                  1. Preis

Queen II vom Dinkelhof, Theo ten Elzen, Haaksbergen NL              1. Preis (Suche 4h – Vorstehen 4h)

Vivant vom Hinschen-Hof, Ralf Heye, Belm                                    1. Preis

Ness vom Kalkrieser Berg, Daniela Meerpohl, Westerkappeln    1. Preis

Gruppe III.

Amtmann vom Buchenbogen, Stefan Foullois, Münster           1.   Preis

Apollo vom Goldensberg, Mareike Wolff, Neu Wulmsdorf         1. Preis

Carlo der Eickser Höhe, Carsten Börs, Bad Iburg                        1. Preis

Onna vom Kalkrieser Berg, Hans-Jürgen Grawunder, Engter     1. Preis

Olga vom Kalkrieser Berg, Simone von Dreele, Bramsche           1. Preis (Nase 4h – Suche 4h – Vorstehen 4h)

Über diese herausragende Leistung hat sich Frau von Dreele besonders gefreut, zumal sie als „Erstlings-Führerin“ ihren ersten Hund auf einem Derby führte. Herzlichen Glückwunsch auch von unserer Seit und von allen Teilnehmern des Derby I.

Mit der Preisverteilung in gemütlicher Runde und in bester Atmosphäre ging dieser Prüfungstag zu Ende. Ein Tag, der bei allen Teilnehmern sicherlich in bester Erinnerung bleibt.

F.S.

Das war der Anfang …

Erinnerungen an Prof. Dr. Alfons Lemper

Mit der Zuchtrüden-Vorstellung in Dinklage am 11. Juni 2017 wiederholt sich diese Veranstaltung in 43 Jahren zum 20. Mal. Seine Gedanken dazu überließ uns Prof. Dr. Alfons Lemper im 10. Katalog von 1994. Damals schrieb er:

                20 Jahre DK-Zuchtrüden-Vorstellung in Dinklage

Die Deutsch-Kurzhaarklubs des norddeutschen Zuchtgebietes, die, gemessen an den Eintragungen, etwa zwei Drittel des Zuchtgeschehens bestreiten, können in diesem Jahr ein kleines Jubiläum feiern. Am 29. Mai 1994 findet – 20 Jahre nach ihrer Gründung – zum 10. Male die DK-Zuchtrüden-Vorstellung statt. Diese Veranstaltung ist, verbunden mit dem Veranstaltungsort Dinklage, inzwischen längst zu einer Institution und zu einem Begriff geworden. 

Manch einer mag sich vor 20 Jahren gefragt haben, ob es denn noch notwendig oder auch sinnvoll sei, neben den bereits existierenden überregionalen Prüfungen „Internationale Kurzhaarprüfung IKP“ und „Dr. Kleemann-Zuchtausleseprüfung“ eine weitere überregionale Veranstaltung ins Leben zu rufen. Das es richtig und zweckmäßig war, es zu tun, beweist nicht nur der Erfolg dieser Veranstaltung selbst, sondern mindestens ebenso sehr die Tatsache, dass inzwischen mehrere große Zuchtverbände, u. a. der VDD, diesem Beispiel gefolgt sind und ähnliche Zuchtrüden-Vorstellungen mit großem Erfolg und starker Resonanz praktizieren. 

Die Idee, zuchtwürdige Rüden in jährlichem oder zweijährigem Rhythmus zusammenzuziehen, um den interessierten Züchtern eine kompakte Übersicht über das in erreichbarer Nähe verfügbare Rüdenmaterial zu bieten, war im Grunde gar nicht einmal so neu. Sie stammt noch aus der Vorkriegszeit, möglicherweise von Dr. Kleemann selbst. Es war nämlich Jürgen v. Bernuth, der in der Nachfolge Dr. Kleemanns die Leitung des DK-Verbandes übernommen  hatte, der im Jahre 1939 in Winningen eine Reihe prominenter, auf Prüfungen und z. T. auch schon in der Zucht bewährte Rüden zusammenzog, um sie – nach Linien geordnet- einem sachkundigen Publikum vorzustellen. Diese Zuchtrüden-Vorstellung gilt heute als die 1. Kleemann-Prüfung. In Wirklichkeit war sie keine Prüfung, sondern eben eine „Vorstellung“. Die Rüden waren vorausgewählt und wurden zu diesem Treffen eingeladen. Sie wurden, nach Linien geordnet, ausführlich im Ring besprochen und bewertet. Von 21 Hunden erhielten damals 15 ein „V“ – vorzüglich. Anschließend wurden sie im Paarhühner-Feld vorgeführt. Es gab weder eine Prüfungsordnung, noch ein Bestehen oder Nichtbestehen. Das alles entwickelte sich später. 

Die späteren überregionalen Prüfungen, d. h. auch die Kleemann-Prüfung als Zuchtauslese-Prüfung konnten und können bei allem Informationswert einen Nachteil nicht verdecken. Die dort vorgestellten Hunde werden nach einer Besprechung im Ring innerhalb ihrer Gruppe im Feld und im Wasser geprüft. Wer nicht zufällig der Prüfung beiwohnt, bekommt die Hunde kaum je wieder zu Gesicht. Ein möglicherweise großes Informationsbedürfnis bleibt somit unerfüllt. 

Hier anzusetzen war das Bestreben der Väter der Idee, der heutigen Zuchtrüden-Vorstellung, als die wohl, bei aller gebotenen Bescheidenheit, der Verfasser dieser Zeilen und der Vorsitzende des Nachbarklubs Artland-Emsland, Horst-Dieter Schiebener, gelten können. In unzähligen langen, zweiseitigen Gesprächen und vielen Diskussionen mit den Vorsitzenden und Zuchtwarten der norddeutschen Klubs wurden Ziel und Zweck, Ort und Verfahrensmodus erörtert. Es sollten als zuchtwichtig erkannte oder erhoffte Rüden, auf Vorschlag der beteiligen Klubs, eingeladen werden und zwar möglicherweise nicht nur ein einziges Mal, sondern auch ein zweites und drittes Mal. Denn erfahrungsgemäß ist es für viele Züchter von hohem Interesse,  bewährte Rüden, die vielleicht schon drei Nachkommen-Generationen vorweisen können, in hohem Lebensalter in natura sehen und vergleichen zu können. Im Ring werden die Rüden dann besprochen, nicht jedoch bewertet. Die Züchter haben die Möglichkeit zu vergleichen, Gedanken und Erfahrungen auszutauschen, Fotos zu machen usw. Eine verständlicherweise begrenzte Zahl von Nachkommen, soweit vorhanden, rundet das Bild ab. In den ersten Jahren fand nach der Besprechung im Ring noch ein Feldgang statt, um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, jeden Hund auch in der Bewegung zu sehen. Von diesem Verfahren wurde später aus verschiedenen Gründen wieder Abstand genommen. In einzelnen Jahren wurde die Veranstaltung auch auf Video aufgenommen. Diese Videos waren besonders im Ausland sehr beliebt.

Als wichtige und äußerst gefragte Ergänzung der eigentlichen Vorstellung erweist sich immer wieder der jeweils herausgebrachte Katalog, in dem alle vorgestellten Rüden mit Bild, Leistungszeichen, komprimierter Ahnentafel und sachkundiger Kurzbesprechung aufgeführt sind. Dieser Katalog, dessen Herstellung zwar viel organisatorischen Aufwand und auch Kosten erfordert, ist aber für viele ernsthafte Züchter bei ihrer Zuchtwahl eine fast unverzichtbare Hilfe, zumal neben den Daten der Hunde, auch so wichtige Dinge wie Anschrift und Telefon des Rüdenhalters, auf Anhieb greifbar sind. Auch die Praxis dieses Katalogs wird von anderen Zuchtverbänden in ähnlicher Form gepflegt. Aus vielen Gesprächen weiß ich, mit wie viel Passion und Sorgfalt Züchter diesen Katalog zu Rate ziehen, wenn wieder das Problem der Deckrüden Auswahl ansteht. 

Bezüglich der Ortswahl war es seinerzeit ein wichtiges Argument, einen Ort zu wählen, der geographisch möglichst in der Mitte des Zuchtgebietes liegen und verkehrsgünstig erreichbar sein sollte, damit man den interessierten Züchtern weite Anreisen ersparte. Weite Reisen und kostspielige Übernachtungen schrecken gerade viele einfache Züchter ab. Dinklage hat sich in dieser Hinsicht als gute Wahl erwiesen. Es liegt im Oldenburgischen, in unmittelbarer Nähe der A1. 

Auch ein möglicher turnusmäßiger Wechsel des Veranstalters ist wiederholt diskutiert worden. Letztlich sprachen doch der vertraute Weg und Ort für die Beibehaltung des einmal gewählten Standortes. Das Hinzukommen der neuen Bundesländer hat die Standortfrage erneut aufleben lassen. Noch ist eine andere Entscheidung nicht gefallen. 

Die beteiligten Klubs haben von Anfang an Wert darauf gelegt, diese Veranstaltung als ihre ureigenste Angelegenheit und nicht als Sache des Verbandes zu betrachten. Anfängliche Sorgen der Verbandsführung, es könnte sich so etwas wie eine Konkurrenz im Verband entwickeln, erwiesen sich als unbegründet. Gelegentliche Vorstöße,  diese regionale Veranstaltung zu einer zentralen Verbandsveranstaltung umzugestalten, konnten sich nicht durchsetzen. 

Die vergangenen 20 Jahre haben gezeigt, dass die Institution Zuchtrüden-Vorstellung höchst informativ und wertvoll ist, aber auch eines erheblichen Einsatzes des Veranstalters bedarf. Die Initiatoren hoffen, dass sich auch künftig genügend Idealisten finden werden, die bisherige gute Tradition fortzusetzen. 

Prof. Dr. Alfons Lemper, Kurzhaarklub Weser Bremen

Seit vielen Jahren bemühen wir uns, dieses Erbe weiter zu tragen und die Tradition zu pflegen. Trotz umfangreicher Arbeiten, begleitet von nicht unerheblichen Kosten, ist die Freude am Deutsch-Kurzhaar die Triebfeder für unser Tun. Wenn alle interessierten DK-Freunde mit in die Speichen greifen, werden wir sicher auch die 30. Ausgabe des „Dinklager Katalogs“ schreiben. Dafür bedanken wir uns bei allen die mitarbeiten und hoffen, dass auch unsere Deckrüden Besitzer dieses Ziel tatkräftig unterstützen. Nur gemeinsam sind wir stark – die gegenseitige Unterstützung aller Beteiligten ist der Garant für die nächsten Jahre und hilft uns, jeden DK – Interessenten umfangreich zu informieren. In diesem Sinne freuen wir uns auf ein „Wiedersehen“ am 11. Juni 2017 in Dinklage.

 Weitere Details auf unserer Hompage  www.dk-artland-emsland.de

Ferdinand Schlattmann

Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V.

Sie hat’s geschafft

Marion Bertling aus Salzbergen hat’s geschafft. Durch Weiterbildung und Anwartschaften hat sie die Berechtigung als Verbands- Schweißrichterin erhalten. Den JGHV-Ausweis bekam sie auf der VGP 2016 in Ladbergen von unserem GF André Schiebener überreicht. Hierzu unseren Glückwunsch!

Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V.

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