Die Rasse Deutsch Kurzhaar

Der Deutsch-Kurzhaar -vielseitig und leistungsstark-

Der Deutsch-Kurzhaar (DK) ist die älteste Rasse unter den Kontinentalen Vorstehhunden, die das „Deutsch“ als Namensbestandteil in ihrer Rassebezeichnung führen. Von seinen frühesten Anfängen her wurde der Deutsch-Kurzhaar als vielseitiger Jagdgebrauchshund gezüchtet und ausgebildet. Dies wird nicht zuletzt dadurch belegt, dass ein Deutsch-Kurzhaar als erster Hund in das Jagdgebrauchshundestammbuch eingetragen wurde – aufgrund einer bestandenen VGP. Daran erinnert noch heute ein Kurzhaar als Symbol des JGHV – der Sperlingshund.

An dem Zuchtziel der Väter unserer Rasse hat sich bis heute nichts geändert. Wir wollen den Deutsch-Kurzhaar als vielseitigen Jagdgebrauchshund, der sich nach dem Schuss bewährt und der vor dem Schuss den Jäger durch seine Eleganz, seinen Suchenstil, sein Vorstehen und seine feinen Manieren begeistern kann. Nicht unerwähnt hierbei soll die Ausdauer bleiben, die ihn auszeichnet, wenn höhere Temperaturen und schwieriges Gelände besondere Anforderungen stellen. Getreu des Grundsatzes „durch Leistung zum Typ“ achten unsere Züchter auf einen hohen Formwert, wohl wissend, dass die Summe der Eigenschaften, die im Standard Deutsch-Kurzhaar auch international festgelegt sind, nicht allein unter ästhetischen Gesichtspunkten zu sehen sind, sondern vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass diese, je besser sie ausgeprägt sind, unsere Hunde zu besonderen jagdlichen Leistungen befähigen.

Der Deutsch-Kurzhaar hat ein ausgeglichenes soziales Verhalten gegenüber Artgenossen und Menschen.

Größe (Widerristhöhe)
Rüden: 62 bis 66 cm
Hündinnen: 58 bis 63 cm

Den Deutsch-Kurzhaar gibt es in den Farben braun, schwarz, weiß, braunschimmel und schwarzschimmel.

Der Film Deutsch Kurzhaar (youtube.com)

Weltweit gehört der Deutsch-Kurzhaar sicher zu den verbreitetsten deutschen Jagdgebrauchshunden. Die Welpenzahlen zum Beispiel in Frankreich und Italien liegen weit über den deutschen Eintragungszahlen. Die prüfungsmäßige Erfolgsbilanz korrespondiert mit den Erfolgen beim jagdlichen Einsatz. Zu den Selbstverständlichkeiten der Arbeiten nach dem Schuss wie freudiges Apportieren, Nachsuchen, Verfolgen kranken Wildes auch im schwierigen Gelände, Schweißarbeit und Arbeit im Wasser kommen auch die Stöbereinsätze im Wasser und im Wald.

Unsere Deutsch-Kurzhaar sind vielseitig und leistungsstark, werden mit großem Erfolg auch bei der Hochwildjagd, insbesondere der Jagd auf Schwarzwild, eingesetzt. Sie sind dann nach dem Treiben in aller Regel wieder zur Stelle. Das kurze Haar, das unserer Rasse den Namen gab, hat wesentlich mehr Vorteile als Nachteile. Es ist nicht nur pflegeleicht und trocknet schnell, sondern die Gefahr von Schnee- und Eisklumpen an den Läufen und an der Bauchwolle ist nicht gegeben.

Der Deutsch-Kurzhaar hat, geschichtlich bedingt, teilweise ein eigenes geschlossenes Prüfungssystem mit einigen Unterschieden zum Prüfungssystem des JGHV, das die meisten anderen Vorstehhunderassen in Deutschland nutzen. Die Bedeutung, die wir der Suche und dem Vorstehen beimessen, entspricht nicht nur unserem Zuchtziel. Wir wissen auch, welche Bedeutung diese Fächer im Ausland haben. Länder, in denen das Field-Trial eine Zuchtprüfung ist, gewichten diese beiden Fächer in besonderem Maß, und eine erfolgreiche Zusammenarbeit in einem Weltverband lebt von gegenseitiger Toleranz. Umso erfreulicher ist eine weltweite Entwicklung hin zu dem vielseitigen, leistungsstarken Jagdgebrauchshund Deutsch-Kurzhaar.

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Die Vorfahren des Deutsch-Kurzhaar
Die Fachliteratur überliefert uns, dass die Vorfahren des DK nicht ausschließlich unter den altdeutschen Leithunden, Schweißhunden, Bracken, Hatzhunden und weiteren einheimischen Rassen zu suchen sind. Diese Hunde waren auf das Stellen und Angreifen der Beute eingestellt. Die Geschichte von Deutsch-Kurzhaar beginnt mit den Hunden, die bei der Netzjagd auf Federwild – vor allem in den Mittelmeerländern – und bei der Beizjagd eingesetzt wurden. Über Frankreich, Spanien und Flandern kamen die Vorstehhunde an die deutschen Fürstenhöfe. Die wichtigste Eigenschaft dieser Hunde war ihre Vorstehleistung. Mehr noch wurde eine vorstehender Hund verlangt, nachdem 1750 die erste Doppelflinte gefertigt war. Vor dem Hunde wurde Flugwild im Fluge erlegt.

Vom Vorstehhund zum Gebrauchshund
Die Zerschlagung der Feudalherrschaft durch Napoleon eröffnete die Möglichkeit, breitere Kreise an der Niederwildjagd teilnehmen zu lassen. Das war der Einstieg zum Übergang des reinen Vorstehhundes zum vielseitigen Jagdgebrauchshund. Hektor I (Stammbuch Kurzhaar, Band 1, gewölft 1872) darf wohl als Stammvater unserer Deutsch-Kurzhaar-Hunde bezeichnet werden. Der Typ jener Hunde war von dem unserer heutigen Kurzhaar weit entfernt. Sie waren meist schwer, hatten oft Wamme oder Senkrücken, Triefaugen und weiche Pfoten. Infolgedessen waren sie langsamer und ruhiger bei ihrer Arbeit, aber sie waren bereits leistungsstark und waren meist gute Verlorenbringer.

Die DK-Züchter haben in relativ kurzer Zeit aus einem Hektor I den Typ geformt, den unsere heutigen Hunde präsentieren. Die Maßstäbe im Standard Deutsch-Kurzhaar sind in allen Linien erreicht. Die Gesamterscheinung ist die eines edlen, harmonischen Hundes, dessen Formen Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit gewährleisten. Sie drückt sich aus durch Adel der Gesamterscheinung, fließende Außenlinien, trockenen Kopf, gutgetragene Rute und straffes, glänzendes Fell. Unter dem Markenzeichen edel, vielseitig, zuverlässig, pflegeleicht bieten die DK-Züchter dem Jäger den Hund Deutsch-Kurzhaar an.

Quelle: www.deutsch-kurzhaar.de