Archiv des Autors: Vorstand

….frisch an’s Werk

so ging es auch bei der VGP II um Bad Essen zu. Die Nachtemperaturen lagen plötzlich bei unter 0° C und ein strammer Wind blies aus Nord-Nord/Ost. Gut gelaunt und mit vollem Optimismus waren wieder 12 Gespanne angetreten, die bevorstehende Prüfung zu „meistern“. Der Sammelpunkt war heute das Hotel Deutsch-Krone in Bad Essen, wo sich die z. T. weit angereisten Teilnehmer erst einmal mit Kaffee und Tee erwärmen konnten. Nach den üblichen Regularien verließen dann die drei Gruppen das Quartier um in den nächsten zwei Tagen das Ziel VGP zu erreichen. Dank der guten Vorbereitung und der erstklassigen Reviere konnten die Hunde beweisen, ob sie dafür „reif“ waren. Eine VGP ist erst mit dem letzten Fach beendet – ob bestanden oder nicht. Erfreulich war auch heute, dass es wieder einige „Erstlings-Führer/innen“ versuchten, dieses hoch gesteckte Ziel zu erreichen. Die Verbandsrichter hatten zu ihren eigentlichen Aufgaben auch noch zwei Richter-Anwärter zu betreuen. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, da Richter-Anwärter durch praktische Arbeit bei verschiedenen Prüfungen auf ihre spätere Aufgabe vorbereitet werden. Schriftliche Berichte darüber dienen später als Grundlage für die anstehenden Prüfungen. Wir sind froh, dass wir in den letzten Jahren erstklassig ausgebildete Nachwuchsrichter in unseren Reihen haben, die durch die Prüfungsleitung an entsprechenden Stellen auch immer wieder eingesetzt werden. Heute konnten sie das „ganz große Rad“ drehen, da eine VGP immerhin über 30 verschiedene Fächer beinhaltet, die nacheinander abgearbeitet werden müssen.

Für die ordnungsgemäße Durchführung dieser Prüfung ergeht unser Dank an die Prüfungsleitung und an die vielen Helfer im Hintergrund. Ganz besonderer Dank aber gebührt den Revierinhabern/Pächtern, die uns seit vielen Jahren unterstützen. Nicht zuletzt haben auch die Revierführer einen guten Anteil am Gelingen dieser beiden Tage, auch dafür ein herzliches „Dankeschön“ und ein kräftiges Ho-Rüd-Ho.

Nachstehend die Prüfungsergebnisse dieser beiden Tage:

Gruppe I

Dinka III vom Spanger-Forst, Deutsch-Drahthaar Dr. Hartwig Rolle, Georgsmarienhütte 334 Pkt. I. Preis
Ernesto vom Meller Bruch, Labrador DRC-L Viktoria Brüning-Sudhoff Münster 319 Pkt. I. Preis
Simba II vom Isendorf, Deutsch-Drahthaar Dr. Kerstin Cohausz-Terfloth, Telgte 322 Pkt. I. Preis
Wotan II vom Bußhof, Großer Münsterländer Karl-Heinz Kröger, Ladbergen 327 Pkt. I. Preis

Gruppe II

Grando Tecklenburg, Deutsch-Kurzhaar Anne Menger, Ahlen 295 Pkt. II. Preis
Geralt z Brilicke Zatoky, Deutsch-Kurzhaar Iwona Porebska, Markelo NL 311 Pkt. II. Preis
Chocolate von der Eickser Höhe, Deutsch-Kurzhaar Dr. Volker Jansen, Halle 290 Pkt. III. Preis
Baja von der Madlage, Deutsch-Kurzhaar Dr. med. vet. Luisa Weber, Geseke ohne Preis

Gruppe III

Balu vom Gattberg, Deutsch-Kurzhaar Bastian Lindner, Melle 318 Pkt. I. Preis
Büxe III vom Spanger-Forst, Deutsch-Drahthaar Volker Winkelmann, Wrestedt 328 Pkt. I. Preis
Benzo III vom Spanger-Forst, Deutsch-Drahthaar Rüdiger Tellmann, Bissendorf 317 Pkt. I. Preis

Allen Teilnehmern wünschen wir für die bevorstehende Jagdsaison viel Freude mit ihren Hunden und verabschieden uns mit einem dreifach kräftigen Ho-Rüd-Ho.

F.S.

die Meisterprüfung …

VGP an zwei Tagen um Coesfeld

So wird sie oft genannt, die Verbands-Gebrauchs-Prüfung (VGP). Andere nennen sie die „Angst-Prüfung“ und einige sogar die „Monsterprüfung“.

Aber so schlimm ist das alles nicht, kann man gut sagen, wenn man nicht selber führt. Warum also tut man sich das an? Man tut sich nichts an, im Gegenteil – jeder darf stolz sein, wenn er die „Meisterprüfung“ geschafft hat. Es ist eine Bestätigung für Ausbilder, Führer und Hund, das alles richtig gemacht wurde. Allerdings ist das ein langer Weg. Genauso wie in der Lebens/Berufsausbildung auch. Es beginnt mit der Grundschule und klettert immer höher (wenn man etwas dafür tut), sonst bleibt man auf der Stelle stehen. Nach Abschluss der Ausbildung streben dann einige nach der „Meisterprüfung“. So auch bei der VGP. Schafft man diese Prüfung, ist das die Bestätigung für den Hund, dass er jagdlich voll eingesetzt werden kann. Das geht von der Waldarbeit über Arbeiten im Feld bis zur Wasserarbeit. Genau hier aber beginnt die Schwierigkeit dieser Prüfung. An zwei Tagen muss der Prüfling ständig „umschalten“ und so über 30 verschiedene Fächer abarbeiten. Das ist keine Hexerei, wenn der Hund auf diese Prüfung gut vorbereitet ist. Darum gehen die „Anlagen-Prüfungen“ vorweg. Hier werden die Hunde sorgsam aufgebaut und letztlich vorbereitet auf den krönenden Abschluss, die „Meister-Prüfung“.

Genauso wichtig wie die Vorbereitung der Hunde, ist die sorgsame Vorbereitung der Prüfung selbst. Das beginnt schon bei der Planung, wo sind entsprechende Reviere verfügbar, wie ist der Wildbesatz, sind alle Bedingungen der gültigen PO (Prüfungs-Ordnung) zu erfüllen, usw. usw. Besonders gefordert sind dann auch die Betreuer vor Ort, die Revierführer. Sie haben oft schon Tage vorher notwendige Arbeiten vorbereitet und sich intensiv um alles gekümmert. Das beginnt beim Ausgehen der Schweißfährten, Besorgung aller notwendigen Utensilien, Bau der Hindernisse für die Arbeiten mit dem Fuchs, Bemühungen um das richtige Gewässer, Selektion der Feldreviere usw. Arbeiten, die nur die kennen, die sie selbst schon mal gemacht haben. „Hut ab“ und ein großes „Danke schön“ für all diese Hilfen im Verborgenen. Für Hundeführer/innen und Richter ist es immer wieder eine Freude, wenn man sich persönlich bei den Helfern im Hintergrund bedanken kann. Das Umfeld und die Harmonie innerhalb einer Prüfungsgruppe an diesen beiden Tagen hilft auch, Nerven zu behalten oder manchmal auch zu beruhigen. Betroffen davon sind natürlich die „Erstlings-Führer/innen, aber auch „alte Hasen“ springen manchmal im Dreieck. Umso schöner ist es, wenn man sich gegenseitig Trost zusprechen kann und gelegentlich mit dem einen oder anderen Hinweis hilft. Deshalb – überall wird nur mit Wasser gekocht – und warum sollte man das nicht auch schaffen.

Wie bei dieser Prüfung – immerhin waren es 12 Gespanne, die sich den Aufgaben stellten. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. So waren zum Beispiel in der Gruppe II 4 Erstlings-Führer/innen. Alle haben die VGP bestanden. Zwei Geschwister sogar aus einem Zwinger „Von der Steverquelle“. Eine Hündin, ein Rüde, beide herausragend bei der Arbeit im Wasser. Beide Hunde erhielten für Stöbern ohne Ente 4h (für hervorragend). In einer anderen Gruppe stellte der Zwinger „Vom Kalkrieser Berg“ ebenfalls zwei Hunde, die mit Bestnoten bestanden, einmal sogar mit 4h in der Nase. Darüber freuen sich in erster Linie die Führer/innen, aber auch die Züchter. Für sie ist es die Bestätigung, dass hier die richtigen Gene in der Zucht zusammen kamen.

Nachstehend nun die Ergebnisse der beiden Prüfungstage:

Gruppe I

  • Pinta vom Dinkelhof, Gustav Sendner, Telgte 331 Pkt. I. Preis
  • Marlene v. Kalkrieser Berg, D. Guder, Bramsche 326 Pkt. I. Preis
  • Debbie II v. Spanger Forst DD, G. Sendner, Telgte 334 Pkt. I. Preis Nase 4h
  • Olga v. Kalkrieser Berg, Simone v. Dreele, Bramsche 321 Pkt. II. Preis Nase 4h

Gruppe II

  • Bilbo vom Gattberg, Daniela Sasse, Westerkappeln 322 Pkt. I. Preis Nase und Vorstehen 4 h
  • Azuri v. d. Steverquelle, Christa Postert, Bielefeld 309 Pkt. II. Preis Stöbern ohne Ente 4 h
  • Asco v. d. Steverquelle, Frank Wilhelmer, Telgte 330 Pkt. I. Preis Stöbern ohne Ente 4 h
  • Amtmann am Buchenbogen, Stefan Foullois, Münster 315 Pkt.I. Preis Stöbern ohne Ente 4 h

Gruppe III

  • Seppi II v. Heeker Eichengrund, KLM H. Amshove, Heek 323 Pkt. I. Preis
  • Cara v. Hülster Holt, Britta Kohlwey, Reken 323 Pkt. I. Preis Stöbern ohne Ente 4 h
  • Anni v. d. Schwieteringsburg, Chr. Woltering, Neuenk. 332 Pkt. I. Preis Stöbern ohne Ente 4 h

In allen Gruppen ein Leistungsstand auf ganz hohem Niveau. Das spricht für eine sorgfältige und systematische Ausbildung, wobei die Anlagen schon vorhanden sein müssen.

Ein gemeinsames Essen mit Preisverteilung schloss diese beiden Prüfungstage ab. Glückwunsch an alle Teilnehmer, besonders an die Erstlingsführer/innen.

F.S.

Herbstsonne und viel Schilf

So präsentierte sich die Dr. Kleemann Zuchtauslese-Prüfung in Viöl vom 11. bis 14. Oktober. Blauer Himmel und Tagestemperaturen von 25° C waren auch für die Bewohner dieser stillen und doch so schönen Gegend zwischen Küste und Nordsee ein Ausnahme Herbst. Geprägt ist dieser Landstrich normalerweise und zu dieser Jahreszeit von starkem Wind und gelegentlich auch Regen. Für die zum Teil weit angereisten Teilnehmer also beste Bedingungen.

Mit der Organisation vor Ort hat der Vorsitzende des Klub Kurzhaar Schleswig-Holstein e. V. Hubertus Krieger und sein Team beachtliches geleistet. An allen Tagen gab es eine straffe Organisation, die keine Lücken hinterließ. Trotz der in kurzer Zeit eintreffenden Teilnehmer nahm alles seinen gewünschten Verlauf.

Der Höhepunkt dieses ersten Tages war die Überprüfung des mitgebrachten Formwertes. In jeweils 2 Ringen für Hündinnen und Rüden fand zunächst die Gebiss und Identitäts-Kontrolle statt. Dann stellten sie sich den Zuchtrichtern und mancher Teilnehmer war doch überrascht, dass der mitgebrachte Formwert nicht bestätigt werden konnte. Über die Ursachen lässt sich streiten, dennoch geben sie Anlass darüber nachzudenken. Mit der sich anschließenden Richterbesprechung und dem „Grünen Abend“ beim gemütlichen Beisammensein endete der Tag.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Feld- und Wasserarbeiten. Die z. T. recht weitläufigen Suchen-Reviere boten den Hunden alle Möglichkeiten, ihr Können zu zeigen. Der Wildbesatz zeigte von der Bekassine bis zum Rehwild alles. Besonders zu erwähnen bleibt hier noch die hervorragende Betreuung durch die örtlichen Revierführer. Sie gaben sich alle Mühe, es den Hunden und Führern gerecht zu machen.

Das alte Sprichwort „Am Wasser scheiden sich die Geister“ traf auch hier zu. Ganz hervorragende Gewässer mit dichtem Schilf machten es den Hunden nicht einfach. Erfahrene und wasserfreudige Hunde konnten hier zeigen, zu welchen Leistungen sie fähig sind und andere mussten schnell erkennen, dass sie damit überfordert waren. Hier trennte sich die „Spreu vom Weizen“. Dennoch zeigten einige Hunde hervorragende Leistungen in allen Fächern, was mehrfach mit 4h zum Ausdruck kam.

Eine weitere Überraschung zeigte sich den Teilnehmern und Zuschauern am nächsten Tag. Statt der üblichen Schausuche im Feld wurden alle Hunde, die bestanden hatten, im Ring gezeigt. Einzeln wurden sie dann mit Herkunft, Leistung und Blutaufbau besprochen. Ein neuer, aber informativer Weg, der allgemein akzeptiert und für die Zukunft gewünscht wurde.

Die Teilnehmer, die die abschließende Hubertusmesse in der kleinen, aber ehrwürdigen Kirche in Viöl nicht besuchen konnten, verpassten eindrucksvolle und tiefgreifende Worte des örtlichen Pfarrers. Unterstützung fand er dabei durch ein Bläsersextett, das durch Klangreinheit und Können den Gottesdienst bereicherte.

Der Festabend, ohne lange Begrüßungsreden, mit gemeinsamen Essen fand seinen Höhepunkt in der Preisverteilung mit eingeschlossener Verlosung. Ebenfalls ein Novum, das es in dieser Form bisher nicht gab. Jeder Teilnehmer, ob bestanden oder nicht bestanden, zog bei der Zeugnisübergabe ein Los. Zahlreiche Sponsoren hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und so kamen beachtliche Präsente zum Vorschein. Die Krönung war eine Blaser R 8, es gab ein hochwertiges Druckjagdglas und zu jedem Pokal auch kleinere Geschenke bis hin zum Sack Hundefutter.

Viele Freundschaften wurden hier wieder belebt, andere neu geschlossen. Zusammenfassend kann folgendes Fazit gezogen werden. Es war eine der Dr. Kleemann Zuchtauslese-Prüfungen, die uns allen lange in Erinnerung bleiben wird. Beste Organisation, lückenloser Ablauf der gesamten Veranstaltung, tolle Reviere sowohl Feld als auch Wasser, eindrucksvolle Hubertusmesse und ein geselliger Abschlussabend mit der Preisverteilung. In dieser Runde war der Erfolg die Krönung, aber auch der Misserfolg bald vergessen.

Unsere Teilnehmer hatten beides. Dr. med. vet. Luisa Weber konnte die Prüfung mit voller Punktzahl bestehen und errang damit für ihre Hündin „Aska vom Vöhteich“ das begehrte KS für Kurzhaar-Sieger, wobei die Wasserarbeit Stöbern ohne Ente mit hervorragend 4h bewertet wurde. Eine großartige Leistung, herzlichen Glückwunsch !!

Glück und Pech hatte auch Frau Dr. med. vet. Martina Schafmayer mit ihrem Rüden „Jimbo vom Weserland“, der als schönster Rüde mit V 1 (Vorzüglich an erster Stelle)– herausgestellt wurde. Trotz seiner Suche mit 4h (also vorzüglich) konnte er in zwei Fächern nicht überzeugen und damit nicht bestehen.

Paul Bockhold erging es ebenso. Sein Rüde „Nero II vom Dinkelhof zeigte in allen Fächern eine „Sehr gute“ Leistung. Nur beim Stöbern ohne Ente konnte er nicht restlos überzeugen.

Karl-Friedrich Mählmann führte seine Hündin „Aischa von der Nienburg“, die in allen Fächern mit „Sehr Gut“ brillierte, an diesem Tage reichte aber die Nasenleistung und die Suche nicht den Anforderungen einer Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung.

Aber so ist das im Leben, mal spielt das Glück mit, mal steht man ganz alleine da. Aber ein Trost bleibt allen, der Hund ist nach der Prüfung derselbe wie vor dem Test, er ist und bleib der „Beste“.

F.S.

Mit Ho-Rüd-Ho und Hörnerklang

Bernd Hönemann zum 80. Geburtstag

.so begann das Fest zu Ehren des Jubilars aus Anlass seines 80. Geburtstages.

Von Nah und Fern kamen sie, die Gratulanten. Gemeinsam mit seiner lieben Frau Gisela begrüßte Bernd Hönemann jeden einzelnen Gast, dazu immer einen passenden Spruch auf den Lippen, so, wie wir ihn schon lange kennen. Geschenke, mal groß mal klein, darüber freut sich jeder, aber die persönliche Anwesenheit seiner Gäste war für ihn der schönste Ausdruck der Verbundenheit.

Bei solchen Anlässen gibt es immer wieder mal einen Rückblick auf das was einmal war und wie sich alles entwickelt hat – so auch heute.

Als junger Mann warb er hartnäckig um eine ebenso junge und liebe Frau, bis er sie endlich heiraten konnte. Das Ergebnis zeigte sich am heutigen Tag in Form einer intakten, zusammenhaltenden Familie, auf die beide sehr stolz sein können.

Über seine Frau Gisela kam Bernd Hönemann auch zum Deutsch-Kurzhaar. Sein Schwiegervater war Willy Blömer, ein bekannter Gastwirt und Deutsch-Kurzhaar Züchter. Sein Zwinger „Von der Wulfenau“ hat viele bekannte und leistungsstarke Jagdgebrauchshunde hervor gebracht. Selbstverständlich wurde der Jungjäger Bernd ein eifriger Mitstreiter seines Schwiegervaters. Viele Kurzhaar hat er ausgebildet und auf nationalen und internationalen Prüfungen geführt. Schönheit war ihm auch bei Hunden wichtig, aber wichtiger war für ihn Leistung, Gehorsam und Arbeitsfreude – eben ein richtiger Jagdhund. Seine Kompetenz und Erfahrungen kamen auch der Kreisjägerschaft Vechta zugute, die ihn zum langjährigen Hundeobmann ernannten. Als Pächter stellt er seit vielen Jahren sein sehr gut besetztes Niederwild-Revier zur Verfügung und half außerdem, vor allem Jungjäger und Erstlingsführern, bei der Ausbildung der Hunde.

Schon früh erkannte unser Jubilar, dass zur Jagd auch das Brauchtum gehört. Mit Gleichgesinnten entschloss er sich, eine Bläsergruppe zu gründen, die auch den Festabend mitgestaltete. Dazwischen liegen lange 60 Jahre, was auch entsprechen gewürdigt wurde. Gewürdigt wurden auch seine besonderen Verdienste um Deutsch-Kurzhaar. Der Geschäftsführer des Klub Artland-Emsland André Schiebener fand lustige und rührende Worte für seine Verdienste. Als stellvertretender Vorsitzender bekam Bernd Hönemann bereits 1995 die Ehrennadel in Gold vom Deutsch-Kurzhaar-Verband für seine besonderen Leistungen. Ganz besonders stand dabei die Organisation und Durchführung der Zuchtrüden-Vorstellung Dinklage im Mittelpunkt, die weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt ist. Er wies auch darauf hin, dass in der langen Zeit der über 40jährigen Mitgliedschaft so viel geleistet wurde, dass dafür die Zeit des Festabends nicht ausreicht. Reichen sollte die Zeit am heutigen Abend aber für die Ernennung zum Ehrenmitglied des Kurzhaar-Klub Artland-Emsland e. V. Dazu auch an dieser Stelle unsere herzlichen Glückwünsche.

Alle Gäste wünschten dem Jubilar noch schöne, genussvolle Jahre in Zufriedenheit mit der Familie, der Jagd, dem Hund und dem Brauchtum. Ho-Rüd-Ho !

F.S. 8.10.2018

Titel wie Trophäen

Frau Dr. med. vet. Luisa Weber

Unsere jüngste Verbandsrichterin hat’s nun auch geschafft. Anl. der diesjährigen Solms-Prüfung erhielt sie ihren Verbands-Richter-Ausweis aus den Händen unsere Geschäftsführers André Schiebener.

Dabei ist es noch nicht lange her, dass wir über ihre größte Errungenschaft berichten konnten – ihren Doktor Hut.

Wir sind stolz und froh, eine so arrangierte und eifrige Führerin und Züchterin in unseren Reihen zu haben.

Ihren jüngsten Nachwuchs „Baja von der Madlage“ stellte sie auf der Zuchtschau mit „Sehr gut“ in der Jugendklasse vor und war nun auch erfolgreiche Teilnehmerin auf der diesjährigen Dr. Kleemann Zucht-Ausleseprüfung in Viöl (Schleswig-Holstein). Mit ihrer Hündin „Aska vom Vöhteich“ erreichte sie die volle Punktzahl (Sehr gut in allen Fächern) und dazu noch ein 4h (vorzüglich) im Fach „Stöbern ohne Ente“.

Dazu „Herzlichen Glückwunsch“ von uns allen, verbunden mit dem Wunsch, das sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen auch an Neulinge in unseren Reihen weitergibt. Für die Arbeit als Verbandsrichterin wünschen wir ihr eine gute Hand und für ihre eigene Zucht viel Erfolg.

F.S.

Im Glanz der Herbstsonne

Solms II um Bad Essen 2018

Heute meinte es der Wettergott ganz besonders gut mit Hund und Führer/in. Mit großen Erwartungen waren 12 Paare zur diesjährigen II. Solms um Bad Essen gemeldet. Schon bei der üblichen Kontrolle (Chip-Nr., Augen- und Zähne) schickte die Sonne ihre ersten Strahlen durch das schön gefärbte Laub der umstehenden Bäume.

Die Einteilung der Gruppen und Bekanntgabe der zugeteilten Verbandsrichter war schnell erledigt. Da diese Prüfung aus zwei Teilen (Feld und Wasser) besteht, begann eine Gruppe zunächst am Wasser, die beiden anderen begannen mit der Feldarbeit. Erfreulich war die große Beteiligung der „Erstlings-Führer“, also Hundeführer/in, die erstmals an einer Solms-Prüfung teilnahmen.

Der gute Wildbesatz in allen Revieren war eine gute Basis für die zum Teil noch recht jungen Hunde. Hier konnten sie ihre Anlagen unter Beweis stellen – oder auch deutlich machen, dass es bei dem einen oder anderen Leistungsfach noch Lücken gab. Eine alte Erfahrung besagt – „am Wasser scheiden sich die Geister“. So mussten auch heute einige Richter feststellen, dass die gezeigten Arbeiten leider nicht ausreichten. Das ist bedauerlich, aber deswegen gibt ein Hundeführer nicht auf. In der Ausbildung des Hundes einen Schritt zurückgehen und dann neu aufbauen. Im nächsten Jahr ist der Hund gefestigt und kann dann erneut seine Leistung zeigen.

Nachstehend die Leistungen der Hunde, die heute bestanden haben:

Gruppe I

Otto v. Kalkrieser Berg geführt von Frau Dr. Vivian Pindur, Bochum I. Preis

Anders v.d.Schwieteringsburg geführt von Markus Mohs, Neuenkirchen I. Preis

Gustel ‚Tecklenburg geführt von Paul Ehring, Remscheid II. Preis

Gruppe II

Rosa vom Dinkelhof geführt von Markus Brinkkötter, Steinfurt ohne Preis

Rudi II vom Dinkelhof geführt von Bernhard Müter, Heiden ohne Preis

Gringo Tecklenburg geführt von René Millert, Steinfurt ohne Preis

Gina Tecklenburg geführt von Mathis Fricke, Bad Essen I. Preis

Gruppe III

Carlo von der Eickser Höhe AZP geführt von Carsten Börs, Bad Iburg I. Preis

Jule von der Königsleite geführt von K.Friedr. Mählmann, Stemwede III. Preis

Anni von der Schwieteringsburg geführt von Christian Wolterink, Neuenkirchen I. Preis

Bei der abschließenden Preisverteilung und dem gemeinsamen Essen gab es anregende Gespräche und „gute Ratschläge“. André Schiebener bedankte sich als Prüfungsleiter bei den Revierinhabern und Pächtern für die Nutzung der Reviere und verabschiedete die Beteiligten in ein sonniges Wochenende.

F.S. 7.10.18

Ein Ereignis ganz besonderer Art

Dr. Kleemann Zuchtauslese Prüfung

Ja, das ist es – die nach dem Namen des Sanitätsrates Dr. Paul Kleemann 1939 ins Leben gerufene Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung. Eine Prüfung die alle zwei Jahre durchgeführt wird. In diesem Jahr findet sie in dem Land zwischen den Meeren in Viöl, Schleswig-Holstein. vom 11. bis 14. Oktober statt.

Jeder Hundeführer eines Deutsch-Kurzhaar träumt sicher davon, einmal einen Hund auf dieser ganz besonderen Prüfung vorzustellen. Besonders deswegen, weil es ein langer, steiniger Weg ist, bis man überhaupt die Zulassung zu dieser Auslese bekommt. Die Voraussetzungen sind vielfältig, so muss der Kandidat erste Preise auf der Jugendsuche Derby, auf der Herbstzuchtprüfung Solms und auf der VGP (Verbands-Gebrauchs-Prüfung) nachweisen. Darüber hinaus muss er auf einer DK-Zuchtschau der Altersklasse mindestens den Formwert Sehr-gut erhalten haben. Eine weitere Voraussetzung ist eine bestandene Verlorenbringer-Prüfung oder die Verbands-Schweißprüfung.

Das liest sich wie eine Olympiade für Deutsch-Kurzhaar-Jagdhunde.

Wenn diese Hürden geschafft sind, geht’s richtig zur Sache. Eröffnet wird der erste Tag, (wohl eine der schwersten Hundeprüfungen der Welt), mit der Überprüfung des Formwertes. Anerkannte Zuchtrichter sind dafür zuständig.

Die Prüfungsarbeiten teilen sich auf in Feld- und Wasserarbeiten. Alle Details dazu nachzulesen in der Prüfungsordnung des DK-Verbandes. Besonderen Wert wird bei dieser Ausnahmeprüfung auch auf den Gehorsam gelegt. Nachprellen bei abstreichendem Federwild quittiert das Richtergremium mit einem „Nicht bestanden“ ebenso der zweimalige Ungehorsam am ablaufenden Hasen.

Von den hier vorgestellten Hunden erwartet man Erfahrung, williger Einsatz im Feld und Durchhaltewillen im Wasser. Die Selbständigkeit bei der Ausführung aller Arbeiten ist oberstes Gebot. Streng sind die Richtlinien, klar die Prüfungsordnung und gerecht zu beurteilen die Aufgabe der Verbands-Richter.

Zu dieser Prüfung sind 136 Paar gemeldet. Die überwiegende Zahl sind deutsche Teilnehmer, aber es gibt auch eine erfreuliche internationale Beteiligung mit Österreich, Spanien, Kroatien, Slowenien, Ungarn und den USA.

Erfreulich ist auch – und darauf sind wir ganz besonders stolz, das 4 Paare aus unserem Klub an dieser Ausleseprüfung teilnehmen.

  1. Paul Bockhold aus Heek mit seinem Rüden Nero II vom Dinkelhof
  2. Karl-Friedrich Mählmann, Stemwede mit seiner Hündin Aischa v. d. Nienburg
  3. Frau Dr. Martina Schafmayer, Oelstorf mit ihrem Rüden Jimbo v. Weserland
  4. Frau Dr. med. vet. Luisa Weber, Geseke mit ihrer Hündin Aska v. Vöhteich

Sie alle haben ihre Hunde mit viel Liebe, großem Zeitaufwand und Geduld zu Höchstleistungen gebracht und können sich nun glücklich schätzen, Teilnehmer dieser Zuchtausleseprüfung zu sein.

Klar, die Anforderungen sind groß, aber nicht zu groß, als das sie nicht zu bewältigen wären. Im Vorfeld ist alles getan und nun hängt es auch an dem bisschen Glück, den Test mit Erfolg zu bestehen. Bestanden dürfen sie sich dann mit dem Titel KS für „Kurzhaar-Sieger“ schmücken. Eine Auszeichnung die jeden Deutsch-Kurzhaar besonders macht und die der Hundeführer gerne vor sich herträgt.

Wir drücken alle fest die Daumen und wünschen dem Team Erfolg, Glück und angenehme Stunden unter Gleichgesinnten.

FS 9/18

Solms I um Coesfeld 2018

…mit Höhen und Tiefen

Dieser Prüfungstag begann schon in aller Frühe. Bedingt durch die große Teilnehmerzahl hatte die Prüfungsleitung ihre liebe Mühe, den genauen Zeitplan für die Wasser- und Feldreviere einzuhalten. Durch die perfekte Vorbereitung, dank Paul Bockhold aus Heek, und der exakten Planung von André Schiebener war alles bestens organisiert und so nahm der Tag seinen Lauf.

Nach der langen Vorbereitungszeit der Hunde durch ihre Führer/innen waren die Erwartungen entsprechend hoch. Trotzdem war der eine oder andere Prüfling am Schluss doch mehr als enttäuscht, wenn das Ergebnis ganz anders aussah, als erhofft.

Diese Anlagenprüfung im Herbst bringt für die jungen Hunde manche Überraschung, der sie dann doch nicht gewachsen sind. Die Umgebung ist eine andere, die Gruppenteilnehmer sind fremd, das Wasser und die Feldreviere sind fremd usw. Bei einigen Hunden hat das einen derart großen Eindruck hinterlassen, dass es zu völlig unerwarteten Fehlleistungen kam. Nur die wirklich gut durchgearbeiteten Hunde konnten diese Anforderungen mit Bravour meistern und bekamen zum Abschluss ihr wohl verdientes Zeugnis.

Gruppe I

Rieke vom Dinkelhof, H. Derling, Vreden I. .Preis
Rosa vom Dinkelhof, M. Brinkkötter Steinfurt ohne . Preis
Saco vom Dinkelhof, Andreas Bähre, Essen I. Preis
Stella vom Dinkelhof, Thomas Boyer, Lingen I. Preis

Gruppe II

Sapo vom Dinkelhof, R. Heuing, Heek I. Preis
Siska vom Dinkelhof, S. Bockhold, Heek I. Preis
Sepp vom Dinkelhof, Paul Bockhold, Heek I. Preis
Bilbo vom Gattberg, D. Sasse, Westerkappeln I Preis
Balko vom Gattberg, Julia Klemann, Belm I. Preis

Gruppe III

Rudi II vom Dinkelhof, B. Müter, Heiden ohne Preis
Gustel Tecklenburg, P. Ehring, Remscheid ohne Preis
Otto vom Kalkrieser Berg, Dr.V. Pindur, Bochum ohne Preis
Vulkan vom Kronsberg, Diana Berning, Grevenbroich I. Preis

Gruppe IV

Ally v.d. Schwieteringsburg, P. Denning, Neuenkirchen I. Preis
Amy v.d. Schwieteringsburg, A. Lammerding Neuenk. I Preis
Anton v.d.Schwieteringsburg, F. Reckers, Salzbergen I. Preis
Becki vom Steinbrink, A. Feldmann, Neuenkirchen I. Preis

Gruppe V (Derby und HZP)

Erny vom Brinkbusch, Ph. Overhaus, Lüdinghausen I. Preis

HZP – Hunde

Kora von Averbeck, DL H. Bendfeld, Heek 162 Pkt.
Grille IV v. Bökenhagen DD, A. Wortmann, Ochtrup 153 Pkt.
Arrax vom tiefen Veen, DL, Chr. Hanser, Nottuln 172 Pkt.

Bei aller Anstrengung und auch Enttäuschung konnte sich heute ein Derby-Teilnehmer ganz besonders freuen. Der jährlich vergebene Wanderpreis für die beste Wasserarbeit konnte sich heute Alexander Feldmann aus Neuenkirchen erstreiten. Seine Hündin Becki vom Steinbrink zeigte den Verbandsrichtern eine tadellose, selbständige Arbeit mit viel Finderwillen und Ausdauer. Eine besonders auffällige und zielstrebige Arbeit, die mit dem begehrten Wanderpreis belohnt wurde. Dazu auch an dieser Stelle nochmal unseren herzlichen Glückwunsch, auch an alle Teilnehmer, die das Glück hatten, den Prüfungstag mit Zeugnis und Urkunde zu verlassen.

Die Prüfungsleitung und natürlich unserer fleißiger Helfer vor Ort bedanken sich auch auf diesem Wege nochmal besonders bei den Revierinhabern und/oder Pächtern für die Reviere, die uns an diesem Tag zur Verfügung gestellt wurden. Wir wurden herzlich aufgenommen und hoffen, dass wir auch mal wieder anklopfen dürfen.

Mit anregenden Gesprächen und Diskussionen ging ein herbstlicher Prüfungstag zu Ende – Ho-Rüd-Ho

F.S. 16.9.2018

Richterschulung 2018

Mit der neuen Prüfungsordnung für die Zuchtprüfungen (VJP und HZP), die ab dem 01.01.2018 gültig ist, werden sich ein paar Sachen im neuen Prüfungsjahr ändern.

Aus diesem Grund fand am 08.07.2018 fand im Hotel Deutsch Krone in Bad Essen eine Richterschulung mit dem Referenten Ferdinand Schlattmann statt. Es fanden sich Verbandsrichter und Richteranwärter, als auch ein paar Hundeführer am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr im Tagungsraum ein, um gespannt und interessiert den neuen Änderungen zu lauschen. In reger Diskussion wurden alle neuen und wichtigen Aspekte der VZPO angesprochen und in Fallbeispielen erläutert.

Einige wichtige Punkte sind hier zusammengefasst:

  • Vor Beginn:
    Zur Nennung einer Prüfung ist eine Kopie der aktuellen Ahnentafel beizulegen

  • Die Richterbesprechung
    im Vorfeld der Prüfung soll offen, also mit den Hundeführern, stattfinden

  • Neue Reihenfolge:
    Die Reihung punktgleicher Hunde erfolgt auf diese Weise: Härte – Laut (Spur-, Sichtlaut) – Gehorsam – Alter

  • Nicht lautes Jagen
    muss dokumentiert werden

  • Verhaltensbeurteilung:
    ab sofort muss über den gesamten Prüfungstag das Verhalten des Hundes dokumentiert werden

  • Im Fach Nase
    wurde die „Kleinvogelwitterung“ mit aufgenommen

  • Einwirken beim Fehlverhalten
    beim Bringen ist möglich, jedoch mit Punktabzug

Viele Punkte wurden heiß diskutiert; im Gespräch wurde deutlich, dass es an einigen Stellen doch noch offene Punkte gibt, die unterschiedlich ausgelegt werden können. Einen großen Dank an Ferdinand Schlattmann, der mit seiner jahrelangen Erfahrung im Verbandsrichterwesen den ein oder anderen guten Rat mitgeben konnte und die Fragen aus dem Publikum sicher beantworten konnte.

Nun können alle Richter gestärkt und mit frischen Wissen in die Herbstprüfungssaison starten!

Vielen Dank auch an Helmut Dierker und dem Kurzhaarklub Artland-Emsland für die tolle Organisation und Bewirtung während der Veranstaltung!

LW

Mein Hut der hat 3 Ecken …..

aber dieser, um den es hier geht, ist etwas ganz besonderes – es geht um den „Doktor-Hut“. Den hat sich unser Mitglied Luisa Weber erarbeitet und redlich verdient. Nach dem Studium und Ausbildung zur Tierärztin hat sie promoviert und nun den ersehnten Doktor-Hut mit dem Titel erworben. Dazu gratulieren wir ganz herzlich und sind stolz auf eine so aktive Frau Dr. med. vet. Luisa Weber in unseren Reihen.

Wir kennen sie als aktive Hunde Ausbilderin und Führerin mit ganz hohen Zielen. Nichts bleibt da dem Zufall überlassen, alles muss bis auf den Punkt stimmen, das ist ihr Anspruch. Mit dieser Anforderung an sich selbst ging sie im letzten Jahr auch zur Internationalen Kurzhaar-Prüfung (IKP) nach Ungarn. Mit dabei Ihre Hündin „Aska vom Vöhteich“. Im Gespann bewältigten sie die international hohen Anforderungen und bestanden die Prüfung mit voller Punktzahl im ersten Preis (darüber haben wir separat bereits berichtet).

Das ist aber nur eine Seite von Luisa Weber. Seit 2014 hat sie auch einen eigenen Deutsch-Kurzhaar-Zwinger „Vom Eichendorf“ und ist bestrebt, umsichtig und mit Sachverstand die Arbeiten ihres Großvaters und Vaters weiter zu führen. Dabei steht ihr Sven Vollmer stets zur Seite, der mit seinem Rüden „Nikolaus vom Pittental“ schon ähnliche Erfolge erzielen konnte. Er unterstützt seine Luisa, wo immer er kann. Um den noch recht jungen Zwinger zu festigen, versucht Luisa Weber mit dem richtigen Blut eine fundierte Mutterlinie aufzubauen und auch dabei wünschen wir Ihr viel Glück und eine gute Hand. Gerade hat sie mit einer neu erworbenen Junghündin „Baja von der Madlage“ auf der Zuchtschau im Rheinland einen hervorragenden 1. Platz mit „Sehr gut“ erreicht. Ein weiterer Schritt, das Fundament im Zwinger „Vom Eichendorf“ zu festigen.

So kennen wir sie, immer fröhlich gestimmt, immer lustig, freundlich und zielstrebig – immer im Fokus, das nächste Ziel zu erreichen.

Das nächste Ziel steht für sie schon fest – mit ihrer Hündin „Aska vom Vöhteich“ die Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung zu bestehen. Vom 11. bis 14. Oktober stellt sie sich in Viöl (Schleswig-Holstein) den hohen Anforderungen dieser Ausleseprüfung. Um allein die Zulassung zu dieser Prüfung zu bekommen, müssen erstklassige Leistungen auf vorausgegangenen Prüfungen dokumentiert sein. Ein weiter Weg und ein hohes Ziel, aber auch die Chance, sich ggf. mit dem Titel „KS – Kurzhaasieger“ zu schmücken. Dazu wünschen wir ihr schon heute, wie auch den anderen Teilnehmern, viel Glück und Erfolg.

F.S.

….als die Römer frech geworden

dieses alte Studentenlied war eines der Signale, die die Jagdhornbläsergruppe im Hegering Engter vortrugen. Unter der Leitung von Markus Zahn eröffneten Sie die heutige Zuchtschau auf dem schönen Anwesen der Familie Groß-Klußmann in Kalkriese. Das Zuchtschaugelände dort ist eingebettet und umrandet von alten Buchenwäldern, satten Wiesen und Feldern, ein hervorragendes Ambiente für diese Veranstaltung.

Der Hausherr und gleichzeitig Zuchtwart des Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V. Ludwig Groß-Klußmann begrüßte dann die zahlreichen Gäste von nah und fern, besonders aber die Hundeführer/innen mit ihren Hunden. Ein besonderer Willkommens-Gruß galt dem heutigen Zuchtrichter Hubertus Krieger. Er war aus dem hohen Norden angereist und hatte bereits über 4Stunden Autofahrt bewältigt, um bei uns fast 40 Hunde zu bewerten. Ihm zur Seite standen Ferdinand Schlattmann und als Zuchtrichter-Anwärterin Frau Marion Bertling aus Salzbergen.

In 4 Gruppen (Jugendklasse Rüden, Altersklasse Rüden, Jugendklasse Hündinnen und Altersklasse Hündinnen) wurden die Deutsch-Kurzhaar-Hunde vorgestellt. Die Bewertung unterliegt der Zuchtordnung des Deutsch-Kurzhaar-Verbandes und damit der Ordnung des VDH (Verband für das deutsche Hundewesen).

Die gemeldeten Hunde mussten sich zunächst einer Augen-und Gebisskontrolle unterziehen. Mögliche Fehler werden dabei festgestellt und dokumentiert. Hunde aus den schon genannten Gruppen wurden einzeln aufgerufen und im abgesteckten Feld (Ring) vorgestellt. Zu bewerten sind dann der Gesamteindruck des Hundes, die Größe (Hündinnen 58-63 cm, Rüden 62-66 cm), die Bewegung in verschiedenen Gangarten, die gezeigte Ruhe/Ausgeglichenheit, das Haarkleid und noch viele Details aus der schon genannten Verordnung.

Mit viel Sachverstand und Wissen um Deutsch-Kurzhaar gelang es Hubertus Krieger in verständlichen Worten diese Besonderheiten heraus zu filtern und dem Publikum verständlich zu machen. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, wenn man sehr aufmerksames und fachkundiges Publikum um sicher herum weiß.

Aufgelockert wurde das gesamte Programm immer wieder durch die Bläsergruppe, die in gekonnter Manier Signale und Fanfaren in sauberer Klangart vortrugen. Eine große Bereicherung für die jährlich wiederkehrende Veranstaltung, die von der Zuchtschauleitung mit großem Dank bedacht wurde.

Zur Annehmlichkeit dieser Veranstaltung gehört auch die Versorgung mit Imbiss und Getränken, die die kurzweilige Veranstaltung begleiten.

Die überwiegende Zahl der erschienenen Hunde konnte mit dem Formwert „Sehr gut“ den Ring verlassen. Einige, besonders auffällig schöne und nahezu fehlerfreie Hunde, wurden mit dem Formwert „Vorzüglich“ bedacht. Insgesamt ein breites, formschönes Feld von jungen und älteren Hunden, wobei besonders die Jugend als Basis für die Fortsetzung der Zucht von besonderer Bedeutung ist.

In seinen Schlussworten sprach Ludwig Groß-Klußmann den Züchtern des Klub Artland-Emsland e. V. seinen besonderen Dank aus. Sie sind es, die in liebevoller Arbeit den Fortbestand einer gesunden Zucht sichern. Als sichtbares Zeichen dafür konnten aus dem Zwinger „Vom Dinkelhof“ zwei vielversprechende Zuchtgruppen vorgestellt werden, die das 50jährige Zwinger-Jubiläum besonders zum Ausdruck brachten. Hierfür bekam Paul Bockhold als Inhaber/Gründer dieses geschützten Zwingers einen besonderen Applaus und unseren „Glückwunsch“.

Ein extra „Leckerli“ hat dem Vorstand des Klubs besonders gut geschmeckt – die neuen Mitglieder. Junge Nachwuchs-Führer/innen, die ihren ersten Hund neben den Leistungsprüfungen nun auch auf ihrer ersten Zuchtschau vorstellten. Auch das spricht für die Harmonie und den Zusammenhang. Beides ist eine der wichtigen Aufgaben in der Vorstandsarbeit. An dieser Stelle nochmals „Herzlich Willkommen“ den neuen Mitgliedern im Kreis des Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V.

Diese sehr gut besuchte Zuchtschau klang aus mit einer eigens dafür organisierten Grill-Party im Garten der Familie Groß-Klußmann – „herzlichen Dank“ dafür von allen Beteiligten, besonders für die vielen Helfer im Hintergrund.

4. 6. 2018 F.S.

Jahreshauptversammlung 2018

Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V.

Wie in den vergangenen Jahren auch, trafen sich die Mitglieder des Klubs zur ausgeschriebenen Jahreshauptversammlung nach der Zuchtschau in Bramsche-Kalkriese.

In seiner Eröffnungsansprache begrüßte der Vorsitzende Helmut Dierker die Anwesenden, besonders aber die neuen Mitglieder. Sein Tätigkeitsbericht beschränkte sich auf Besonderheiten des Verbandes Deutsch-Kurzhaar und auf Erneuerungen in der Zucht- und Prüfungsordnung. Da diese Veränderungen in Teilen von großer Bedeutung sind, hat der Vorstand eine Richterschulung ausgeschrieben, die am 8. Juli 2018 im Hotel Deutsch-Krone um 9.00 Uhr stattfindet. Wegen der Wichtigkeit ist die Teilnahme der eigenen Richter vorgeschrieben.

Auch die Beiträge der anderen Vorstandsmitglieder wurden bewusst kurz gehalten wegen der bevorstehenden Wahlen. André Schiebener berichtete über die finanzielle Situation und bekam auf Antrag der Kassenprüfer die einstimmige Entlastung.

Ludwig Groß-Klußmann präsentierte stolz das Zuchtaufkommen der vergangenen Jahre und wies darauf hin, dass der Klub Artland-Emsland seit Jahrzehnten immer unter den ersten 3 bis 5 Klubs im Zuchtaufkommen des DK-Verbandes liegen. Erfreut war er auch über die gute Zusammenarbeit mit den Züchtern und lobte die besichtigten Zwingeranlagen, z. T. vom „Feinsten“.

Detlef Henke gab einen Abriss seiner Arbeiten und stellte dabei besonders die Zuchtrüden-Vorstellung 2017 Dinklage in den Vordergrund. Der dafür neu gestaltete Katalog fand große Zustimmung und wird auch heute noch als Nachschlagewerk angefordert. Abschließend wies er noch auf die neue Datenschutz-Gesetzgebung hin. Sie erfordert eine Überarbeitung verschiedener Informationsquellen und ggf. auch eine Überarbeitung unserer Satzung. Aus diesem Grunde ist unsere Internetseite z. Zt. off-line. Wir hoffen aber, dass ausstehende Berichte bald veröffentlicht werden können.

Abschließend erhielt der Gesamtvorstand die einstimmige Entlastung der anwesenden Mitglieder.

Neu zu wählen war der erste Vorsitzende, der stellv. Zuchtwart und der stellv. Geschäftsführer.

Im Vorfeld hatte Helmut Dierker sich bereit erklärt, im Falle einer Wiederwahl die Arbeit für eine weitere Periode fortzuführen. Der stellv. Zuchtwart Walter Galisch aus Osnabrück stand auch zur Wiederwahl an. Der bisherige stellv. Geschäftsführer Carsten Boers aus Bad Iburg bat aus beruflichen Gründen um Entlastung.

Hier nun das Ergebnis der Teilerneuerung des Vorstandes:

  1. Vorsitzender Helmut Dierker, Bad Essen Stellvertreter: Bernhard Hönemann, Dinklage
  2. Geschäftsführer André Schiebener, Nordhorn Stellvertreter: Marion Bertling, Salzbergen
  3. Zuchtwart Ludwig Groß-Klußmann, Kalkriese Stellvertreter: Walter Galisch, Osnabrück
  4. Öffentlichkeitsarbeit Detlef Henke, Lemförde

Teilerneuerung deshalb, weil lt. Satzung immer nur ein Teil des Vorstandes zur Wahl steht und im Notfall der verbleibende Vorstand weiterarbeiten kann. Carsten Boers erhielt für seine Vorstandsarbeit anhaltenden Beifall und wir alle hoffen, dass er uns auch als weiterhin als erfahrener Verbandsrichter zur Verfügung steht.

Als neues Mitglied im Vorstand steht nun Frau Marion Bertling aus Salzbergen als stellvertretende Geschäftsführerin André Schiebener zur Seite. Wir wünschen ihr viel Freude an der neuen Aufgabe, gute Zusammenarbeit und starke Nerven. Ihre bisherigen Aufgaben hat sie immer mit Bravur gemeistert. Sie führt nicht nur, sie ist seit Jahren Leistungs-Richterin, Verbands-Schweiß-Richterin, hat inzwischen auch auf internationalen Prüfungen gerichtet und steht nun kurz vor der Prüfung als Zuchtrichterin für Deutsch-Kurzhaar. In ihr haben wir eine Frau gefunden, die Freude am Deutsch-Kurzhaar hat und die ihre Aufgaben mit größter Zuverlässigkeit erledigt.

Zum Abschluss der diesjährigen Hauptversammlung wurde André Schiebener noch mit großem Lob bedacht. Seit vielen Jahren verrichtet er seine Arbeit, deren Umfang hier kein Platz findet. Nach eigener Aussage macht vieles auch Spaß, sonst würde wohl kaum jemand so eine Aufgabe übernehmen. Manchmal aber geht auch so manches in die falsche Richtung – und da kann jeder von uns mithelfen, das zu ändern. Es muss ja nicht sein, dass oft schon dafür bekannte Führer den Nennschluss vergessen, aber darauf bestehen, angenommen zu werden. Was das an zusätzlicher und unerfreulicher Arbeit mit sich bringt, kann nur der ermessen, der es selber mal gemacht hat. Nenngelder müssen mit der Anmeldung überwiesen werden, so steht es in der Ausschreibung. Leider sieht der Alltag ganz anders aus, auch das muss nicht sein. Hier können wir alle mithelfen, ihm die Arbeit etwas zu erleichtern. Der öffentliche, besondere Dank für André Schiebener war also mehr als überfällig und wir hoffen, dass er mit seiner neuen Unterstützung weiterhin die vielfältigen Aufgaben erledigen kann.

In gemütlicher Runde mit Kaffee und Kuchen endete die diesjährige Jahreshauptversammlung 2018.

F.S.

Versicherung von Jagdhunden

Gemäß einer Anfrage an die Landesjägerschaft können wir folgendes bestätigen:

Sehr geehrter Herr Schlattmann,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Der Versicherungsschutz gilt für alle nach landesrechtlichen Vorgaben (Niedersachsen) als brauchbar anerkannten Jagdhunde von Mitgliedern der Landesjägerschaft Niedersachsen.
Selbstverständlich gilt dies auch für Hunde, die z.B. die HZP/ Solms plus Zusatzfächer oder die VGP mit Übernachtfährte bestanden haben.

Mit freundlichen Grüßen
und Waidmannsheil,

Stephan Johanshon
Geschäftsführer 

Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.
Schopenhauerstraße 21
30625 Hannover

Tel.:0511-530430
Fax:0511-552048

sjohanshon@ljn.de
www.ljn.de
www.facebook.com/ljnds

Derby III – Sonne pur – im Grünen

Ungewöhnlich warm war dieser April Tag. Die Natur explodierte förmlich und zeigte sich im schönsten, saftigen Grün, das eigentlich dem Monat Mai zugeschrieben wird. Schon früh morgens brachte die Sonne angenehme Wärme für die versammelten Hundeführer/innen mit ihren Hunden aus verschiedenen Rassen. Das heutige Derby III war auch für die VJP (Verbands-Jugend-Prüfung) ausgeschrieben.

Die überwiegende Zahl der Deutsch-Kurzhaar Hunde wurde bereichert durch Deutsch-Drahthaar und Kleine Münsterländer.

Da für den heutigen Tag Temperaturen von weit über 20 ° C angesagt waren, hatte die Prüfungsleitung mit André Schiebener alle Voraussetzungen geschaffen, damit die einzelnen Gruppen schnellstens mit der Suchenarbeit beginnen konnten. Der plötzliche Wärmeanstieg machte auch den Hunden zu schaffen. Suchengänge von jeweils ca. 15 Minuten im flotten Tempo verlangt auch Hunden, die noch über wenig Kondition verfügen, alles ab. Bei den ersten Wildberührungen war das Interesse der Hunde dann besonders hoch und so konnten auch die weniger erfahrenen „Erstlings-Führer“ zum Teil tolle Leistungen ihrer Vierbeiner vorweisen. Dieser Erfolg ist aber auch nur dann möglich, wenn entsprechender Wildbesatz vorhanden ist. Ohne Wild kann der bestens veranlagte Hund keine Leistung zeigen.

Das die gesamte Prüfung bereits in den Vormittagsstunden zu bewältigen war, lag nicht zuletzt auch an den hervorragenden Kenntnissen der Revierführer. Sie haben den Hunden, aber auch den Führern/innen sehr geholfen und dafür gibt’s nur ein Wort: Danke!

Ohne das große Verständnis der Revierinhaber und Pächter für eine waidgerechte Vorbereitung und Prüfung unserer Hunde wäre alle Arbeit umsonst. Diese jungen Hunde sind es, die uns Jägern und auch Züchtern für den Jagdbetrieb der nächsten Jahre zur Verfügung stehen. Das ist „Waidgerechtigkeit“ – nur mit jagdlich brauchbaren Hunden zu jagen. Das ist unsere Aufgabe und dafür tun wir viel, manchmal zu viel aus Sicht unseres Umfeldes. Ohne das große Verständnis der Familie, der Frau, Freundin, Freund oder Partner ist es in der heutigen Zeit kaum möglich, unsere Hunde auf ihre späteren Aufgaben richtig vorzubereiten. Auch dafür sagen wir an dieser Stelle einmal „Danke“.

Nachstehend die Leistungen und Ergebnisse der einzelnen Gruppen:

Gruppe I

Seppi II vom Heeker Eichengrund KLM für die VJP geführt von Herrn Heinz Amshove, Heek mit 67 Punkten
Rieke vom Dinkelhof
DK geführt von H.Derling, Vreden I. Preis
Alpha vom Tinnershof
DK geführt von H. Gerleve, Nottuln I. Preis
Baxter vom Steinbrink
DK geführt von M. Wolters, Ahlen I. Preis

Gruppe II

Sepp vom Dinkelhof DK geführt von Paul Bockhold, Heek I. Preis
Siska vom Dinkelhof
DK geführt von Sigrid Bockhold, Heek I. Preis
Sapo vom Dinkelhof
Dk geführt von R. Heuing, Heek I. Preis Suche 4h (hervorragend)
Rudi II vom Dinkelhof
DK geführt von B. Müter, Heiden I. Preis

Gruppe III

Nele vom Schultenort DD geführt von Ulrich Scho, Ochtrup 69 Pkt.
Erny vom Brikbusch
Dk geführt von Ph. Overhaus, Lüdingh. II. Preis
Quilla del valle de Carranza
geführt von M. Koslowski I. Preis aus Grevenbroich, Nase 4h (hervorragend)
Cara vom Hülster Holt
DK geführt von B. Kohlwey, Reken I. Preis Vorstehen 4h (hervorragend)

Gruppe IV

Rosa vom Dinkelhof DK geführt von M. Brinkkötter, Steinfurt II. Preis
Stella vom Dinkelhof
DK geführt von Th. Boyer, Lingen I. Preis
Aika vom Tinnershof
DK geführt von Hubert Fels, Nottuln I. Preis
Saco vom Dinkelhof
DK geführt von Andreas Bähre, Essen I. Preis

Allen Teilnehmern/innen herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Anlage-Prüfung Derby und zur bestandenen VJP (Verbands-Jugend-Prüfung)

Nach einem gemeinsamen Essen und der Preisverteilung wurde in kleineren Gruppen fleißig diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

Der Prüfungsleiter André Schiebener verabschiedete alle mit dem Hinweis auf rechtzeitige Anmeldung zur diesjährigen Zuchtschau am 3. Juni in Bramsche-Kalkriese. Nennschluss ist der 19. Mai 2018

21. April 2018 Ferdinand Schlattmann

Hervorragend – bei Wind und Wetter

….so verlief der Tag des II. Derbys um Bad Essen. Diese Prüfung war auch ausgeschrieben als VJP (Verbands-Jugend-Prüfung). Gemeldet waren 15 Hunde, 13 Deutsch-Kurzhaar, 1 Deutsch-Drahthaar und ein Weimaraner.

Beim morgendlichen Sonnenschrein trafen sich die Teilnehmer am Hotel Deutsch-Krone in Bad Essen. Zwar schien die Sonne schon recht früh, der Wind war allerdings sehr stramm und gefühlt „eisig kalt“. Das änderte sich zwar im Laufe des Tages und gegen Mittag zeigte das Thermometer bereits über 20° C. Von dem starken Wind mal abgesehen, beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Prüfungstag. Nach der Registrierung der Hunde mit ihren Führer/innen begann dann die Augen und Gebisskontrolle. Einige Hunde fanden das gar nicht so gut, wenn da ein „Fremder“ an die Zähne will. Die überwiegende Zahl hatte damit überhaupt kein Problem, da sie das offenbar auch geübt hatten. Wer da noch Bedarf hat, sollte mit der Übung bald beginnen, denn auf der bevorstehenden Zuchtschau am 3. Juni in Bramsche-Kalkriese wird jeder Hund durch einen Spezial-Zuchtrichter nochmal kontrolliert. Die übrigen Formalitäten waren schnell erledigt und so konnten drei Gruppen mit jeweils 5 Hunden ihre Arbeit im Feld beginnen.

Diese Frühjahrsprüfungen Derby/VJP sind „Anlage-Prüfungen“. Überprüft wird hier, ob und wie der Hund sich auf seine künftige Arbeit auf der Jagd einstellt. Ob er suchen und finden will, ob und wie er die Witterung von Wild wahrnimmt, ob und wie er durch „Vorstehen des Wildes“ seinen Führer aufmerksam macht usw. Eine überaus spannende Angelegenheit für Führer/innen und auch für die Verbandsrichter, die die Arbeiten zu bewerten haben. Notwendig sind dafür allerdings Reviere, die über einen entsprechenden Wildbesatz verfügen. Das war in den heute zur Verfügung stehenden Revieren ausgezeichnet und dafür gilt unser Dank besonders den Revierinhabern und auch den Revierführern. Das ist eine gute, aber auch notwendige Voraussetzung, damit die Hunde zeigen können, wo ihre Stärken, oder evtl. auch ihre Schwächen liegen. Das Ergebnis zeigt das überdurchschnittliche Niveau der heute vorgestellten Hunde. Ein Erfolg unserer verantwortungsvollen Züchter, die durch wohl bedachte Planung bei der Anpaarung dieses Ziel erreichen konnten.

Die Führer/innen sollten sich aber auf diese Ergebnisse nicht „ausruhen“. Intensive und fachgerechte Weiterbildung steht nun auf dem Programm, denn die nächsten Prüfungen im Herbst stehen schon vor der Tür. Da wird sich dann zeigen, ob die Anlagen weiter entwickelt und gefördert wurden.

Der heutige Prüfungstag war ein voller Erfolg und das zeigt sich in den nachstehenden Ergebnissen:

Gruppe I

  • Danja vom Brunnen Weimaraner-Hündin VJP 70 Punkte geführt von Fritz Mithöfer, 49324 Melle
  • Balu vom Gattberg DK Deutsch-Kurzhaar-Hündin I. Preis Benotung 3 x 4h (für Nase, Suche und Vorstehen hervorragend) geführt von Bastian Lindner, 49326 Melle
  • Balko vom Gattberg geführt von Julia Klemann, Belm I. Preis
  • Betty vom Gattberg geführt von Christa Huser, Bissendorf I. Preis
  • Bosse vom Steinbrink geführt von Detlef Henke, Lemförde I. Preis

Gruppe II

  • Dinka III vom Spanger-Forst Deutsch-Drahthaar-Hündin 74 Punkte geführt von Dr. Hartwig Rolle, 49124 Georgsmarienhütte
  • Gina Tecklenburg DK geführt von Mathis Fricke, Bad Essen I. Preis
  • Inka vom Esterhof DK geführt von Stefan Hilgemann, Ladbergen 3 x 4h (für Nase, Suche, Vorstehen hervorragend) I. Preis
  • Anton v. d. Schwieteringsburg DK gef. von Franz Reckers, Salzbergen Benotung 4h für die Nasenleistung I. Preis
  • Cox vom Mölder DK geführt von Martin Jenske, 59557 Lippstadt 3 x 4h (für Nase, Suche, Vorstehen hervorragend) I. Preis

Gruppe III

  • Charly v. Goldensberg DK gef. von M. Blankmann, Dohren I. Preis
  • Jakito v. Knappen Ort DK gef. von M. Schwietert, Belm III. Preis
  • Anders v. d. Schwieteringsburg, M. Mohs, Neuenkirchen II. Preis
  • Gringo Tecklenburg DK gef. René Millert, 48565 Steinfurt I. Preis
  • Nanga z Buchowca DK R. Scheggetman, Haaksbergen NL I. Preis

Allen Teilnehmern/innen „Herzlichen Glückwunsch“ zur Leistung ihrer Hunde und weiterhin viel Freude damit.

F.S.

Wichtige Mitteilung zur Versicherung von Jagdhunden

Mit Beginn des neuen Jagdjahres tritt für Jagdhunde von Mitgliedern der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) ein neuer Versicherungsschutz in Kraft. Danach sind diese bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr – ­sofern sie eine Brauchbarkeitsprüfung absolviert haben oder sich bis zum zweiten Lebensjahr in der Ausbildung befinden – auf Drück- und Treibjagden gegen Unfälle versichert..

Die LJN hat darüber mit der Versicherung VGH einen Rahmenvertrag abgeschlossen. Der Unfallschutz erstreckt sich auf Unfallereignisse in Niedersachsen und in den angrenzenden Bundesländern. Leistungen aus der Versicherung gibt es bei Tod, Nottötung und Verletzung des Hundes infolge eines Unfalles während einer Gesellschaftsjagd. Die vereinbarte Versicherungssumme beträgt höchstens 4000 Euro, bei Tod ­maximal 2000 Euro pro Hund und Schadensfall. Pro Schadensfall gilt eine Selbstbeteiligung von 150 Euro. Für Jagdhunde während der Ausbildung halbiert sich die Versicherungssumme. Kommerziell eingesetzte Hundemeuten sind nicht versichert. Die Versicherung wird aus Mitteln der Jagd­abgabe gefördert. mh

Versicherung_2018Jagdhunde sind ab sofort in Niedersachsen auf Drück- und Treibjagden gegen Unfälle verschert.

Foto: Michael Stadtfeld

Wichtig für Richteranwärter und Obleute

Auf der Hauptversammlung des JGHV am 18.03.2018 wurde auf Antrag nachfolgende Änderung der „Ordnung für das Verbandsrichterwesen“ beschlossen.

Zukünftig wird der Richteranwärterausweis am Prüfungstag vom Richterobmann unterschrieben. Der Richteranwärterausweis wird nicht -wie bisher- mit dem Richteranwärterbericht mitgeschickt, sondern verbleibt beim Richteranwärter.

Nachfolgend der Text des §4 der Verbandsrichterordnung

(3) b) Über jede Prüfung ist innerhalb von 2 Wochen ein Richteranwärterbericht doppelt zu erstellen und an den Richterobmann, bei Fachrichtergruppen an die Richterobleute zu senden. Ein kommentiertes Exemplar schickt der RO (…) an den RA zurück.
(3) c) Die Bestätigung auf dem Richteranwärterausweis durch den RO ,…, erfolgt direkt nach Beendigung der Prüfung…………….

Ein Auftakt nach Maß

Derby I um Bakum 11. 3. 2018

Verwöhnt waren wir ja nicht mit dem Wetter in den zurück liegenden Monaten. Für den heutigen Tag kündigte der Wetterbericht dennoch Temperaturen im zweistelligen Bereich an. Allerdings hatte man uns den stark von Osten einfallenden Wind vorenthalten, der das Ganze wiederum ungemütlich machte. Trotzdem verstanden es unsere Jährlinge, ihre Anlagen z. T. in Vollendung zu zeigen. Wenn es dennoch mal zu einem „Patzer“ kam, war das auch kein Beinbruch – die Bedingungen für die Einarbeitung der jungen Garde war eben nicht gut, hinzu kommt noch der z.T. erhebliche Mangel an Niederwild. Damit hatten wir hier, in dem schönen Revier Bakum keine Probleme. Wie alljährlich empfing uns unser stellv. Vorsitzender Bernd Hönemann mit seinen Gehilfen zum ersten Derby, das schon aus Tradition hier durchgeführt wird. Was Hege und Pflege eines Reviers ausmacht, ist hier immer wieder zu sehen und das macht richtig Freude. Hier kann man den Hunden noch Wild zeigen, sehr zur Freude der Führer und Richter. An dieser Stelle noch einmal „Herzlichen Dank“ von uns allen, Bakum ist die längste Anreise wert.

Gemeldet waren 16 Hunde, aufgeteilt in drei Gruppen. Die Prüfungsvorbereitung und die Leitung der heutigen Veranstaltung hat ebenso schon Tradition. Unser Geschäftsführer André Schiebener ist immer auf den Punkt vorbereitet und sorgte mit Umsicht und Ruhe für den reibungslosen Ablauf dieser Prüfung. Dabei helfen ihm natürlich auch die vorher benannten Verbandsrichter, denen gerade bei Anlageprüfungen eine große Verantwortung zukommt. Der große Abschluss bildet dann das gemeinsame Essen. Auch das hat schon Tradition im Hause Brennerei Meistermann. In diesem Haus, mit viel Flair und Atmosphäre fühlen wir uns seit Jahrzehnten bestens aufgehoben und hoffen, dass das noch lange so bleiben kann. An dieser Stelle auch einmal ein großes „Dankeschön“ an die Küche, die uns immer bestens versorgt.

Gesättigt und gut gelaunt nahmen die Führerinnen und Führer ihre Zeugnisse entgegen. Als kleines Beiwerk gab es noch eine Erinnerungsplakette oder auch eine „grüne DK Artland-Emsland Mütze“ Damit ging wieder ein schöner Prüfungstag zu Ende, aber der nächste steht schon vor der Tür 7. 4. 2018 um Bad Essen. F.S.

Nachstehend die Ergebnisse Derby I um Bakum

Gruppe I

  • Anni von der Schwieteringsburg, Führer Chr. Woltering, Neuenkirchen I. Preis
  • Ally von der Schwieteringsburg, Führer Peter Denning Neuenkirchen I. Preis
  • Amy von der Schwieteringsburg, Führer A. Lammerding, Neuenkirchen I. Preis
  • Anders v. d. Schwieteringsburg, Führer Markus Mohs, Neuenkirchen o. Preis
  • Becki vom Steinbrink, Führer Alexander Feldmann, Neuenkirchen I. Preis

Gruppe II

  • Grando Tecklenburg, Führerin Anne Menger, 59227 Ahlen I. Preis
  • Gustel Tecklenburg, Führer Paul Ehring, Remscheid I. Preis
  • Greta Tecklenburg, Führerin Anne Rickes I. Preis
  • Gauner Tecklenburg, Führerin Christine Kleier I. Preis
  • Batmann vom Gattberg, Führer S. Brunhöver, Lingen I. Preis
  • Bilbo vom Gattberg, Führerin Daniela Sasse, Westerkappeln I. Preis

Gruppe III

  • Jule v. d. Königsleite, Führer Karl F. Mählmann, Stemwede I. Preis
  • Britt v. d. Niederheide, Führer Willy W. Immken, Gehlenberg I. Preis
  • Janka v.d. Königsleite, Führer Markus Putthoff, Damme o.Preis
  • Jubilee vom Mausberg, Führer Karl F. Mählmann, Stemwede I. Preis
  • Baja von der Madlage, Führerin Luisa Weber, Geseka I. Preis

Wichtige Mitteilung an unsere Mitglieder Richterschulung neue VZPO

Vorsorglich weisen wir schon heute darauf hin, dass wir eine offizielle Richterschulung zum Thema VZPO

               am Sonntag, 8. Juli 2018

in Bad Essen anbieten.

Die Teilnahme für unsere Verbandsrichter ist Pflicht, da doch sehr viele Änderungen gegenüber der alten PO zu diskutieren sind. Alle Hundeführer laden wir ebenso herzlich ein, damit Sie auf der nächsten Prüfung keine böse Überraschung erleben.

Aus organisatorischen Gründen melden Sie sich bitte per e-mail bei André Schiebener an

             andreschiebener@t-online.de

Von ihm erfahren Sie dann auch nähere Details.

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk …

wurde unserem Mitglied Marcel Driezes zuteil. Wer das soeben eingetroffene Kurzhaarblatt aufmerksam gelesen hat konnte feststellen, dass Marcel mit seinem Rüden „Gerald z Brilicke Zatoky“ einen beachtlichen 3. Platz im Rüdenfeld einnehmen konnte. Sein Rüde brachte auf der diesjährigen IKP in Ungarn „Sehr gute“ Leistungen in allen geforderten Fächern. Besonders hervorzuheben ist dabei die Suche, die mit „hervorragend“ 4h bewertet wurde. Ausführlich haben wir darüber bereits im Oktober d. J. auf unserer web-site berichtet. Einen dritten Platz unter den ersten 10 Rüden auf einer Internationalen Kurzhaar-Prüfung, mit insgesamt 206 geprüften Hunden zu belegen, ist schon eine besondere Auszeichnung. Hinzu kommt noch, dass Marcel mit seinem Rüden für die Schausuche vorgeschlagen wurde. Damit aber noch nicht genug – bei der Formwertbeurteilung am ersten Tag dieser großen Prüfung erhielt der Rüde die Bestnote „Vorzüglich“. In gekonnter Manier hat Iwona Porebska/Driezes den Rüden im Ring vorgestellt. Es ist schon etwas Besonderes zu sehen, wie sie es fertig bringt, einen Hund mit all seinen Vorzügen ins rechte Licht zu stellen. Sie versteht es ausgezeichnet, auch jedes Detail so zu platzieren,  dass es seine Wirkung nicht verfehlt. Zu dieser besonderen Leistung und Auszeichnung gratulieren wir ganz herzlich und sind stolz auf ein so leistungsstarkes Team, das uns auf der diesjährigen IKP in Ungarn vertreten hat.

Der Vorstand Artland-Emsland e. V.

VGP II um Bad Essen am 28.-29.10.2017

…zum guten Schluss…

Der Wettergott hatte zum Glück Gnade mit den angereisten Hundegespannen und der Richtergruppe. Das Wetter war deutlich schlechter angesagt- zum Glück konnten alle die beiden Tage – auch wenn es teilweise ziemlich starke Böen waren- zumindest trocken überstehen. Wobei vom Überstehen nicht die Rede sein kann. Beide Hundeführer hatten ihre Hunde wirklich sehr gut auf diese Meisterprüfung vorbereitet. Und das ist sie wahrhaftig, eine Meisterprüfung. Denn die Hunde müssen sich in über 30 Fächern beweisen und ihre Arbeiten unter Beweis stellen. Das macht man nicht mal eben so. Früh morgens machten wir uns zunächst auf die Suche nach den Fasan, brauchen wir diese doch für die Vorstehleistung und das Benehmen am eräugten Federwild. Zum Glück kamen wir auch recht zügig an das Wild, was jedoch dem ein oder anderen Hund animierte, erstmal „jagen“ zu gehen – so oft hat man ja heutzutage leider nicht mehr so einen guten Niederwildbesatz wie wir es hier in den Revieren um Wimmer vorgefunden haben. Als dann aber alle wieder am Bord waren, ging es weiter zur Schweißarbeit. Wie sagt man so schön, Schweißarbeit ist Fleißarbeit. Da kam doch ein Führer mächtig ins Schwitzen, aber es hat sich auch hier gezeigt, man muss seinem Hund vertrauen. Bei unserem Damengespann gab es keinerlei Probleme, die beiden fanden „wie im Flug“ zum Stück. Damwild tot klang es dann aus dem Jagdhorn. Nach und nach wurden die weiteren Waldfächer abgearbeitet. Mit kleinen Punktverlusten haben sich beide Kandidaten aber gut geschlagen. Weiter ging es dann mit der Feldarbeit. Schleppen ziehen, Freiverlorensuche und die weiteren Feldfächer mussten geprüft werden. Auch hier zeigten die beiden Gespanne sehr gute Leistungen, die Führer hatten die Hunde wirklich gut vorbereitet. Da war es auch nur noch ein Klacks, die Gehorsamsfächer abzuarbeiten. Somit konnten am ersten Prüfungstag die Fächer kurz und knackig abgearbeitet werden und man konnte am Sonntag – dank der Zeitumstellung – auch eine Stunde länger schlafen. Ausgeruht und topfit ging’s dann zur Wasserarbeit und den restlichen Prüfungsfächern. Trotz der niedrigen Temperaturen waren auch diese Fächer für die beiden Hunde kein Problem. Die zwei VGP-Tage endeten dann in gemütlicher Runde und einem Abschlussessen mit zwei glücklichen Hundeführern, die nun wahre „Meisterhunde“ am Strick haben. Wir wünschen allen nochmals herzlichen Glückwunsch ein kräftiges Waidmannsheil zur bestanden Prüfung.

Hier die Ergebnisse:

Alma vom Osterbeck geführt von Klaus Oertmann, bestanden in einem 1. Preis mit 292 Punkten

Lotte vom Kalkrieser Berg geführt von Anna Heidemann, bestanden in einem 1. Preis mit 313 Punkten

Luisa Weber

VGP I um Coesfeld am 21.-22. 10. 2017

……mit den Launen der Natur

Recht sollte er haben, der Wetterdienst. Wasser wie aus dem Kübel, so sah es morgens, noch ganz früh, aus. Aber pünktlich zur Zusammenkunft der gemeldeten 4 Gespanne zur diesjährigen VGP lichtete sich der Himmel. Sehr zur Freude der Teilnehmer und der angereisten Verbands-Richter. Freundlich wurden wir auf dem Dinkelhof der Familie Bockhold in Heek empfangen und zum deftigen Frühstück eingeladen. Die üblichen Regularien waren schnell erledigt und somit ging es zur ersten Aufgabe der zweitägigen Prüfung. Es ist schon eine enorme Aufgabe für Hund und Führer, über 30 verschiedene Aufgaben in dieser Zeit zu erledigen. Aber immerhin geht es bei der VGP um die „Meisterprüfung“ unserer Jagdhunde. Hier müssen und können sie zeigen, was sie in den letzten Jahren gelernt und nicht vergessen haben. In den schönen Waldungen der Salm-Salm‘schen Forstverwaltung im Borkener Raum empfing uns dann der zuständige Revierförster Udo Hüing. Selbst ein leidenschaftlicher Jäger und Hundeführer, in dessen Revier wir schon zum wiederholten Mal sein durften. Inzwischen meinte es auch der Wettergott gut mit uns und schickte die ersten Sonnenstrahlen durch das herbstliche Laub der zum Teil über 100jährigen Buchen. Als erste Aufgabe waren die Waldfächer zu erledigen. Die Schweißfährten, über Nacht gestanden und 400 m lang, trieben dann die ersten Schweißperlen bei dem einen oder anderen Hundeführer auf die blanke Haut und damit ganz schnell durch Hemd und Jacke. Die Verleitungen durch anderes Wild (Hase, Reh, Rot- und Schwarzwild) waren für manchen Hund interessanter als die künstlich hergestellte Schweißfährte. Alle 4 Prüflinge kamen zwar zum ausgelegten Stück, aber mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die erste Hürde war genommen, aber schon wartete das nächste Schreckgespenst – die Arbeit mit dem Fuchs. Fuchs-Schleppe und Bringen von Fuchs über Hindernis, schreibt sich einfach, ist aber für einige Hunde eine ekelige, weil stinkige Angelegenheit. Einer der Aspiranten verweigerte beide Aufgaben und konnte somit nicht weitergeprüft werden. Ja, so streng sind hier die Prüfungsanforderungen, sehr zum Leidwesen des betroffenen Führers mit seinem Hund. Aber jeder, der Hunde ausbildet und auch führt, kennt diese Situation – auch der Hund darf mal einen schlechten Tag haben – und zweimal am Tag „stinkender Fuchs“, wer mag das schon. Bis zum späten Nachmittag waren dann auch die restlichen Waldfächer geprüft, ohne besondere Vorkommnisse für die verbliebenen drei Gespanne. Der zweite Tag war für die Arbeiten Wasser und Feld reserviert. Wasser gab’s reichlich, zum Teil „strichweise“ zum Teil heftig, aber immerhin. Bei diesen Arbeiten gab es zwar auch unterschiedliche Leistungen, aber jeder Hundeführer wusste durch das „offene Richten“, wo er stand und wo er sich ggf. noch verbessern konnte. Besondere Anforderungen stellt die Prüfungsordnung an den Gehorsam. Hunde, die zur VGP antreten, müssen beweisen, dass sie auch in Ausnahme Situationen ihre Nerven beherrschen und stellen dann oft mit Erschrecken fest, dass Herrchen nervlich völlig „am Ende ist“. Aber so ist sie, die „Meisterprüfung“ – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die Zusammenarbeit Hund und Führer soll so sein, wie sie auch im praktischen Jagdbetrieb gern gesehen wird – harmonisch und einvernehmlich. So endeten dann auch zwei VGP – Tage, die mit einem gemeinsamen Essen ihren Abschluss fanden. Besonderen Dank an dieser Stelle nochmals der Familie Bockhold für den freundlichen Empfang und die schmackhafte Versorgung, Heinz Amshove und Jörg Krabbe für die Vorbereitungen und natürlich dem Revierförster Udo Üing – allen ein kräftiges Ho-Rüd-Ho.

Hier die Ergebnisse:

Hund Nr. 1 Nero II vom Dinkelhof DK geführt von Paul Bockhold 1. Preis mit 312 Punkten

Hund Nr. 2 Quelle von Heek DL geführt von Heinz Amshove, Heek 1. Preis mit 334 Punkten

Hund Nr. 3 Queen II vom Dinkelhof DK geführt von Th. ten Elzen ohne Preis

Hund Nr. 4 Mona v. Kalkrieser Berg DK geführt von Rolf Lindwehr 2. Preis mit 319 Punkten

Uns freut besonders, dass Rolf Lindwehr mit seiner Hündin Mona vom Kalkrieser Berg als „Erstlings-Führer“ dieses Ergebnis erzielen konnte – Waidmannsheil.

Ferdinand Schlattmann

Solms II um Bad Essen

So`n schie…. Wetter

Regen und starker Wind bei der Solms II um Bad Essen

Diese Prüfung stand unter keinem guten Stern. Wolkenbehangen, dunkel und ungemütlich war`s, als sich die Teilnehmer der 2. Solms in Bad Essen trafen. Gemeldet waren 9 Hunde, erschienen dann aber 7. Nach den üblichen Regularien ging die Gruppe II zunächst ans Wasser, die I. Gruppe zunächst ins Feld. Zur Wassergruppe gehörten 3 Hunde, die ihre Aufgaben lt. Prüfungsordnung zu erledigen hatten. Das zunehmend schlechte Wetter machte letztlich auch den Hunden zu schaffen. Es fehlte bei einigen der Vorwärtsdrang, der Trieb, Beute zu machen, es fehlte die Selbständigkeit – es fehlte einiges, was Führer und Richter hier zu verarbeiten hatten. Aber wer selber führt, kann sich in die Situation eines Führer versetzen, es ist zum „verzweifeln“. Dennoch ist zu bedenken, dass auch der Hund gute und schlechte Tage haben kann. Er ist kein Wecker, den wir am Prüfungstag einfach ablaufen lassen. Erfahrene Führer kennen das Spiel, schade nur, wenn es gerade einen „Erstlingsführer“ trifft, der dann enttäuscht nach Hause geht. Das Hunde es trotz der widrigen Umstände können, bewies die andere Gruppe, die mit sehr guten Ergebnissen diese Arbeiten beenden konnten. Aber so ist es eben – der Eine hat einen guten, der Andere einen schlechten Tag erwischt. Ähnlich verhielt es sich bei den Feldarbeiten. Mit viel Wasser in der Nase und starkem Wind lässt sich Wild nur schwer festmachen. Auch hier zeigten sich unterschiedliche Leistungen, was sich dann auch in der Benotung für die einzelnen Arbeiten bemerkbar machte. Erfahrene Verbandsrichter sind hier gefragt, die gezeigten Anlagen der zum Teil noch jungen Hunde richtig einzuordnen und zu bewerten.

Nachstehend die Ergebnisse der beiden Gruppen:

Gruppe I:

Olga v. Kalkrieser Berg, Führerin Simone von Dreele, Bramsche bestanden mit I. Preis

Lotte v. Kalkrieser Berg, Führerin Anna Heidemann, Bielefeld bestanden mit I. Preis

Cleo von der Eickser Höhe, Führer Maik Vornholt, Wallenhorst bestanden mit II. Preis

Chocolate von der Eickser Höhe, Führer Dr. Volker Jannsen, Halle bestanden mit I. Preis

Gruppe II:

Merle vom Dinkelhof, Führer Paul Bockhold, Heek bestanden mit II. Preis

Queen II vom Dinkelhof, Führer Theo ten Elzen, Haaksbergen NL ohne Preis

Caila von der Eickser Höhe, Führer Hermann Kellersmann, Hilter bestanden mit I. Preis

Erfreulich, dass sich unter den 7 Führern 4 „Erstlingsführer“ befanden. Wir wünschen allen Führern weiterhin eine glückliche Hand und viel Freude mit ihren Hunden.

Trotz der etwas widrigen Umstände erhellten sich die Gesichter bei der Preisverteilung, mit der die Veranstaltung abgeschlossen wurde.

Die nächsten Prüfungen sind zwei VGPen, 21. und 22. 10. um Coesfeld und am 28. und 29. 10. 2017 um Bad Essen.

Ferdinand Schlattmann

Neue Club-Jacken

 Öffentlichkeitsarbeit mal anders …..

Wie wär`s denn mal mit einer schicken Club-Jacke? Diese Frage stellte sich unser Mitglied Marion Bertling aus Salzbergen. Als Fachfrau kümmerte sie sich und stellte auf der diesjährigen Zuchtrüden Schau in Dinklage das erste Exemplar vor. Eine leichte, schicke Softhell-Jacke, in einem ansprechenden Grün gehalten. Der Rücken zeigt, woher man kommt, und vorne sieht man, wem sie gehört. Eine gute Idee die ganz spontan angenommen wurde.

Auf der IKP in Ungarn wurden die ersten „Grünen“ nun an die Käufer/innen ausgegeben. Eine wirklich gelungene Sache, schick, leicht, trotz dem Wind und auch gegen Regen ist sie resistent.

Wer nicht in Dinklage sein konnte kann immer noch Kontakt mit Marion Bertling aufnehmen marion.bertling@web.de und Details mit ihr absprechen. Oder man trifft sich auf den nächsten Prüfungen oder auf der Jagd – wer weiß.

Die neuen Club-Jacken

Die neuen Club-Jacken

IKP 2017 in Ungarn

Die Puszta rief – und alle kamen

Über 200 Deutsch-Kurzhaar waren zur diesjährigen IKP (Internationale Kurzhaar-Prüfung) nach Ungarn gekommen. Einige per Flugzeug, andere mit dem Auto und hatten etwa 1300 bis 1500 km vor der Brust. Eine Strapaze für die Hunde und natürlich auch für die Fahrer. Spätestens bei der Ankunft im Prüfungsbüro in Fülöpsálas, in der Nähe der bekannten Stadt Kecskemét, waren alle Anstrengungen vergessen. Einige Teilnehmer waren schon Tage vorher angereist um die Hunde an die neue Umgebung zu gewöhnen und in ausgesuchten Revieren noch etwas zu üben. Angekündigt waren durch die Ungarn gutes Vorkommen an Rebhühnern und Fasanen, sowie gelegentlich auch Hasen. Die Anmeldung im Prüfungsbüro war am Freitag, 29. September 2017. Um 13.00 Uhr erfolgte dann die offizielle Begrüßung mit standesgemäßem Hörnerklang – ein Genuss. Danach folgte dann die spannende Formwertbeurteilung. In 4 Ringen wurden die Hündinnen und Rüden vorgestellt und durch jeweils 3 Zuchtrichter in jedem Ring beurteilt. Hier galt es festzustellen, ob der mitgebrachte Formwert auf internationaler Basis bestätigt werden konnte. Einige Hunde konnten ihren Formwert nicht halten und wurden herabgestuft, einige hatten aber Glück und wurden im Formwert verbessert. Leider konnten auch einige Hunde nicht geprüft werden, da der Formwert „Gut“ festgestellt wurde, was zum Ausschluss führt. Ebenso erging es einigen Hunden, die nervlich nicht in Ordnung waren und damit ausschieden. Insgesamt zeigte sich aber ein sehr schönes Feld von Rüden, bei den Hündinnen war es schon mal besser. Traditionell erfolgte dann die Richterbesprechung, an der auch die Teilnehmer zugelassen waren. Hauptsächlich dient sie dazu, möglich einheitliches Richten zu gewährleisten.

Die Prüfung begann dann am Samstag, 30. September. In Gruppen von 3 bis 5 Hunden wurden 39 Einheiten um 7.30 Uhr an den verschiedenen Treffpunkten erwartet. Einige Gruppen arbeiteten zuerst im Feld, andere erst am Wasser. Das Wetter meinte es gut mit allen Teilnehmern, morgens war es teils sehr kühl, den ganzen Tag über dann aber Sonnenschein mit Temperaturen von 20 bis 24 °.

Die Puszta ist ein großflächiges, weites Land, kaum Baumbesatz, dafür aber, man glaubt es kaum, Weingärten auf ebener Erde. Hier wird unter anderem der gute Tokaja produziert – gefährlich, wenn es mal ein Glas zu viel wird.

In diesen großen Flächen konnten sich unsere Hunde richtig los lassen und zeigen, was sie gelernt hatten. Einige kamen mit der z. T. unbekannten Spezies „Rebhuhn“ nicht zurecht und hatten dann Probleme, die Prüfung zu bestehen.

Bei der Wasserarbeit gab es andere Schwierigkeiten. Zum Teil waren die Gewässer riesig groß, andere Kanal ähnlich, wohl mit Schilf bewachsen aber sehr dicht. Das bereitete nicht nur den Hunden Probleme, sondern auch den Enten, die das dichte Schilf nicht annahmen. Von vergleichbaren Bedingungen konnte man hier in der Tat nicht sprechen. So hatte der eine Suchen-Glück, der andere Pech. Alles in Allem war diese IKP aber bestens vorbereitet und alle Beteiligten hatten sich viel Mühe gemacht.

Unsere Teilnehmer hatten das Glück auf ihrer Seite. Alle 4 Hunde haben diese IKP 2017 bestanden, drei sogar mit einem 1. Preis, ein Hund bekam einen 2. Preis. Der mitgebrachte Formwert wurde bei allen Hunden bestätigt. Erfreulich, dass unsere z.T. jungen Führer/in zum ersten Mal an einer großen, internationalen Prüfung teilnahmen. Sie haben aber bewiesen, dass die gute, intensive Vorbereitung die Basis für diesen Erfolg war.

So konnte die einzige Frau in unserem Team, Luisa Weber aus Geseke mit ihrer Hündin „Aska vom Vöhteich“ die Prüfung mit einem I. Preis und volle Punktzahl mit 136 Pkt. bestehen.

Ebenso Andreas Pecuch aus Bünde, der seinen Rüden „Watson von der Fuchshöhe“ mit einen zweiten Preis und 127 Pkt. durch die Prüfung brachte.

Auch Malte Wolter hatte das Glück mit seinem Rüden „Caligula Contiomagnus“, er erreichte einen I. Preis mit 132 Pkt.

Den Vogel schoss dann Marcel Driezes aus Markelo (Niederl.) mit seinem Rüden „Geralt z Brillicke Zatoky“ ab. Er bekam ebenfalls eine I. Preis mit voller Punktzahl 136 Pkt. und auf der Zuchtschau den Formwert „vorzüglich“

Unsere Teilnehmer können auf ihren Erfolg stolz sein. Für sie war es der erste internationale Test und hoffentlich nicht der letzte.

In einer gemütlichen, fröhlichen Runde wurde der Erfolg gefeiert, auch mit einigen Mitgliedern von uns, die als „Zaungäste“ mitgereist waren. Sie haben sich vor Ort ein Bild machen können und haben ein weiteres Ziel vor Augen, die Teilnahme an der nächsten IKP.

Es waren schöne, erfolgreiche Tage in Ungarn und Ansporn für das, was noch auf uns zukommt – die Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung 2018 in Schleswig-Holstein.

Der Klub Artland-Emsland e. V. ist froh über aktive, junge Führer und schickt jedem IKP-Teilnehmer herzliche Glückwünsche. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg bei den vor uns liegenden Niederwildjagden und den Hunden viel Wild. In diesem Sinne ein kräftiges „Ho-Rüd-Ho“ und Waidmannsheil.

F. S.

…nichts als Mais

die erste Solms 2017 um Coesfeld

war wieder bestens vorbereitet. Paul Bockhold hatte all´seine Kontakte genutzt, um einen möglichst reibungslosen Prüfungsverlauf vorzubereiten. Feld- und Wasserreviere mit gutem Wildbesatz in der vorgeschriebenen Größe zu finden, ist nicht einfach. Sie sind aber notwendig, um den Hunden gerecht zu werden. Die Führer haben viele Monate der Vorbereitung benötigt und kommen dann mit hohen Erwartungen zur Prüfung. Die beste Planung nutzt aber nichts, wenn das Wild, überwiegend Fasane, den Mais als Deckung annimmt. Trotz aller Bemühungen der Suchenleitung und der Revierführer war es schwierig, Hunde ans Wild zu bringen. Die Lösung liegt dann oft nebenan – bei den Kaninchen. Diese grauen Flitzer bevorzugen kleine Gebüsche, Strauchwerk und Hecken. So konnten einige Hunde daran ihre Vorstehleistung in bester Manier zeigen. Natürlich geht nichts über das schöne Vorstehbild aus der flotten Feldsuche heraus, aber leider macht uns der Mais immer wieder Probleme, weil er die gefangenen Fasane nicht freigibt. Eine mögliche Lösung liegt vielleicht in einem späteren Prüfungstermin, da dann die meisten Maisfelder abgeerntet sind. Das macht aber auch nur Sinn, wenn der z. Zt. schlechte Fasanenbesatz sich hoffentlich mal wieder erholt.

Sehr gute Leistungen konnten die Hunde dann in dem großflächigen Gewässer mit erstklassigem Bewuchs und Deckung zeigen. Die beste Leistung wurde mit einem Wanderpreis ausgezeichnet. Als neutrale Beobachter waren Paul Bockhold (als Wasserobmann) und Heinz Amshove abgestellt. Sie konnten die Leistungen aller Hunde einordnen und machten dann den Vorschlag für die Vergabe des Wanderpreises.

Die Suchenleitung lag wiederum in den bewährten Händen unseres Geschäftsführer André Schiebener. Allein die Vorbereitung der Prüfung kann schon mal eine Zerreisprobe sein. Da kommen unvollständige Angaben zum Hund oder zum Führer an, falsche Chip-Nummern oder Nachmeldungen, die den ganzen Plan wieder zerpflücken – eine ärgerliche Situation, die verhindert werden kann, wenn jeder etwas mitdenkt und die ohnehin schon exakt vorbereiteten Vordrucke nur sorgfältig ausfüllt. Jeder, der schon einmal eine Prüfung vorbereitet hat, kann davon ein Lied singen. Gerade aus diesem Grund ein ganz „herzliches Dankeschön“ an unseren langjährigen Geschäftsführer André Schiebener.

Mit der Preisverteilung in angenehmer Runde schloss diese erste „Solms-Prüfung“ mit nachstehenden Ergebnissen:

Gruppe I.

Vivant vom Hinschen-Hof, Führer: Ralf Heye, Belm II. Preis

Cox vom Mölder, Führer: Martin Jenske, Lippstadt I. Preis

Balu vom Gattberg, Führer: Bastian Lindner, Melle I. Preis

Merlin v. Kalkrieser Berg, Führer: Carsten Schulze I. Preis

Gruppe II.

Aida v. d. Steverquelle, Führer: W. Beckmann, I. Preis

Asco v. d. Steverquelle, Führer: F. Wilhelmer, Telgte I. Preis

Amtmann vom Buchenbogen, Stefan Foullois, Münster I. Preis

Tarkus Silesia, Führerin: Inga Buse, Ostercappeln ohne Preis

Ferdinand Schlattmann