Kategorie-Archiv: 2014

Kleemann 2014

vom 2. bis 4. Oktober

Die Fahrt war lang – knappe 800 km, durchsetzt mit Stau’s und Unfällen auf der Autobahn. Viele Teilnehmer der diesjährigen Dr. Kleemann-Zuchtausleseprüfung waren schon einige Tage früher angereist um sich selbst und auch die Hunde an die neue Umgebung zu gewöhnen. So auch unsere 6 Kandidaten, wobei Manuel Sainz aus Spanien per Flieger über München angereist war. Das Donau-Center in Osterhofen erwies sich als idealer Treffpunkt. Der Donnerstag war der Zuchtschau und der Registrierung der Hundeführer und Richter vorbehalten. Bei der Zuchtschau war wiederum auffallend, dass doch mehrere Hunde das mitgebrachte „vorzüglich“ nicht bestätigt bekamen. Aber was soll’s – mit dem Formwert kann man keine Kleemann bestehen. Spannend war für die Hundeführer natürlich die Auslosung der Richtergruppe. Dieser Abend ergoss sich mehr in Fragen zum Wildbesatz, zur Vegetation, zur Größe der Gewässer usw. als zum geselligen Beisammen sein. Für die Prüfung waren zwei Tage vorgesehen. Durch den Ausfall einiger Hunde konnten z. T. kleine Gruppen gebildet werden, die dann auch schon am ersten Prüfungstag fertig waren. Es gab auch Gruppen, in denen nur ein Hund bestehen konnte oder sogar alle Hunde den Anforderungen nicht entsprachen. Wenn man die Obmann-Berichte liest, wird deutlich, wo die Probleme lagen. Mancher Führer/in hatte aber einfach nur Pech, schade dann – nach all‘ den Vorbereitungen, die ja auch viel Zeit und Geld kosten. Aber – es ist Kleemann, das bedeutet, Auslese und Perfektion. Dabei kann so schnell etwas passieren, mit dem man überhaupt nicht gerechnet hat. Jeder der einmal Kleemann Teilnehmer war, kann das nachvollziehen. So erging es auch unserer Mannschaft, einige konnten „jubeln“ andere verstanden die Welt nicht mehr. Suchenglück und Suchenpech, jeder, der Hunde führt, kennt das. Hier nun die Details:

Detlef Henke aus Lemförde war mit „Dasso vom Brinkbusch“ angetreten. Das Temperament ging mit ihm durch – und Detlef Henke aus der Hand. Aus der Traum – nicht bestanden.

Sigrid Asche aus Neustadt mit ihrem „Arthos vom Leineblick“ erging es ähnlich. Problem am Fasan – schade, nicht bestanden.

Genauso Theo ten Elzen, er führte „Wibke v. Metelen“, eine Hündin mit erstklassiger Prüfungslaufbahn – Problem am Wasser, raus – nicht bestanden.

Das waren die schlechten Nachrichten. Es gab aber auch erfreuliche.

Manuel Sainz hatte seine Hündin „Elsa de Trevolares“ mitgebracht. Sie war die schönste Hündin der diesjährigen Kleemann und wurde mit „vorzüglilch“ an 1. Stelle bewertet. Diese Hündin ist aber nicht nur schön, sie zeigte auch Leistungen in allen geforderten Fächern und erhielt dabei 2mal die Note „hervorragend“, also 4h. Eine ganz tolle Leistung von Hund und Führer. Manuel kann darauf sehr stolz sein.

Ebenso Paul Bockholt mit „Tara v. Upstalsboom“ Dieses Gespann konnten ebenso alle geforderten Arbeiten zur Zufriedenheit der Richter erfüllen und erhielt ebenfalls den Titel „KS“.

Unser Zuchtwart Ludwig Groß-Klußmann stellte eine Hündin aus dem eigenen Zwinger vor – „Hera vom Kalkrieser Berg“. Obwohl er im Vorfeld mächtig gezittert hat, verlief die Prüfung ganz nach seinen Vorstellungen. Mit erstklassigen Leistungen in allen Fächern bekam dieses Gespann ebenfalls ein „KS“.

Das ist eine Ausbeute von 50 % und damit können wir als Klub Artland-Emsland gut leben. Schade natürlich für die „Erstlingsführer“ – aber nicht verzagen, es gibt noch so viele Kleemann-Prüfungen, die besucht werden können. Wir freuen uns mit unseren Teilnehmern und sagen Ho-Rüd-Ho, ob bestanden oder nicht. Es war schön, dass ihr mitgemacht habt.

Der Festabend im Donau-Center war dann der Abschluss dieser Veranstaltung – auch das gehört dazu. Einige hatten aber schon im Vorfeld ihre Erfolge gefeiert und damit war aller Prüfungsdruck vergessen. So soll‘ sein, gemeinsame Freude ist doppelte Freude. Die nächste Kleemann ist übrigens 2016.
F. S.

Erste Bilder

Solms II – Bad Essen

solms2

Gruppe I

Arnold vom Ostersiek, geführt von Hannes Wesseler, 1.Preis
Watson von der Fuchshöhe, geführt von Andreas Pecuch, 1.Preis
Finja von der Nachtweide, geführt von Gerd Meyer, 1.Preis
Ando vom Quendorfer See, geführt von Sven Jenssen, ohne Preis

Gruppe II

Avalon vom Mölder, geführt von Johannes Cordklostermann, 1.Preis
Aik vom Kurricker Berg, geführt von Thorsten Allendorf, ohne Preis
Andra vom Kurricker Berg, geführt von Ingo Sander, 1.Preis
Aura vom Kurricker Berg, geführt von Thorsten Allendorf, 1.Preis

Gruppe III

Carla von der Tannenburg, geführt von Martin Meyer Lührmann, 1.Preis
Cero von der Tannenburg, geführt von Hans Jürgen Meyer, 1.Preis
Eddie vom Geestmoor, geführt von Dorothee Guder, 1.Preis
Dunja vom Blanken-Diek, geführt von Josef Menke, HZP 173 Punkte
Zita vom Delle Horst, geführt von Bernhard Hanesch, ohne Preis

Impressionen zur Solms I um Coesfeld am 16. September 2014

Der Morgen versprach nichts Gutes. Nebel, soweit das Auge reichte. Dennoch hatten sich 5 Paare zur ersten Solms-Prüfung um Coesfeld angemeldet. Nach den üblichen Regularien ging’s dann ins Revier. Erst gegen 10.00 Uhr lichteten sich die Nebelschwaden. Vorher war es kaum möglich, den Nachbarn auf 50 Metern zu sehen. Erst gegen Mittag kam die Sonne durch und brachte schwüle Spätsommer Wärme, die Führern und den Hunden zu schaffen machte, von den Richtern ganz zu schweigen. Das gut besetzte Niederwild Revier mit Hühnern, Fasanen und  Hasen entschädigte die Prüfungsteilnehmer für die anstehenden Arbeiten. Aber wie so oft im Leben, erwischt man mal einen guten oder auch schlechten Tag, auch auf einer Hundeprüfung. Schon nach den ersten Aufgaben war für zwei Teilnehmer die Prüfung gelaufen und schieden aus. Die noch verbliebenen drei Paarungen brachten mit sehr guten Ergebnissen die Feldarbeit zu Ende. Nun ging’s ans Wasser. Unser „Mann vor Ort“ Paul Bockholt hatte wieder alle Register gezogen, um Hund und Führer zum Erfolg zu verhelfen. Das galt für die Feldarbeit und sollte sich nun auch am Wasser zeigen. Zwei Gespanne brillierten bei diesen Arbeiten und nur ein Hund zeigte in einigen Passagen leichte Schwächen. Erfreulich war auch hier wieder fest zustellen, dass zwei Erstlingsführer sich mit ihren Hunden diesen Aufgaben stellten.

Eine besondere Freude gab es für unser Mitglied Frau Dianne Welbergen-ter Huurne aus Haaksbergen,  dem benachbarten Holland. Ihre Hündin „Asisi van Kallisto“ zeigte den Richtern eine fast perfekte Prüfungsarbeit. Dafür bekam sie zusätzlich den sehr begehrten

                           „Wanderpreis“

für die beste Wasserarbeit bei einer Solms-Prüfung, gestiftet von unserem ehemaligen Vorsitzenden H.D.Schiebener.

Hier nun die Ergebnisse:

Progr.-Nr. 1   „Eddi vom Geestmoor“

geführt von Frau Dorothee Guder       n.b.

Progr.-Nr. 2  „Iwan vom Kalkrieser Berg“       III. Preis

geführt von Werner Lübbe, Langförden

Progr.-Nr. 3   „Asisi van Kallisto“                      I. Preis

geführt von Frau D. Welbergen-ter Huurne

Progr.-Nr. 4   „Grando v. Wittlager Land“             o.E.

Führer Dieter Westerkamp, Osnabrück

Progr.-Nr. 5   „Freyja vom Esterhof“      AZP     I. Preis

geführt von Philipp Overhaus, Lüdinghausen

Nach gemütlichem Beisammensein und regen Erfahrungsaustausch im „Festsaal Heidehof“ ging ein nicht alltäglicher Prüfungstag mit „Sonnenschein“ zu Ende.

F.S.

 

Test Feldarbeit für die Kleemann 2014

Bei gutem Wetter trafen sich unsere Kurzhaar-Freunde zum zweiten Teil der Kleemann-Vorbereitung, „Feldarbeit“.

Die Anforderungen bei dieser „Zucht-Ausleseprüfung“ sind so klar wie auch schwierig. Raumgreifend, flott, planmäßig, ausdauernd und selbständig soll die Suche sein. Geprägt von Finderwillen, Gehorsam und harmonischer Zusammenarbeit mit dem Führer. Die Kopfhaltung soll dem jeweiligen Bewuchs angepasst und die Wenden, rechts und links der Suche, stets in den Wind gerichtet sein. Einfach ! – oder ?? Nicht so schwer ?? Probiert’s einmal.

Da die Führer nie wissen, wie das Suchen-Gelände auf der Prüfung aussieht, sollten im Vorfeld alle Möglichkeiten getestet werden. Grasflächen, Stoppelfelder, Kartoffeln, Rüben oder gar Gemüse-Plantagen usw. können daher vorkommen. Für die Hunde ist es schwer, eine vernünftige Suche zu zeigen, wenn in den unterschiedlichsten Flächen nie geübt wurde. Auch die Führer müssen sich daran gewöhnen. Manche haben dann mit sich selbst mehr zu tun, als mit ihren Hunden.

Gefundenes, festliegendes Wild muss der Hund dann vorstehen und soll durch Nachziehen anzeigen, wenn das Wild vor ihm abläuft. Beim abstreichenden Fasan wird geschossen, wobei der Hund nicht nachprellen, d. h. einspringen darf. Einwirkung des Führers auf den Hund wird dabei als Fehler registriert. Kommt der Hund bei der Suche an einen Hasen, soll er gehorsam sein. Gemeint ist damit, dass er den Hasen nicht verfolgen darf. Tut er es trotz der Einwirkung des Führers, darf er nach dem zweiten Mal die Prüfung als „durchgefallen“ verlassen. So hart sind die Anforderungen – aber es geht immerhin um eine „Auslese“. Dennoch – bei guter Vorbereitung schaffen unsere Hunde auch diese Hürde. Immerhin haben Sie schon eine ansehnliche Ordensschnalle, bis sie überhaupt zu dieser Prüfung zugelassen werden. Nach Abschluss der beiden Test-Tage können wir aber feststellen, dass die gemeldeten Hunde diesen hohen Anforderungen entsprechen. Natürlich zeigten sich in der Vorbereitung immer mal kleine Lücken. Bei rechtzeitiger Überprüfung vor so einer großen Prüfung hat der Hundeführer aber noch Zeit, diese zu schließen. Trotzdem kann an den drei Prüfungstagen noch viel passieren, was man vorher nicht ahnen oder testen kann. Wir sind aber sicher, dass die von uns angetretenen Führer/in mit ihren Hunden das Ziel erreichen. Belohnt werden sie dann für die sehr intensive und mühevolle Arbeit mit einem KS für ihren Hund, der sich als Kurzhaar-Sieger bezeichnen darf. Der Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V. wünsche allen Teilnehmern, besonders auch den „Erstlingsführern“ Suchenglück und nach bestandener Prüfung ein kräftiges Ho-Rüd-Ho.

F.S.

Wassertest für die Kleemann 2014

Zur Vorbereitung auf die diesjährige Dr. Kleemann-Zuchtausleseprüfung trafen sich unsere Mitglieder, die daran teilnehmen, zu einem Wassertest.

Organisiert und koordiniert hatten dieses Treffen Paul Bockholt und unser Zuchtwart Ludwig Groß-Klußmann. Dank seiner erstklassigen Verbindungen hatte Paul Bockholt ein Gewässer aufgetan, das es „in sich“ hatte. Die nachstehenden Bilder vermitteln nicht die wirkliche Größe und schon gar nicht den Schwierigkeitsgrad. Bei dieser Prüfung, eine wirkliche „Auslese“, wird von den Hunden Perfektion verlangt. Das beginnt schon beim einmaligen Befehl, das Wasser anzunehmen. 5-10 Minuten sollen die Hunde dann selbständig im Schilf stöbern. Nur wer bei dieser Arbeit die Höchstpunktzahl „sehr gut“ erhält, darf weiter machen. Schicken über die offene Wasserfläche ist dabei ganz wichtig. So kann man seinen Hund unterstützen und ihn lenken, was lt. Prüfungsordnung erlaubt ist. Die gefundene Ente soll dann selbständig und sauber zugetragen und ausgegeben werden. Das alles soll möglichst lautlos, d. h. ohne große Kommandos des Führers, erfolgen. Hört sich nicht so besonders schwierig an, ist es aber !!!

Im Ergebnis brachten alle Hunde die notwendige Wasserpassion mit. Bei dem einen oder anderen waren noch einige Lücken zu sehen, die nun in der verbleibenden Zeit durch Übung geschlossen werden müssen. Eine gute und exakte Vorbereitung zu dieser höchsten Prüfung bei Deutsch-Kurzhaar ist unabdingbar. Nur wer sich daran hält, (Hund und Führer) kann sich dann nach bestandener Prüfung über sein KS, für Kurzhaar-Sieger, freuen.

Dieser Wassertest ist aber nur ein Teil der Prüfung, die vom 2. bis 4. Oktober in Osterhofen (Bayern) stattfindet.
Im zweiten Teil der Vorbereitung geht es um die Arbeit im Feld. Suche, Nasengebrauch, sicheres Vorstehen usw. Dazu treffen sich die Kleemann-Teilnehmer in Kürze. Übrigens, von unserem Klub werden 5 Paare daran teilnehmen. Das Besondere ist, dass davon drei Erstlingsführer sind, also Hundeführer, die zum ersten Mal auf der schwierigsten Kurzhaar-Prüfung ihr Können unter Beweis stellen. Alle Achtung – wir drücken schon heute die Daumen !!!

F.S.

….einmal Lappland und zurück

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Die Überraschung war perfekt. Anfang März 2013 erhielt ich eine Anfrage vom Hunting Club in Kuusamo / Finnland. We have great pleasure to ask you for judge to our dog show to Kuusamo. Gefragt wurde also, ob ich Interesse hätte, in Kuusamo/Nordfinnland eine Zuchtschau zu richten. Natürlich hatte ich Interesse. Von finnischen Kurzhaarfreunden hatte ich einiges über die dortige Zucht und auch von Problemen gehört. Darüber hinaus interessierte mich das Land der Lappen, wenn Kuusamo auch im südlichen Teil Lapplands liegt. Finnland mit seinen Wäldern und Seen, mit Mittsommer und Polarlicht, ein wirklich interessantes Land. Elche, Wölfe, Luxe, braune Bären und jede Menge Rauhfuß-Hühner bereichern die unendlichen Wälder dieser Region. Aber nicht nur Wild,  – Rentiere sind der Stolz der Finnen und davon gab es reichlich. Also zurück zur Anfrage. Der Termin Anfang Juli 2014 stand fest und so flog ich mit großer Spannung und Neugierde von Düsseldorf nach Helsinki. Der Weiterflug ging dann nach Oulu, an die Westküste des Landes. Dort wurde ich empfangen und abgeholt von der Club-Sekretärin Raija Neumanen. Die fleißigste Frau, die ich in diesen Tagen kennen gelernt habe. Sie war für alles zuständig und verantwortlich – ein Glück, wenn Clubs solche Mitarbeiter haben. Etwa 260 km lagen nun mit dem Auto noch vor uns. Die Straßen waren im guten Zustand und unser Weg führte uns vom Westen in den Osten durch endlose, 260 km lange Wälder. Begleitet von unglaublich vielen und schönen Seen und von Rentieren. Obwohl sie domestiziert sind, laufen sie frei herum, in den Wäldern, aber auch auf den Straßen, wie ich mehrfach sehen konnte. Mal waren es einzelne Tiere, manchmal ganze Herden. In dieser Zeit machten sich auch die Moskitos breit und quälten nicht nur uns, sondern auch die Rentiere. Sie verlassen dann die Wälder und halten sich an den Straßenrändern auf. Die dadurch entstehenden Gefahren sind nicht unerheblich. In Finnland passieren durchschnittlich 8 Unfälle am Tag, hauptsächlich mit  Rentieren. Während der langen Fahrt mit Tempo 100, dann mal 60, dann wieder 80 km/ h, gab uns genug Gesprächsstoff über Land und Leute. So erfuhr ich, dass die Winter in dieser Region lang und kalt sind. Manchmal beginnt er schon im September und dauert bis März/April. Die Durchschnitts-Temperatur beträgt dann ca. 35 Grad minus, der Schnee bringt es im Durchschnitt auf etwa 1 Meter. Somit ist Kuusamo, nahe der russischen Grenze und die weitere Umgebung ein weithin bekanntes Wintersport Gebiet. Hier lebt die Bevölkerung hauptsächlich vom Tourismus. Die Finnen selber sagen, dass sie im Winter hart arbeiten und den Sommer genießen. Der älteste Volksstamm, die Samen, brachten die Rentiere ins Land. Je größer die Herde, desto größer auch das Ansehen. Wenn man aber einen Finnen nach der Anzahl seiner Tiere fragt, ist das so, als würde man ihn nach seinem Kontostand fragen. Knapp drei Stunden brauchten wir bis zum Hotel, schön am Stadtrand gelegen – und natürlich am See. Alles war perfekt vorbereitet und nach der langen Reise, von 5 Uhr in der Früh bis 1.30 Uhr in der Nacht, war der Schlafbedarf so groß, dass ich von der Mitternachts-Sonne nichts mehr mit bekam. Für mich war es gewöhnungsbedürftig, bei strahlender Sonne in der Nacht zu schlafen – Mittsommer- Nacht. Die gemeinsamen Diskussionen wurden dafür etwas länger und die Nächte etwas kürzer. Eingeleitet mit  einem ausgedehnten Frühstück begann der nächste, noch freie Tag. Inzwischen waren auch die übrigen Richter, drei aus Deutschland und zwei aus Dänemark eingetroffen. Gemeinsam machten wir einen Besuch in einer Bären-Aufzucht Station, die ein Privatmann gegründet hat. Dort werden junge Bären, die ihre Mutter verloren haben, aufgefangen und betreut. Die meisten davon gehen in die Wildnis zurück, einige sind aber auch geblieben. Die hatten sich so sehr an die Pfleger gewöhnt, dass kein Bedarf nach Freiheit mehr bestand. So war der älteste Braunbär 28 Jahre alt und brachte ein Gewicht von ca. 500 Kg auf die Waage. Auch Wolfswelpen, Luxe, Füchse und Rentier-Kälber bekamen hier ihre Überlebens-Chance. Während der Verpflegungszeit konnten wir sehen, wie sehr hier die Menschen mit der Natur verbunden sind. Den Rest des Tages nutzten wir für die Vorbereitung der Zuchtschau am nächsten Tag. Der Präsident des Finnischen Vorstehhundklub Kimmo Vesanto gab uns dann einen Überblick über die Guidelines for Judges at Dog Shows in Finnland. Angeregte Gespräche und ein gutes Essen sorgten dann für die nötige „Bett-Schwere“. Der nächste Tag wurde mit einem gemeinsamen Frühstück eingeläutet und pünktlich um 10.00 Uhr begann dann die Zuchtschau. Die von mir gerichteten Deutsch-Kurzhaar machten ein durchschnittlich gutes Bild. Bei knapp 60 Hunden konnte ich keine Zahnfehler feststellen, ebenso keine Augenfehler. Substanz und Größe der Hunde entsprach unserer  Zuchtordnung. Bei einigen Hunden waren sehr schöne, typische Köpfe zu sehen, die Augenfarbe fast immer mittel. Auffallend waren aber die Bewegungsabläufe bei vielen Hunden. Fast jeder zweite zeigte deutlich nach außen gedrehte Ellenbogen, zum Teil so stark, wie ich das selten gesehen habe. Woher dieser Mangel kommt, konnten mir auch die Finnen nicht sagen. Ein Züchter hatte die Erklärung – finnische Richter achten gar nicht darauf. Zehenenges Gangwerk, lose Vorderfuß-Wurzelgelenke und z. T. auch Kuhhessigkeit in der Hinterhand waren weitere Zuchtprobleme. Hier muss der Finnische Verband nach Lösungen suchen. Diese und auch andere Probleme wurden dann beim abendlichen Dinner, zwischen Vorspeise und Hauptgang, von den Richtern vorgetragen. Die finnischen Kurzhaar-Freunde waren dankbar für jeden Hinweis – sowohl was die guten Seiten betraf als auch für jede Kritik. Bei gutem Wein  oder auch bei finnischem Bier klang der Tag aus. Es waren ereignisreiche Tage, geprägt von Harmonie, gemeinsamer Freude und Wissbegierde um unseren schönen Deutsch-Kurzhaar. Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, mich bei den Verantwortlichen, bei den Organisatoren und bei den Ausführenden herzlich zu bedanken. Für mich war es ein Erlebnis, an das ich gerne zurück denke – besonders an Kimmo und Raija.

Herzlichen Dank und Waidmannsheil !!

Ferdinand Schlattmann

Zuchtschau 2014

Am 22. Juni trafen sich Kurzhaar-Freunde zur diesjährigen Zuchtschau des Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V. auf dem schönen „Herminen-Hof“ der Familie Groß-Klußmann, mit den historischen Gebäuden, in Kalkriese. Die Begrüßung des Zuchtwartes Ludwig Groß-Klußmann wurde unterstützt durch die Jagdhornbläser-Gruppe des Hegerings Engter. Mit ihrem musikalischen Leiter Markus Zahn erfreut sie uns schon seit vielen Jahren durch perfekt vorgetragene Jagdsignale und ist eine genussvolle Bereicherung dieser Veranstaltung.

Die fachliche Beurteilung der vorgestellten Hunde lag bei den Formwert-Richtern Wolfgang Wischmeyer und Ferdinand Schlattmann. Sie verstanden es gekonnt, den Zuschauern klar und deutlich zu vermitteln, was aus züchterischer Sicht gewünscht wird. Gerichtet wurde in vier Klassen. Jugendklasse Rüden, Altersklasse Rüden, Jugendklasse Hündinnen und abschließend die Altersklasse Hündinnen. Eine kurze Pause wurde für die Präsentation der Zwingergruppe „Vom Quendorfer See“ genutzt. Der noch junge Zwinger von Bernfried Dobben aus Quendorf zeigte uns sehr gut gelungene Nachkommen. Dazu war selbst ein Welpenkäufer aus Dänemark angereist und freute sich über ein „Sehr gut“ für seine inzwischen herangereifte Junghündin.

Im Ergebnis dieser Zuchtschau wurde deutlich, dass der Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V. mit den vorgestellten Hunden ein erstklassiges Potential zur Fortführung der Zucht besitzt. Unter dem Klang der Jagdhörner erhielten die Teilnehmer Ihre Urkunden und wurden mit dem Signal „Wiedersehen“ verabschiedet.

Hier die Ergebnisse:

Jugendklasse Rüden

SG1 – Igor II vom Dinkelhof (#7), geführt von Tobias Langenberg

SG2 – Eddie vom Geestmoor (#2), geführt von Dorothee Guder

SG3 – Grando vom Wittlager Land (#5), geführt von Dieter Westerkamp

Altersklasse Rüden

V1 – Arthos vom Leineblick (#11), geführt von Sigrid Asche

V2 – Dasso vom Brinkbusch (#15), geführt von Simone Gebhart

SG1 – Arnold vom Ostersiek (#10), geführt von Hannes Wesseler

SG2 – Hannibal vom Kalkrieser Berg (#13), geführt von Dorothee Guder

SG3 – Harry von der Ottensteiner Burg (#12), geführt von Jörg Oldhues

Jugendklasse Hündinnen

SG1 – Anik vom Quendorfer See (#18), geführt von Albert Wildemann

SG2 – Asta vom Quendorfer See (#19), geführt von Glenn Bredum

SG3 – Zita vom Delme Horst (#21), geführt von Bernhard Hanesch

Altersklasse Hündinnen

V1 – Fina vom Esterhof (#30), geführt von Philipp Overhaus

V2 – Alma von der Tannenburg (#29), geführt von Felix Hermann

V3 – Biyali Keiviento (#32), geführt von Marcel Driezes

V4 – Bira von der Emsaue (#31), geführt von Walter Beckmann

SG1 – Lotta Rothenuffeln (#28), geführt von Markus Hombrink

SG2 – Biene von der Tannenburg (#26), geführt von Johannes Giere

SG3 – Ayscha vom Radbasberg (#33), geführt von Kay Jensen

 

Hier einige Impressionen und hier finden sie noch eine schöne externe Galerie unserer Mitglieder Iwona & Marcel.

 

 

 

Ein erlebnisreicher Tag…

Eine VSwP-Prüfung voller Überraschungen

Das war ein Hochgenuss – von Anfang an. Am 14. Juni 2014 trafen sich Hundeführer, Richter und Interessierte zur diesjährigen Verbands-Schweiß-Prüfung auf dem Hof der Familie Bockholt in Heek. Eingeladen hatte der Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V. Bei schönstem Wetter hatte Frau Bockholt eine einladende Frühstückstafel im Freien vorbereitet. Duftender Kaffee, belegte Brötchen und allerlei Beilagen sorgten für eine harmonische Einstimmung auf den heutigen Prüfungstag. Das war Nervennahrung für die doch sehr angespannten Führer. Ihre vierbeinigen Helfer konnten sich derweil im Schatten des alten Baumbestandes noch sammeln und sich auf die vor ihnen liegenden Aufgaben konzentrieren.

Die gesamte Vorbereitung und Organisation der Prüfung lag wiederum bei Paul Bockholt. In gewohnter Weise hatte er alles bis ins Detail geplant und bestens vorbereitet. Große Unterstützung erhielt er dabei durch den Förster Udo Hüning von der Salm-Salm‘schen Forstverwaltung Rhede. Dem persönliche Kontakt dieser beiden und das große Interesse an dieser wichtigen Prüfung ist es zu verdanken, dass uns wiederum die herrlichen, großen Forsten Salm-Salm zur Verfügung gestellt wurden.

Nach den üblichen Regularien ging es dann auf in die Reviere. Gemeldet hatten sich 4 Gespanne zur 40zig bzw. 20zig Stunden Fährte. Erfreulich war, dass sich drei Erstlingsführer mit ihren Hunden auf die 20 Stunden Fährte vorbereitet hatten. Durch Lose wurde entschieden, welche Fährte zu arbeiten war. Die erste Arbeit übernahm das Gespann mit der 40 Stunden Fährte. Die Deutsch-Langhaar-Hündin „Ika von Heek“ mit ihrem Führer Heinz Amshove zeigte dann den Richtern und Zuschauern wie sie mit dieser schwierigen Aufgabe zurecht kam – zu welcher Hochleistung eine Hundenase imstande ist. Mit einer bewundernswerten Ruhe und Sicherheit arbeitete die Hündin die Fährte aus, begleitet von vielen sichtbaren und auch unsichtbaren Verleitungen. Es ging über Stock und Stein, durch Gräben und Gestrüpp, durch Dickungen und durch herrliche Bestände mit alten Buchen und Eichen. Ein Prüfungsgelände wie man es sich besser nicht vorstellen kann. Diese natürlichen Gegebenheiten verlangten Hund und Führer alles ab. Nur wirklich sehr gut vorbereitete Hunde können so eine Prüfung bestehen. Immerhin werden nur 250ml Wildschweiß auf 1 km Länge verteilt. Das ist die „Straße“ die zum Stück führt. Dabei gibt es allerlei Verleitungen, aufgestandenes Wild, Fegestellen, Bodenverwundungen um nur einige zu nennen. Der Könner auf diesem Weg hat das alles zu ignorieren – er konzentriert sich nur auf seine Aufgabe, über die Duftnote am Boden das verendete Wild zu finden. Eine ganz tolle Leistung unserer Hunde. Ohne sie würde manches Stück qualvoll enden und verludern. Das zu verhindern, ist die waidgerechte Arbeit von Hund und Führer. Schau und Spaßfaktor haben hier keinen Platz. Davon konnten sich auch heute wieder zahlreiche Interessierte überzeugen, die vielleicht im nächsten Jahr mit ihrem Hund hier antreten. Erstaunlich waren auch die Leistungen der „Erstlingsführer“. Alle konnten die Prüfung mit Erfolg bestehen, 2mal wurde sogar der I. Preis verliehen. Eine hohe Auszeichnung für jedes Gespann.

Total fertig, und zum Teil mit schweißnassen Sachen am Körper, konnten dann die Führer ihre Prüfungszeugnisse entgegen nehmen. Trotzdem war es ein Hochgenuss für alle und eine eindrucksvolle Bestätigung der Leistung unserer Hunde. Bei einem gemütlichen Essen klang der Tag auf dem schönen Hof der Familie Bockholt aus. Unser Dank gilt allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben, besonders Paul und Waltraud Bockholt. Vergessen wollen wir aber auch nicht die freundliche Unterstützung des Försters Udo Hüning sowie die Bereitschaft der Richter und Richteranwärter. Alle waren am Erfolg dieses erlebnisreichen Tages beteiligt. Dank zum Schluss auch an unseren „Haus-Fotographen“, der in eindrucksvollen Bildern das Geschehen festgehalten hat.
F. S.

Prüfungsergebnisse:
40 Stunden: „Ilka von Heek“ DL mit Heinz Amshove Sw.- /I.
20 Stunden: „Dasso vom Brinkbusch“ DK D. Henke Sw III/-
20 Stunden: „Bira v. d. Emsaue“ DK Walter Beckmann Sw I/-
20 Stunden: „Hera v. Kalkrieser Berg“ DK M. Lüpping Sw I/-
Herzlichen Glückwunsch und „Waidmannsheil“

 

Einen herzlichen Dank auch an Herrn Klaus Heisterborg aus Heek für diese schönen Bilder hier.

( Anklicken vergrössert die Bilder… )

Solms-Übungstag am 7.Juni

Nach den erfolgreichen Derby Prüfungen geht es nun fleissig weiter mit der Arbeit mit unseren Hunden und wir laden die Mitglieder daher zur Vorbereitung auf die kommende Solms im Herbst zum Übungstag am 07.Juni in Bad Essen ein.

Solms_uebungstagAuch für das leibliche Wohl ist gesorgt und wir möchten in diesem Rahmen auch einen großen Dank an unser Mitglied Klaus-Peter Oertmann aussprechen.

Nennschluß ist der 22.Mai :

Andre Schiebener
Boekelostr.21
48529 Nordhorn

Tel: 0 59 21 – 3 93 66
Fax: 0 59 21 – 32 01 92
e-mail: andreschiebener@t-online.de

 

Derby III – Coesfeld

Impressionen Derby III am 26. April 2014 um Coesfeld

Auch das dritte Derby um Coesfeld war wiederum stark besucht. Von den gemeldeten 20 Hunden waren 16 beim „Heidehof“ in Goxel erschienen. Die Organisation vor Ort oblag, wie auch in den vergangenen Jahren, unserem Mitglied Paul Bockholt aus Heek. Dank seiner guten Kontakte zu den Revier-Inhabern konnte er den einzelnen Gruppen erstklassig besetzte Reviere präsentieren. Das ist die beste Voraussetzung, diese jungen Hunde in ihren Anlagen korrekt zu beurteilen. Dafür stellten sich praxiserprobte und langjährig erfahrene Verbandsrichter zur Verfügung. Suchenleiter André Schiebener aus Nordhorn hatte die Aufteilung in 4 Gruppen vorgenommen. Nach der offiziellen Begrüßung rückten die Gruppen in die zugeteilten Reviere ab. Das Wetter, leichter Wind und trocken, war für diese Anlagenprüfung wie gemacht. Am Nachmittag, aber zeitlich unterschiedlich, fanden sie sich zur Preisverteilung wieder im Festsaal Heidehof ein. Das Ergebnis war über durchschnittlich. 15mal konnte ein erster Preis vergeben werden, 1 Gespann hatte einige Probleme und erhielt einen dritten Preis. Aus den Händen des langjährigen Geschäftsführers und Suchenleiters André Schiebener erhielten die glücklichen Hundeführer/in ihre Prüfungszeugnisse und Urkunden. Mit einem herzlichen Dank an die Verantwortlichen, besonders aber an André Schiebener für seine korrekte und nicht immer leichte Vorbereitung der Prüfungen, klang dieser Tag aus. „Weidmannsheil“ F.S.

Gruppe I
Ira vom Roten Berg, Führer Rüdiger Lohoff, Erwitte 1. Preis
Abby vom Sälzerquell, Führer Peter Meyer, Salzkotten 1. Preis
Athos vom Sälzerquell, Führer Thorsten Arntz, Gütersloh 1. Preis
Lord v. d. Rietberger Ems, Führer Peter Meyer, Salzkotten 1. Preis
Hunter vom Hundegelaut, Detlef Knollmann, Lippstadt 3. Preis

Gruppe II
Ando v. Quendorfer See, Führer S.Jenssen, Wietmarschen 1. Preis
Asisi v. Kallisto, Führer Dianne Welbergen-ter Huurne 1. Preis
Grando v. Witlager Land, Führer D. Westerkamp, Osnabrück 1. Preis
Tuuli z Buchowca, Aleksandra Buch, PL Jejkowice 1. Preis

Gruppe III
Aik v. Kurricker Berg, Thorsten Allendorf, Drensteinfurt 1. Preis
Addax v. Ostersiek, Führer Lutz Bender, Wuppertal 1. Preis
Aura vom Kurricker Berg, Thorsten Allendorf, Drensteinfurt 1. Preis

Gruppe IV
Harras v. Dinkelhof, Phillipp Overhaus, Lüdinghausen 1. Preis
Hasso v. Dinkelhof, Führer Paul Bockholt, Heek 1. Preis
Ilex II v. Dinkelhof, Phillipp Overhaus, Lüdinghausen 1. Preis
Lotta Rothenuffeln, Markus Hombrink, Oelde 4h Suche 1. Preis

Derby II – Bad Essen

VJP

77 Punkte (Nase 12) Gilda IV del Zeffiro, geführt von Herrn Dr. Hartwig Rolle
69 Punkte Latz Gettrup, geführt von Herrn Ullrich Emptmeyer

Derby

I Preis mit 4h in Nase, Suche, Vorstehen, Cindi Tecklenburg, geführt von Herrn Bernhard Recker
I Preis mit 4h in Nase und Vorstehen, Avalon vom Moelder, geführt von Herrn Johannes Cordklostermann
I Preis mit 4h im Vorstehen, Carla von der Tannenburg, geführt von Herrn Martin Meyer-Lührmann
I Preis Watson von der Fuchshöhe, geführt von Herrn Andreas Pecuch
I Preis Finja von der Nachtweide, geführt von Herrn Gerd Meyer
I Preis Gero vom Wittlager Land, geführt von Frau Natalie Westerkamp
I Preis Gesa vom Wittlager Land, geführt von Herrn Uwe Schoster
I Preis Cero von der Tannenburg, geführt von Herrn Hans Jürgen Meyer
I Preis Bessi von der Tannenburg, geführt von Herrn Clemens Menke
I Preis Anik vom Quendorfer See, geführt von Herrn Albert Wildemann
I Preis Andra vom Kurdicker Berg, geführt von Herrn Ingo Sander
I Preis Zita vom Delmehorst, geführt von Herrn Bernhard Hanesch
II Preis Grando vom Wittlager Land, geführt von Herrn Dieter Westerkamp
II Preis Eddie vom Geestmoor, Andreasstern, geführt von Dorothee Guder

Derby I – Bakum

Die Richter:
Gruppe I:
Helmut Dierker, Andre Schiebener, Jürgen Hempe und RA Klaus Peter Oertmann
Gruppe II:
Ferdinand Schlattmann, Bernd Hönemann, Carsten Boers, RA Dr. Hartwig Rolle

Die beiden Suchensieger:
Cantus Tecklenburg geführt von Herrn August Gründker mit 4h in Vorstehen und Nase

Leika von der Rietberger Ems geführt von Herrn Dietmar Blumenröhr mit 4h in Suche und Vorstehen

Derby2014_suchensieger

Im ersten Preis haben folgende Gespanne bestanden:

Hanna vom Mehner Wald geführt von Herrn Erwin Wallmann mit 4h im Vorstehen

Imelie vom Kalkrieser Berg geführt von Herrn Ludwig Groß Klußmann
Iwan vom Kalkrieser Berg geführt von Herrn Werner Lübbe
Arnold vom Ostersiek geführt von Herrn Hannes Wesseler
Andra vom Ostersiek geführt von Herrn Mario Schwark

Im Dritten Preis:
Aduka vom Quendorfer See geführt von Herrn Bernhard Menke
Isabella vom Kalkrieser Berg geführt von Herrn Michael Möricke

Ohne Preis blieben leider:
Ando vom Quendorfer See geführt von Herrn Sven Jenssen
Davu vom Geestmoor geführt von Herrn Thomas Pieper

Neue Verbandsrichter

Der Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V. freut sich über zwei neue Verbandrichter. Vor dem Prüfungsausschuß des Jagdgebrauchshund-Verbandes e. V. haben

Carten Boers aus Bad Iburg und
Bastian Lindner aus Gesmold

ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt und die Prüfung mit Erfolg bestanden. Dazu unseren „herzlichen Glückwunsch“. Wir freuen uns mit ihnen über den Erfolg und auch darüber, dass uns damit zwei weitere aktive Verbandsrichter zur Verfügung stehen. Als erfolgreiche Führer haben sie ihr Können mehrfach bewiesen. Das ist die beste Grundlage für eine objektive Beurteilung der Hundearbeit, zumal jeder dazu lernen darf!! Wir freuen uns, wenn wir sie demnächst auf unseren Prüfungen als Verbandsrichter begrüßen können.

Der Vorstand

Nachruf auf Prof.Dr. Alfons Lemper

Foto Prof. Dr. Alfons LemperDer Kurzhaarklub Artland-Emsland e.V. trauert um sein Gründungsmitglied Prof. Dr. Alfons Lemper, der nach langer, schwerer Krankheit Mitte November 2013 seine letzte Ruhe fand. Über Jahrzehnte war er Freund und Berater unseres damaligen Vorsitzenden Horst-Dieter Schiebener.

Prof. Dr. Alfons Lemper war ein Visionär. Seine Gedanken und Ideen gingen weit über den Tellerrand hinaus. Er hatte eigene Vorstellungen über die Entwicklung und Gesunderhaltung unserer kurzhaarigen Jagdgebrauchshunde. Es gab viele leidenschaftliche Diskussionen zum Thema Standard bei Deutsch-Kurzhaar und auch um die Vererbung der uns liebgewordenen Hunde. Er hatte ein Gespür für Fehlentwicklungen und dabei auch die Fähigkeit, zur rechten Zeit den Finger in die Wunde zu legen. Wenn er auch manchmal gegen Windmühlenflügel kämpfte, hielt er an seiner Meinung fest und stand auch dazu. Diese Eigenschaft hat ihm nicht nur Freunde beschert, aber auch das war ihm nicht so wichtig, wie die Sache selbst. Mit Herzblut baute er seinen neuen, eigenen Kurzhaarklub Weser-Bremen auf, den er über viele Jahre als Vorsitzender führte. Sein Wirken und seine Gedanken waren angelehnt an die Vorstellungen des „Kurzhaardoktors“ Dr. Paul Kleemann. Er war Vorsitzender des Stammklubs Berlin und wollte durch Selektion den Standard für Deutsch-Kurzhaar festigen. So gab es bis 1975 eine Dr. Kleemann-Zuchtausleseprüfung für Rüden. Parallel dazu ein „Diana“-Prüfung für die Hündinnen. Diese Idee nahm Prof. Dr. Alfons Lemper auf und diskutierte mit Gleichgesinnten eine zentrale Zuchtrüden-Vorstellung. Ein enger Vertrauter dieser Idee war dann Horst-Dieter Schiebner. Er organisierte nach den Vorstellungen von Alfons Lemper, wie ihn seine Freunde und Bekannten nannten, die erste Norddeutsche Zuchtrüden-Vorstellung. Seit 40 Jahren wird sie nun alle zwei Jahre durchgeführt und hat inzwischen viele Nachahmer im In- und im Ausland gefunden. Neben vielen Auszeichnungen und Ehrungen für Deutsch-Kurzhaar ist dies wohl eine der wichtigsten Errungenschaften von Prof. Dr. Alfons Lemper. Als angenehmen Gesprächspartner und als Vater dieser Idee bleibt er uns unvergessen.

Kurzhaarklub Artland-Emsland e. V.
Ferdinand Schlattmann